Eine Frau erhebt gegen den fränkischen Musiker "Avaion" schwere Vorwürfe. Veranstalter sagen daraufhin Auftritte ab.
"Ab jetzt: keine gute Mine mehr zum Bösen Spiel" leitet eine Frau, die nach eigener Aussage die Ex-Freundin des Star-DJs "Avaion" sein soll, ein öffentliches Statement ein, das aktuell für Wirbel sorgt. Die Frau erhebt schwere Vorwürfe gegen den aus Franken stammenden DJ, der sich in der Vergangenheit einen echten Namen in der Branche gemacht hat.
Die junge Frau wirft dem Musiker (29) gravierendes Fehlverhalten vor. In einem mehr als einstündigen YouTube-Video mit dem Titel "Ich expose einen triple Platin Musiker" sowie in mehreren Instagram-Beiträgen schildert sie detailliert, was ihr nach eigener Darstellung widerfahren sein soll. Sie spricht von sexualisierter Gewalt, körperlichen Übergriffen, psychischer Gewalt, Manipulation und anhaltendem Missbrauch über mehrere Jahre hinweg.
Schwerwiegende Vorwürfe gegen Musiker "Avaion"
Nach Angaben der Frau soll sie in dieser Zeit in einer Beziehung mit dem Künstler gewesen sein. Die Vorwürfe richten sich dabei sowohl gegen das private Verhalten als auch gegen das Ausnutzen eines Machtgefälles. Obwohl die Schilderungen erheblich und weitreichend sind, werden in ihren Beiträgen strafrechtliche Schritte oder Ermittlungen nicht konkret benannt. In dem Video werden immer wieder Screenshots und Sprachnachrichten eingeblendet, die diese Vorwürfe stützen sollen. Unter anderem werden beispielsweise Chatverläufe oder andere Dokumente gezeigt. Die Sprachnachrichten sollen nach Angaben der Frau zum Teil von "Avaion" stammen, zum Teil von einer anderen Frau, die der Künstler parallel getroffen haben soll.
Neben dem Video existiert auch ein schriftliches Statement auf Instagram. In diesem beschreibt die Frau sehr ausführlich, was nach ihrer Darstellung in den vergangenen Jahren in der Beziehung passiert sein soll. Die Art und Weise der Veröffentlichung zeigt, dass sie offenbar bewusst und vorbereitet an die Öffentlichkeit gegangen ist und die Auseinandersetzung mit dem Thema sucht.
"Ich wurde ein halbes Jahrzehnt lang von Platin Musiker Avaion missbraucht, vergewaltigt, betrogen und manipuliert und ich bin nicht allein", leitet die Frau ihr "offizielles Statement" mittels eines zehnteiligen Bildposts auf Deutsch ein. Neben diesem Post vom 21. April findet man auf dem Instagram-Account "@x.posemall" das gleiche Statement auch auf Englisch sowie fünf Videos.
Laut übereinstimmenden Medienberichten, wie auf Musikexpress oder Festivalplaner.de, soll "Avaion" in einer Instagram-Story, die mittlerweile nicht mehr abrufbar ist, erklärt haben: "Ich bin bestürzt über die gegen mich erhobenen Vorwürfe. Die Situation belastet mich sehr. Mir ist bewusst, dass viele von euch eine Stellungnahme erwarten. Ich werde mich zu den Vorwürfen äußern, bitte jedoch um Verständnis, dass ich zunächst rechtliche Schritte einleiten muss." inFranken.de hat bereits am Freitagmorgen (24. April 2026) bei Avaion um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb aber bisher unbeantwortet.
Veranstalter sagen Auftritte von "Avaion" ab
Einige Veranstalter reagieren prompt auf die Anschuldigungen und sagen geplante Auftritte von "Avaion" ab. Am Donnerstag (23. April 2026) veröffentlichte etwa der offizielle Account des "Openbeatz"-Festivals in Herzogenaurach ein Statement. "Liebe Open Beatz Community, die letzten 24 Stunden waren auch für uns sehr intensiv. Wir haben uns ausführlich mit den schwerwiegenden Vorwürfen und den veröffentlichten Belegen beschäftigt. Deshalb haben wir entschieden, AVAION mit sofortiger Wirkung aus dem Line Up zu streichen...", heißt es in einem Instagram-Post.