Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie die Berliner Drag Queen sich den Mund zunäht. Dies tue sie aus Protest gegen Homophobie und Diskriminierung gegen Homosexuelle in Russland: "Die Gewalt in Russland gegen Schwule und Lesben nimmt entsetzliche Formen an, es wird Zeit, sich zu wehren und Position zu beziehen!", so Barbie Breakout auf ihrer Facebookseite.

In Russland gilt ein Verbot von "Propaganda" für Homo-, Bi- und Transsexualität. Gemeint sind damit etwa Demonstrationen für Toleranz und Bürgerrechte sowie das Zeigen von Plakaten und Regenbogenflaggen. Der Protest der Berliner Transsexuellen Barbie Breakout richtet sich auch gegen das faktische Verbot, über Homosexualität zu reden und ruft dazu auf, die Stimme gegen Homophobie und Diskriminierung zu erheben.

Das Gesetz gegen "Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen" droht auch Ausländern mit Geld- und Haftstrafen sowie mit der Ausweisung aus Russland, wenn sie Informationen zu Homosexualität weitergeben, an Demonstrationen teilnehmen oder Homosexualität unterstützen. Die russische Duma hatte das Gesetz im Juni 2013 ohne Gegenstimmen angenommen.

Das blutige Video, in dem sich Barbie Breakout den Mund zunäht, haben wir bewusst nicht eingebunden, da es auf Youtube nur ab 18 freigegeben ist. Daher verlinken wir nur auf das Video, weisen allerdings darauf hin, dass es auf einige Nutzer verstörend wirken könnte.