"Dann geschah der schreckliche Unfall": Götz Otto verpasste Treffen mit Lady Di

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SPYON
Götz Otto spielt in der Agenten-Serie "SPYON" den Ausbilder Voss.
ZDF / susanne bernhard

Über diese verpasste Gelegenheit hat Götz Otto zuvor noch nie öffentlich gesprochen: Als James-Bond-Bösewicht hatte er 1997 ein persönliches Treffen mit Lady Diana in Aussicht, das denkbar knapp auf tragische Weise platzte.

Seine Rolle als Bösewicht Richard Stamper in "James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie" (1997) ist unzweifelhaft der Höhepunkt in der Vita des Schauspielers Götz Otto. Und doch verbindet der 58-Jährige mit seinem 007-Engagement auch eine traurige Erinnerung, über die er bis dato nicht öffentlich gesprochen hat.

"Bond-Produzentin Barbara Brokkoli, die nach dem Tod ihres Vaters Albert R. Brokkoli bei diesem Bond erstmals allein verantwortlich war, war eine enge Freundin von Dodi Al-Fayed", berichtet Otto gegenüber der Agentur teleschau. Die Produzentin habe vereinbart, dass Al-Fayed und seine Partnerin Lady Di am Montag, 1. September 1997, das Bond-Set in London besuchen sollten. Doch dazu kam es nicht.

"Und dann geschah in der Nacht auf Sonntag, 31. August, der schreckliche Unfall bei dem beide starben", erinnert Otto an den Unfalltod der Prinzessin von Wales in Paris. Er und der damalige James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan hätten gemeinsam von der Tragödie erfahren, als sie "nachts mit einer Limousine aus einem Londoner Nachtclub abgeholt wurden". Götz Otto: "Niemand kann sich die Stimmung am Montag am Set, aber auch in ganz London vorstellen. Die Stadt hat getrauert."

Götz Otto: "Das ging damals allen unter die Haut"

Zur Beerdigung von Diana am 6. September habe er im Appartment von Schauspiel-Ikone Jacqueline Bisset im Londoner Stadtteil South Kensington gelebt. "Als ich morgens am Tag der Beisetzung die Fenster aufmachte, waren die sonst so belebten Straßen leergefegt. Man konnte sogar das Schlagen der Taubenflügel hören. Das ging damals allen unter die Haut."

Aktuell ist Götz Otto wieder in einem Agentenstoff zu sehen. In der ZDF-Sitcom "SPYON" (acht Folgen ab 29. September, 21.45 Uhr, ZDFneo, und schon jetzt in der Mediathek) ist der 1,98-Meter-Hüne "endlich mal nicht der Täter oder der Böse", wie er zufrieden feststellt. Dafür sei er "immer der Älteste am Set" gewesen. Otto, der einen väterlichen Ausbilder spielt, staunt: "Erstaunlicherweise wird meine Bond-Vergangenheit hier nicht einmal zitiert."

Quelle: teleschau – der mediendienst