"Es ist Zeit, dass junge Leute nach vorne kommen", findet Jan Josef Liefers. In seinem Podcast äußert der "Tatort"-Star seinen Unmut darüber, wie in Deutschland mit Kindern und Jugendlichen umgegangen werde.
Jan Josef Liefers hat kein Verständnis dafür, dass "wir mit dem einzigen Rohstoff, über den wir verfügen - nämlich unsere Kinder und unsere jungen Leute - so sauschlecht umgehen". Als Beispiel nennt der Schauspieler in seinem Podcast "Liefers + Broicher" die Zustände in den Bildungseinrichtungen der Hauptstadt: "Hier in Berlin kannst du dir die Schulen mal angucken. Das hat manchmal wirklich Entwicklungslandniveau, da steckt auch keiner Geld rein."
Auch "in der Pandemiezeit" sei der fehlende Respekt vor der jüngeren Generation eklatant geworden. "Die müssen dann einfach Opfer bringen, damit wir Alten irgendwie da gut durchkommen", ärgert sich der 62-Jährige im Rückblick. "Das ist ein generelles Problem! Wir haben kein Erdöl, wir haben kein Erdgas. Wir haben nichts, womit wir auf dem Weltmarkt reüssieren können. Das Einzige, was wir haben, sind unsere Kinder, unsere jungen Leute." Um Letztere werde sich vor allem in puncto Bildung jedoch "saumäßig" gekümmert, was Liefers für "richtig fahrlässig" hält.
"Nichts gegen Armin Laschet und wie sie alle heißen"
"Dass da keiner mal wach wird in der Politik, verstehe ich nicht", wundert sich der "Tatort"-Star auch mit Blick auf die aktuellen Proteste in Frankreich. Nicht nur im Nachbarland, auch in der Bundesrepublik seien die jungen Menschen unzufrieden. Wohl auch, weil es politisch kaum Repräsentation gebe, wie Liefers mutmaßt.
"Guck dir mal die Leute an, die für die Parteien im Fernseher vor die Kameras treten", gibt er im Gespräch mit seinem Podcast-Kollegen, dem Autor Alex Broicher, zu bedenken. "Nichts gegen Armin Laschet und wie sie alle heißen", lacht Liefers, "aber das wird Zeit, dass dort auch mal einer seinen Stuhl räumt." Ihn störe, "wenn immer die Opis und Omis vor die Kameras treten und dann der Nation erzählen wollen, wo die Reise hingeht und was wir jetzt machen müssen". Bei "allem Respekt für die Ollen" fordert der TV-Star: "Es ist Zeit, dass junge Leute nach vorne kommen."
Quelle: teleschau – der mediendienst