Karoline Herfurth (Lena)
Karoline Herfurths Lena ist "Mädchen, Mädchen" die Stille in der Runde der Drei. Auf einer Party verguckt sie sich in den coolen Musiker Nick (Andreas Christ). Es bahnt sich eine Romanze an. Doch nach dem ersten Kuss folgt die erste Enttäuschung. Nick hat doch tatsächlich ihre sexuelle Unerfahrenheit in einem Song verarbeitet.
Karoline Herfurth feierte mit "Mädchen, Mädchen" (2001) ihren großen Durchbruch, nachdem sie ein Jahr zuvor mit einer kleinen Rolle im Coming-of-Age-Drama "Crazy" auf sich aufmerksam gemacht hatte. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit der Süskind-Verfilmung "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" (2006). Zahlreiche Kinoerfolge schlossen sich an, darunter "Vincent will Meer" (2010), "Wir sind die Nacht" (2010) und "Die kleine Hexe" (2018).
Einen weiteren Höhepunkt in Herfurths Laufbahn ist die "Fack ju Göhte"-Reihe, in deren ersten beiden Teilen sie an der Seite von Elyas M'Barek die weibliche Hauptrolle spielte. Seit 2016 ist Herfurth als Regisseurin tätig - auch auf diesem Gebiet höchst erfolgreich. 2025 kam mit "Wunderschöner" bereits ihre fünfte Regiearbeit ins Kino.
Felicitas Woll (Vicky)
Das wilde Mädchen: Vicky (Felicitas Woll) fehlt es nicht an sexuellen Erfahrungen, doch auch sie hatte ihn noch nie erlebt: den Höhepunkt. Mit Männern steht sie, abgesehen von flüchtigen Abenteuern, auf Kriegsfuß. Weshalb sie eines Tages beschließt, die Seiten zu wechseln. In einem Chatroom macht sie Bekanntschaft mit Joy, die allerdings nur vorgibt eine Frau zu sein.
Felicitas Woll qualifizierte sich mit ihrer Rolle als Vicky für eine Serie, die neben "Mädchen, Mädchen" zu ihrem größten Erfolg wurde: "Berlin, Berlin" (2002-2005), die 2020 die Kinoproduktion "Berlin, Berlin - Der Film" nach sich zog. Heute ist Woll überwiegend im Fernsehen zu sehen: mit einer Gastrolle im "Tatort" etwa oder als Hauptdarstellerin der TV-Reihe "Neuer Wind im Alten Land".
Arzu Bazman (Chayenne)
Mit dieser Mitschülerin verstehen sich Inken, Lena und Vicky überhaupt nicht: Chayenne (Arzu Bazman) ist das Biest der Schule. Eingebildet, wie sie ist, weiß sie ihre Mitschülerinnen immer zu provozieren. Auch an die drei Freundinnen gehen ihre Sticheleien nicht spurlos vorüber.
Die deutsche Schauspielerin mit türkischen Wurzeln begann ihrer Karriere als Model. Mit "Mädchen, Mädchen" schaffte Arzu Bazman ihren Durchbruch. Es folgten Rollen in weiteren Komödien wie "Die Nacht der lebenden Loser" (2004) und "Erkan & Stefan in Der Tod kommt krass" (2005). In der "Blond: Eva-Blond!"-Krimireihe war sie in mehreren Episoden zu sehen, ebenso in den Serien "Hausmeister Krause" und "Schloss Einstein".
Max Riemelt (Flin) und Andreas Christ (Nick)
Max Riemelt spielte Flin auch in der Fortsetzung "Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe" (2004). Der Schüler ist ganz angetan von Inken, muss aber mit ansehen, wie seine Nachbarin mit anderen Männern anbandelt.
Der Autodidakt Riemelt entwickelte sich nach "Mädchen, Mädchen" zu einem der renommiertesten deutschen Schauspieler. Er drehte mit bekannten Regisseuren wie Dominik Graf ("Im Angesicht des Verbrechens") und wirkte in mehreren internationalen Produktionen mit ("Sense8", "Matrix Resurrections"). Zuletzt war der Bayerische-Filmpreis-Gewinner in Silvio Soldinis Romanverfilmung "Die Vorkosterinnen" (2025) im Kino zu sehen.
Er ist der Traummann, in den sich Lena verknallt: der Musiker Nick (Andreas Christ) - gutaussehend, sensibel und verständnisvoll, der aber auch nicht frei von Fehlern ist. Sein erster Versuch, Lena zum Thema eines Songs zu machen, kommt bei der Besungenen gar nicht gut an.
Andreas Christ war nach "Mädchen, Mädchen!" in diversen TV-Produktionen zu sehen, darunter "Tatort" und "In aller Freundschaft". Der Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" ist auch gefragter Theaterschauspieler. Seine Bühnenstationen reichen vom Berliner Ensemble über das Maxim Gorki Theater bis hin zum Staatstheater Nürnberg. Am Deutschen Theater Berlin war er in einer Inszenierung von Albert Camus' "Caligula" zu sehen.
Florian Lukas (Trainer Carsten) und Henning Baum (Trainer von Chayennes Team)
Sein Auftritt als Trainer von Inkens Volleyball-Team war kurz, dafür war Florian Lukas unter den Nachwuchsdarstellerinnen und -darstellern schon der größte Star. Seinen Durchbruch feierte er zwei Jahre zuvor mit "Absolute Giganten" (1999). Danach entwickelte er sich zu einem der vielseitigsten Schauspieler Deutschlands. "Good Bye, Lenin!" (2003), "Kammerflimmern" (2004), "Die Fremde" und eine kleine Rolle in Wes Andersons "Grand Budapest Hotel" sind weitere Stationen einer beeindruckenden Karriere. Zuletzt war Lukas in "Die drei ??? - Toteninsel" (2025) im Kino zu sehen.
Auch Henning Baum stand zur Zeit von "Mädchen, Mädchen" am Anfang einer erfolgreichen Schauspiellaufbahn. Gerne wird der 1, 85 Meter große Hüne für buchstäblich starke Charaktere besetzt, wie in "Der Seewolf" (2008) nach dem gleichnamigen Roman von Jack London oder in "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Baums Paraderolle bleibt die des "letzten Bullen", die er von 2010 bis 2014 in der gleichnamigen Serie, dann 2019 in einer Kino-Adaption und schließlich im Serienrevival von 2025 durch Amazons Prime Video spielte. Im Kino war Baum zuletzt "Mädchen Mädchen" (2025) zu sehen, dem Remake des Kultfilms von 2001.
Quelle: teleschau – der mediendienst