Das befürchtete Unwetter hat den Westen Deutschlands erreicht. Einige Autobahnen waren spiegelglatt. In mehreren Bundesländern blieben Schüler im Distanzunterricht.
Starker Regen hat auf den gefrorenen Böden vor allem im Westen Deutschlands für gefährlich glatte Straßen gesorgt. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur sehr langsam voran. Im Sauerland wurde die Polizei zu einigen Unfällen alarmiert. Der Winterdienst war überall im Dauereinsatz.
Am Frankfurter Flughafen wurden am Morgen wegen Schnee und Glatteis rund 100 Flüge gestrichen. Bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu Einschränkungen bei Regionalzügen in Niedersachsen und Hamburg. Im Fernverkehr drosselte die Bahn auf einigen Strecken die Geschwindigkeit der Züge. Insgesamt habe man einen guten Betriebsstart am Morgen erlebt, sagte aber eine Sprecherin.
Für weite Teile Deutschlands gilt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Während sich die Situation etwa am Niederrhein schon wieder entspannte, gilt die Warnung des DWD etwa für Erfurt noch bis 22.00 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe «Gefahr für Leib und Leben».
Schulen zu - aber keine Ferien
Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr ebenso geschlossen wie in Niedersachsen und in Bremen. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln. Auch in Hessen, Bayern und weiteren Bundesländern blieben zahlreiche Schulen zu.
Einen extra Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht: «Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten», betonte etwa die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.
Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.
Warmfront erreicht Ballungsgebiete schon in der Nacht
Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln, Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.