Fast jede ungeschützter Mensch, der Kontakt mit einem Erkrankten hat, steckt sich mit Windpocken an. Eine Schutzimpfung kann das Ansteckrisiko verringern.
Im Jahr 2015 erkrankten allein in Deutschland über 23.000 Menschen an Windpocken, deren Virus hauptsächlich durch eine Tröpfcheninfektion beim Niesen, Sprechen oder Husten - also "durch den Wind" - übertragen wird. Darauf macht aktuell GSK aufmerksam.
Windpocken äußern sich anfangs durch Fieber, Kopfschmerzen und juckende Hautbläschen. Bei gesunden Kindern verläuft die Krankheit meist ohne schwere Komplikationen, sie kann in schweren Fällen aber auch in eine Lungenentzündung übergehen oder eine Gürtelrose zur möglichen Spätfolge haben.
Fußballfieber ja - aber keine Chance den Windpocken!
Fast jeder, der noch keine Windpocken hatte und nicht gegen Varizellen geimpft wurde, steckt sich beim Kontakt mit einem erkrankten Menschen an - dazu reicht es sogar schon, sich nur mit ihm im selben Raum aufzuhalten. Wenn am 10. Juni 2016 die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich startet und viele Menschen gemeinsam den Fußballteams zujubeln, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch.
Eine Schutzimpfung verringert das Ansteckrisiko
Um dieses Risiko zu verringern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit 2004 eine Schutzimpfung für alle Kinder. Auch Jugendlichen, Frauen mit Kinderwunsch und Menschen mit bestimmten Erkrankungen, wie einer starken Neurodermitis, wird die Impfung empfohlen, wenn sie noch keine Windpocken hatten. Die Impfung kann vor einer Infektion schützen und auch die mögliche Folgeerkrankung Gürtelrose vorbeugen. Seit 2009 wird von der STIKO noch zu einer zweiten Impfdosis geraten - dann steigt die Schutzrate auf fast 100 Prozent an.