Passau
Leichenfund

Mysteriöser Armbrust-Fall von Passau und Wittingen: Ist ein Selbstmord mit Armbrust überhaupt möglich?

Fünf Menschen sind in Bayern und Niedersachsen gestorben. Ermittler versuchen, im Armbrust-Fall von Passau und Wittingen die Frage nach dem Warum zu klären. Ein Überblick zum aktuellen Stand des rätselhaften Falls.
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Am Montag fanden Ermittler in Rheinland-Pfalz zwei weitere Leichen. Am Samstag zuvor waren die Leichen in Passau entdeckt worden. Jetzt wurde eine weitere Wohnung durchsucht. Foto: Christophe Gateau/dpa
Am Montag fanden Ermittler in Rheinland-Pfalz zwei weitere Leichen. Am Samstag zuvor waren die Leichen in Passau entdeckt worden. Jetzt wurde eine weitere Wohnung durchsucht. Foto: Christophe Gateau/dpa

Der Armbrust-Fall von Passau und Wittingen bleibt ein Rätsel: Warum starben fünf Menschen? Waren die Armbrust-Pfeile verantwortlich für den Tod? Es gibt viele Gerüchte und jede Menge offene Fragen. Wie hängt alles miteinander zusammen? Ein Überblick zum aktuellen Stand des Falles und der Ermittlungen.

Update vom 16.05.2019: Dient eine Armbrust zum Selbstmord?

Im Passauer Armbrust-Fall soll ein Gutachten unter anderem die Frage klären, ob ein Mensch sich mit einer Armbrust selbst töten kann. "Wir sind uns sicher, dass das möglich war", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Donnerstag. "Es geht darum, das wasserdicht abzusichern." Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Alles deutet daraufhin, dass die 30-Jährige die beiden Zimmergenossen und dann sich selbst erschoss.

Update vom 16.05.2019: Polizei durchsucht weitere Wohnung

Noch immer ist der mysteriöse Armbrustfall nicht gelöst: Am Donnerstag wurde eine weitere Wohnung in Rheinland-Pfalz durchsucht worden. Diese gehörte dem Mann, der ebenfalls in der Pension in Passau tot aufgefunden wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte diese Durchsuchung angeordnet, weil die Ermittler nach weitere Hinweise auf die Verbindung des 53–Jährigen Wohungsbesitzers und der zwei toten Frauen gesucht haben. Es seien weitere Beweismittel sichergestellt worden, teilt die Deutsche Presseagentur am Donnerstagmittag mit.

Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Pension in Passau (Bayern) den 53-Jährigen sowie zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot gefunden. Zwei Tage später, am Montag dann, wurden in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen (Niedersachsen) die Leichen von deren Lebenspartnerin (35) und von einer 19-Jährigen entdeckt. Die Ursache für den Tod der 35-Jährigen und der 19-Jährigen in Wittingen sei weiter unklar, hieß es am Donnerstag. Die Ermittler gehen in diesem Fall von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus.

Update vom 16.05.2019: Ermittlungen dauern weiter an

Die Ermittlungen im Umfeld der zwei Frauen und des Mannes dauern an. In zwei bis drei Wochen sei mit einem Abschlussbericht zu rechnen, sagte ein Sprecher der dortigen Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Auch im niedersächsischen Wittingen geht die Arbeit der Ermittler weiter. Die Todesursache der beiden am Montag dort tot gefundenen Frauen war weiter unbekannt. Völlig unklar ist bislang das Motiv für das gesamte Geschehen.

Was ist in Passau passiert?

Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Passauer Pension in einem Zimmer einen 53-jährigen Mann und zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot gefunden. Der Mann und eine der Frauen lagen im Bett, die zweite Frau auf dem Boden. Die Ermittler stellten drei Armbrüste sicher. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem 53-Jährigen und den beiden 33 und 30 Jahre alten Frauen von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Demnach deutet alles daraufhin, dass die 30-Jährige die beiden Zimmergenossen und dann sich selbst erschoss.

Am Montag entdeckten Ermittler in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen in Niedersachsen zwei weitere Leichen. Deren Identität ist inzwischen auch geklärt. Bei einer 35-Jährigen handelte es sich laut Polizei um die Lebenspartnerin der 30-Jährigen. Die zweite Tote ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Wohnung lebte. Warum sich der Mann und seine beiden Begleiterinnen ausgerechnet Passau und speziell diese Pension aussuchten, ist weiterhin unklar. "Das liegt völlig im Dunklen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zuvor hielt sich das Trio jedenfalls in Österreich auf, wo es mindestens eine der drei Armbrüste kaufte. Das belege eine sichergestellte Quittung.

Zusammenfassung - Was wir wissen und was wir nicht wissen:

Was wir bisher wissen

- Die Identität der fünf Todesopfer: Der 53-Jährige und die 33-Jährige waren in einer Gemeinde im Westerwald in Rheinland-Pfalz gemeldet. Der Mann betrieb im nahe gelegenen Hachenburg einen Mittelalterladen. Die 30-Jährige lebte in Wittingen im Kreis Gifhorn in Niedersachsen und war laut Polizei Verkaufsleiterin in einer Bäckerei. Die 35-Jährige war dort als Grundschullehrerin tätig. Das fünfte Todesopfer ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Kleinstadt lebte. Der Fernsehsender RTL berichtete am Dienstagabend unter Verweis auf Ermittler, dass es sich bei der 19-Jährigen um eine seit mehreren Jahren vermisste Jugendliche handeln dürfte. Deren Eltern berichteten im Interview, wie ihre Tochter den 53-Jährigen im Kampfsportclub kennenlernte und wenig später den Kontakt zur Familie abbrach. Die Zeitung "Bild" zitierte am Abend einen Mann, der ebenfalls von seiner Begegnung mit dem 53-Jährigen berichtete. Demnach hatte er dem 53-Jährigen vorübergehend einen Pferdehof verpachtet. Die Frauen sollen sich dem 53-Jährigen gegenüber auffallend unterwürfig verhalten haben.

- Die Verbindung der fünf Personen untereinander: Bekannt ist, dass der 53-Jährige und die 33-Jährige an derselben Adresse gemeldet waren. Dort war bis vor zwei Monaten laut Staatsanwaltschaft auch die 30-Jährige gemeldet. Die 35-jährige und die 30-jährige Frau waren ein Paar. Die 19-Jährige lebte auch in deren Wohnung. Medienberichten zufolge sollen sie der Ritter- und Mittelalter-Szene angehört haben. Der Passauer Staatsanwaltschaft war darüber nach Angaben eines Sprechers nichts bekannt.

- Die Todesursache der am Samstag in Passau gefundenen zwei Frauen und des Mannes: Die Obduktion ergab, dass der Mann und die 33-jährige Frau, die Hand in Hand in einem Bett lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet wurden. Bei der 30-Jährigen, die auf dem Boden lag, war laut Staatsanwaltschaft ein Schuss in den Hals tödlich.

- Was sich in dem Passauer Pensionszimmer abgespielt hat, lässt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus dem Obduktionsergebnis heraus zumindest deuten: Demnach hat die 30-Jährige erst die beiden anderen und dann sich selbst erschossen. Die Behörde geht von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Es gebe keine Hinweise darauf, dass eine vierte Person an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnte. Auch seien bei keiner der drei Leichen Kampf- oder Abwehrspuren gefunden worden.

- Weitere Indizien für einen erweiterten Suizid: In dem Pensionszimmer fanden die Ermittler zwei Testamente, die von den beiden Personen im Bett stammten. Der Mann und die zwei Frauen checkten am Freitagabend in der Pension ein und nahmen lediglich die drei Armbrüste mit ins Zimmer. Reisegepäck oder Zahnputzzeug fand sich in dem Zimmer laut Staatsanwaltschaft nicht.

- Der Todeszeitpunkt der am Montag in Wittingen gefundenen beiden toten Frauen liegt laut Hildesheimer Staatsanwaltschaft bereits einige Tage zurück.

Was wir nicht wissen

- Die Todesursache der zwei in Wittingen gefundenen Frauen: Die Leichen der beiden 19 und 35 Jahre alten Frauen lagen in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen, die wiederum in Passau starb. Die beiden Leichen wiesen laut Polizei keine Anzeichen auf äußere Gewalteinwirkung auf. Pfeile und Armbrüste wurden nicht gefunden. Auch am Mittwoch konnten die Ermittler zur Todesursache zunächst nichts Neues berichten.

- Woher genau sich die fünf Personen kannten - möglicherweise stammten alle fünf ursprünglich aus Rheinland-Pfalz und hatten sich dort kennengelernt. Die Ermittler machten dazu am Mittwoch keine näheren Angaben.

- Das Motiv liegt noch im Dunkeln. Die Hintergründe für den Tod der vier Frauen und des Mannes sind weiterhin völlig unklar. Die Ermittlungen im Umfeld der zwei Frauen und des Mannes dauern an. In zwei bis drei Wochen sei mit einem Abschlussbericht zu rechnen, sagte ein Sprecher der dortigen Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

- Nicht bekannt ist,welche Art Armbrust die drei Beteiligten in Passau verwendeten. Zumindest eine der drei gefundenen Waffen hatten sie zuvor in Österreich gekauft, wie ein Sprecher der Passauer Staatsanwaltschaft sagte. Das belege eine Quittung. Es habe sich um eine moderne Armbrust gehandelt.

- Warum der 53-Jährige und seine Begleiterinnen ausgerechnet Passau und speziell diese Pension für ihr Vorhaben ausgewählt haben, ist laut Staatsanwaltschaft noch ein Rätsel. Zuvor waren sie jedenfalls in Österreich.

Rückblick: Der Armbrust-Fall in der zeitlichen Abfolge der Meldungen

Nur langsam kommt Licht in das Dunkel des Falles. Ein Überblick über die Entwicklungen der letzten Tage.

 

 

Update vom 14.05.2019: Tötung auf Verlangen?

Laut einer aktuellen Meldung der Deutschen Presse Agentur geht die Staatsanwaltschaft in dem "Armbrust-Fall" von Tötung auf Verlangen beziehungsweise einem erweiterten Suizid aus. Im mysteriösen Passauer Armbrust-Fall ist die Identität der beiden tot in Niedersachsen gefundenen Frauen geklärt. Bei der einen Toten in Wittingen handelt es sich um die 35 Jahre alte Lebenspartnerin der 30-Jährigen, die in Passau starb. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die zweite in Wittingen entdeckte Tote ist eine 19-Jährige, die in dem Ort gemeldet war. In welcher Beziehung sie zu dem Frauenpaar stand, war zunächst unklar.

Die Leichen wurden am Dienstag obduziert. Es gebe keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkungen, sagte ein Polizeisprecher. Die 35-Jährige war ihm zufolge Grundschullehrerin, die 30-Jährige Bäckerei-Verkaufsleiterin. "Die Todesursache steht noch nicht fest", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Dienstag. Nach ersten Erkenntnissen liegt der Todeszeitpunkt einige Tage zurück. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Die Leichen der 35-Jährigen und der 19-Jährigen waren in der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert worden. Die Polizei hatte beide Leichen entdeckt, als sie der Frau die Nachricht überbringen wollte, dass ihre Lebenspartnerin in Passau gestorben sei.

Weiteres Update vom 14.05.19: Vorläufiges Obduktionsergebnis liegt vor

Dem vorläufigen Obduktionsergebnis nach, wurden der Mann und die Frau, die gemeinsam in einem Bett in der Passauer Pension lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet. Dies teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Passau am Dienstagvormittag mit. Bei der 30-Jährigen, die in dem Zimmer auf dem Boden lag, sei ein Schuss in den Hals sofort tödlich gewesen. Bei den beiden Toten, die im Bett lagen, hätten zudem weitere Pfeile im Körper gesteckt, die jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien.

Keine der Leichen soll Kampf- oder Abwehrspuren aufgewiesen haben. Zudem seien in dem Pensionszimmer zwei Testamente gefunden worden, die von den beiden im Bett liegenden Personen stammten, sagte der Sprecher. Die genauen Todesumstände sind weiterhin unklar.

Update vom 14.05.2019: Spur führt in die Mittelalter-Szene

Rund um die Leichenfunde von Passau dringen immer weiter verstörende Details an die Öffentlichkeit. Wie die Bild unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Passau berichtet, führt die Spur der Ermittler in die Mittelalter-Szene: Die drei zunächst gefundenen Leichen seien demnach Mitglieder in einem "internationalen Ritterverein" gewesen. Dieser habe unter anderem Turniere veranstaltet.

Laut dem Bericht legte das tote Trio in Passau einen Zwischenstopp auf der Heimreise aus Österreich ein. Dort habe man die Armbrüste gekauft, welche später in der Passauer Pension gefunden wurden. Ermittler sollen zudem Testamente auf dem Bett gefunden haben.

Derweil wird am Dienstag (14. Mai 2019) das Obduktionsergebnis der Leichen erwartet.

Passau: Alltag kehrt in Pension ein

Es ist ein gruseliges Szenario: In einer einsam gelegenen Pension in Passau finden Mitarbeiter drei Leichen in einem Gästezimmer, dann entdecken Ermittler in der Wohnung einer der Toten in Niedersachsen zwei weitere leblose Frauen. Die drei Pensionsgäste in Passau starben offenbar durch Pfeile. Die Polizei stellt drei Armbrüste sicher. Informationen zu den Todesumständen der beiden Frauen im niedersächsischen Wittingen gab es zunächst nicht. Die Kripo ermittelt. Viele Fragen sind in diesem mysteriösen Fall noch offen.

Während in der Passauer Pension bereits am Sonntag schon wieder so etwas wie Alltag eingekehrt war, läuft am Montag in Wittingen die Arbeit der Polizei auf Hochtouren. Das Fachwerkhaus, in dem die Leichen gefunden wurden, ist mit einem Flatterband abgesperrt.

Fünf Tote in mysteriösem Fall: Was ist passiert?

In der Kleinstadt im Landkreis Gifhorn herrscht nach dem Fund der Leichen Betroffenheit. Anwohner rätseln, was passiert sein könnte. Bei einer der beiden toten Frauen handelt es sich einem Polizeisprecher zufolge vermutlich um die Lebenspartnerin einer tot in Passau entdeckten 30-Jährigen. Diese soll Anwohnern zufolge Lehrerin und stets auffällig schwarz gekleidet gewesen sein.

Was sich in der Pension und in der Wohnung abgespielt haben könnte, liegt noch im Dunkeln. Eine Obduktion der Leichen soll Hinweise darauf geben. In den Leichen eines 53-Jährigen und einer 33-Jährigen in Passau steckten mehrere Pfeile, wie der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler sagte. Die beiden lagen Hand-in-Hand in einem Doppelbett. Die tote 30-Jährige lag auf dem Boden des Gästezimmers und hatte einen Pfeil im Körper stecken. Ein Abschiedsbrief sei in der Pension nicht gefunden worden, auch kein Reisegepäck.

Rückblick: Die Entwicklung des Falls in den letzten Tagen

Update vom 13.05.2019: Zwei weitere Leichen gefunden

Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei Leichen in Niedersachsen gefunden. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der Passauer Opfer in Wittingen (Landkreis Gifhorn) entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Montag. Die Kriminalpolizei Gifhorn solle zu Hintergründen und Identität der Frauen ermitteln, teilten die Ermittler in Niederbayern mit. Welche Rolle die Armbrüste spielen, ist nach wie vor unklar.

Das Haus, in dem die Leichen in Wittingen gefunden wurden, war am Montagnachmittag mit einem Flatterband abgesperrt. Mehrere Ermittler betraten nacheinander das Gebäude - ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einem leerstehenden Geschäft im Erdgeschoss. Bei einer der beiden dort gefundenen Toten handelt es sich einem Polizeisprecher zufolge vermutlich um die Lebenspartnerin einer tot in Passau entdeckten 30-Jährigen. Wie die beiden Fälle zusammenhängen, war noch unklar.

 

 

Update vom 13.05.2019: Zwei Tote lagen im Bett

Die örtliche Polizei hat am Montagvormittag (13. Mai 2019) neue Erkenntnisse bekannt gegeben: Demnach wurde im Zimmer eine zweite, unbenutzte Armbrust in einer Tasche gefunden. Zudem lagen der 53-Jährige sowie die 33-Jährige gemeinsam im Bett, als sie tot gefunden wurden.

Der 30-Jährige lag tot auf dem Boden. Die Obduktionen der Leichname soll im Laufe des Montags stattfinden. Mit dem Ergebnis ist am Dienstag zu rechnen.

Update vom 13.05.2019: Obduktion soll Klarheit bringen

Derzeit ist noch unklar, was mit den drei Leichen im niederbayerischen Passau passiert ist. Eine Obduktion soll am Montag (13. Mai 2019) neue Details ans Licht bringen.

Update vom 12.05.2019: Polizei bestätigt Pfeile in den Körpern der Toten

Bei den drei Toten in einer Pension in Passau sind Pfeile in den Körpern gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leichen an, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag die Toten in einem Zimmer entdeckt. Die Polizei stellte dort zwei Armbrüste sicher. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen gebe es nicht.

Was sich dort zuvor abgespielt hat, ist noch unbekannt. Fragen, ob sich möglicherweise zwei Beteiligte gegenseitig erschossen haben oder sich eine Person selbst erschossen hat, blieben zunächst offen.

Bei den Toten handelt sich um einen 54-jährigen Mann sowie um zwei Frauen im Alter von 33 und 30 Jahren. Sie stammen den Angaben zufolge aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz und hatten sich am Freitag in der Pension eingemietet. In welchem Verhältnis sie zueinander standen, war ebenfalls unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Ursprüngliche Meldung vom 11.05.2019: Drei Tote in Pension gefunden

Angestellte einer Pension in Unteröd im Ilztal (Ortsteil von Passau) in Niederbayern haben am Samstag in einem Gästezimmer drei Leichen gefunden. Die Einsatzkräfte der Polizei Passau fanden im Zimmer der Toten außerdem zwei Armbrüste.

Die Opfer stammen laut Polizeiangaben aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Sie hatten sich laut Polizeibericht am Freitag in der Pension eingemietet. Was in dem Zimmer vorgefallen ist und ob die beiden Armbrüste Teil der tragischen Ereignisse war, ist laut Polizei noch nicht bekannt. Außerdem sei noch völlig offen, in welchem Zusammenhang die Personen gestanden hätten.