London: Apps sollen Teenager nachts automatisch aussperren

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Social Media
Soziale Medien machen Kinder unglücklich, sagte der britische Premierminister Keir Starmer. (Symbolbild)
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Elisa Schu/dpa/dpa-tmn

Großbritannien will im kommenden Jahr ein umfangreiches Social-Media-Gesetz einführen. Zu dem Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren kommen weitere Maßnahmen für ältere Teenager hinzu.

Die britische Regierung plant weitere Einschränkungen bei der Nutzung von sozialen Medien für Teenager. Für 16- und 17-Jährige sollen in den entsprechenden Apps standardmäßig nächtliche Nutzungsbeschränkungen von Mitternacht bis 6.00 Uhr am Morgen aktiviert sein. Zudem sollen Funktionen, die dazu verleiten, länger auf den Plattformen zu bleiben, standardmäßig deaktiviert sein, wie die Regierung mitteilte.

«Diese Maßnahmen werden entscheidend dazu beitragen, dass junge Menschen ausreichend schlafen, sich besser auf Schule und Ausbildung konzentrieren und mehr wertvolle Zeit mit Familie und Freunden verbringen können», sagte Technologieministerin Liz Kendall. Ein weiteres Maßnahmenpaket soll zu einem sichereren Umgang mit KI-Chatbots führen.

Verbot für jüngere Teenager ab 2027

Die Einschränkungen sind Teil eines großen Gesetzespaketes, das im Kern ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige vorsieht. Das Gesetz soll bis Weihnachten verabschiedet werden im Frühjahr 2027 in Kraft treten.

Die Einschränkungen für ältere Teenager sollen laut Mitteilung dazu führen, dass der Schutz nicht abrupt endet, sobald Jugendliche das 16. Lebensjahr erreichen. Zu den Funktionen, die zum Verbleiben auf den Plattformen einladen, zählen automatisch nacheinander abgespielte Videos oder Feeds, die fortlaufend personalisierte Inhalte anzeigen.