An jenen schicksalhaften Tag im Sommer 1983, als ihr Ehering in der Toilette verschwand, kann sich Heide Erne noch heute gut erinnern. "Wir kamen gerade aus dem Jugoslawien-Urlaub zurück", erzählt die 78-Jährige. Im Badezimmer passierte dann das Malheur, irgendwie rutschte der Ring vom verschwitzten Finger, fiel in die Kloschüssel und verschwand in der Kanalisation.

Das goldene Zeichen ihrer Liebe steckte damals bereits seit mehr als 20 Jahren an ihrem Ringfinger. Sie hatte den Ring seit ihrer kirchlichen Trauung am 9. April 1962 in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe-Durlach eigentlich nie abgelegt. Doch dann blieb all die Jahre nur der Blick vom Balkon aus auf den Kirchturm, der Heide Erne jeden Tag an den "heiligen Bund fürs Leben" erinnerte.


Erne ärgerte sich immer wieder über das Missgeschick

Immer wieder ärgerte sich die Seniorin in den vergangenen drei Jahrzehnten