Kirschgeschmack im Lipgloss, weiche Lippen: Wer Lippenpflegeprodukte benutzt, will sich und seinem Körper Gutes tun. Doch nach wie vor stehen Kosmetika in Deutschland im Verdacht, Krebs zu verursachen. Das ergab Untersuchung im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums in Nordrhein-Westfalen, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegt.

31 Produkte seien demnach untersucht worden. In neun dieser Kosmetika wurden aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen. Diese Stoffe gelten als krebsverdächtig.

Der Verbraucherschutzminister Johannes Remmel aus Nordrhein-Westfalen warnt in einem Interview mit dem BR, dass solche Stoffe nicht in Pflegemittel gehören. Für Kosmetika gibt es auf EU-Ebene keine Grenzwerte für die sogenannten MOAH-Gehalte, schreibt der Bayerische Rundfunk.


Sind mineralölhaltige Kosmetika nun gefährlich?

Noch ist nicht genau bekannt, wie hoch das Risiko für Verbraucher ist. Die Industrie hält die in Kosmetika nachgewiesenen Mengen für unbedenklich. Die Stiftung Warentest empfiehlt Verbrauchern hingegen, möglichst auf Kosmetika zu verzichten, wenn im Kleingedruckten der Verpackung Worte wie Paraffinum Liquidum, Petrolatum oder mikrokristallines Wachs zu lesen sind.