"Joints gegen Müll" - so simpel ist die Idee eine deutschen Hostelbesitzers auf Jamaika. Weil an den Stränden der Republik immer mehr Müll auftaucht und sich niemand darum kümmert, bläst der Auswanderer zum Gegenangriff. Und hat damit Erfolg.
Ein deutscher Hostelbesitzer auf der Trauminsel Jamaika hat die Nase voll von zu viel Müll. Deshalb hat er sich eine innovative Methode ausgedacht, um weitere Mitmenschen zum Müll-Aufsammeln zu animieren. Für jeden Eimer voller Müll spendiert der Umweltfreund einen Joint gratis.
Deutscher Auswanderer auf Jamaika: Zu viel Müll trübt Freude im Paradies
Der deutsche Auswanderer Marian Erbach lebt mit seiner Freundin Jessica und seiner kleinen Tochter Lou auf Jamaika. Anfang 2014 hat er sich mit der Eröffnung seines "Germaican Hostel" in Strandnähe einen Lebenstraum erfüllt. Seitdem bewirtet und beheimatet er dort Backpacker und Urlauber, die eine entspannte Zeit im Paradies verbringen möchten. Das Hostel liegt im Nord-Osten Jamaikas, oberhalb der Stadt Port Antonio.
Trotz der alltäglichen Traumkulisse am Strand begann Marian eine Sache schnell zu stören. Mit der Zeit stellte er fest, dass immer mehr Müll an den Strand angespült bzw. von den Badegästen dort hinterlassen wird. Das will er so nicht weiter stehen lassen und bläst zum Gegenangriff.
Joint für Müll: Marian entwickelt neue Strategie gegen den Müll
"Die Idee dazu kam auf natürliche Weise, denn der Müll ist überall", sagt der Auswanderer im Interview mit dem Nachrichtenportal "TAG24". "In letzter Zeit habe ich sehr viel zum Thema Müll und vor allem Plastikmüll recherchiert. Dabei bin ich häufiger auf Bilder gestoßen, auf denen stand: 'free coffee for bucket full trash' (zu deutsch: "ein Beutel voll Müll für einen Kaffee umsonst")."
Um die Idee auf Jamaika zum Erfolg zu bringen, bedurfte es nur einen kleinen Tausch. Jessica, Marians Freundin, gab den entscheidenden Hinweis und schlug vor, statt Gratis-Kaffee einfach Gratis-Joints zu verteilen. In Windeseile wurde die Idee zum Renner.