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Essen: "Steeler Jungs" marschieren durch Innenstadt - wie gefährlich ist die Bürgerwehr?

In Nordrhein-Westfalen braut sich ein neues Bürgerbewusstsein zusammen. Eine Gruppe marschiert regelmäßig durch Stadtteile und tritt martialisch auf. Doch was wollen die "Steeler Jungs" eigentlich?
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Seit geraumer Zeit marschieren die "Steeler Jungs" durch Stadtteile in Essen (Nordrhein-Westfalen). Symbolbild: Christopher Schulz
Seit geraumer Zeit marschieren die "Steeler Jungs" durch Stadtteile in Essen (Nordrhein-Westfalen). Symbolbild: Christopher Schulz
"Steeler Jungs" marschieren seit Wochen durch Essen: Seit geraumer Zeit macht sich eine Gruppe rechter Hooligans in Essen (Nordrhein-Westfalen) bemerkbar. Regelmäßig marschieren die "Steeler Jungs" Donnerstagabends durch die Innenstadt des Essener Stadtteil Steele.

Formiert im Kollektiv, gekleidet wie der linksextreme schwarze Block mit einer uniformierten, martialischen Wirkung zeigen sie in Essen Präsenz. Erst vor zwei Wochen meldeten sich Bürger bei der Polizei, da ihnen die vermeintliche Bürgerwehr vor der Haustür bedrohlich erschien.


Wer sind die "Steeler Jungs"?

Von Seiten der Behörden heißt es, die Gruppe sei dem rechten Lager zuzuordnen. Bisher sind aber keinerlei Straftaten bekannt. Lediglich ein Fall ist den Beamten bekannt: Kürzlich randalierten mehrere Mitglieder der Gruppe in einer lokalen Kneipe.

Anfang Mai der bisher größte Polizeieinsatz rund um die Gruppe: Am Donnerstag (3. Mai 2018) fuhren rund 80 Mitglieder mit der S-Bahn in Richtung Borbeck (nordwestlicher Stadtteil von Essen) um dort zu patrouillieren. Da in diesem Fall besonders viele "Steeler Jungs" unterwegs waren, entschied die Polizei die Gruppe in der Fußgängerzone zu begleiten. Die Behörden machten aber deutlich, dass es sich keinesfalls um eine Demonstration handelte. Keiner der Beteiligten hatte Plakate hochgehalten oder Parolen skandiert. Nahezu wortlos marschierten sie durch die Essener Innenstadt.


Was ist das Ziel der Gruppe?

Nach Angaben der Beamten, sind zahlreiche Mitglieder der Hooligan- und Rockerszene zuzuordnen. Szenen, in denen sich durchaus gewaltbereite Menschen aufhalten. Gegenüber dem Lokalmedium "derwesten.de" betonte ein Polizeisprecher, dass man ein Auge auf die Gruppe haben und die Situation weiter beobachten werde.
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