Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Empfang für die G7-Staats- und Regierungschefs mit Trachtlern gegen viel Kritik, Spott und Häme etwa in sozialen Netzwerken verteidigt. "Zu Bayern gehört das einfach dazu: Modernität, aber auch Brauchtum", sagte der CSU-Chef am Montag (27. Juni 2022) in München.

"Das ist Teil unserer Lebenskultur." Söder fügte hinzu: "Mag sein, dass dem einen oder anderen das nicht so gefällt – also allen Gästen, die da waren, hat es super gefallen." Er nannte unter anderem US-Präsident Joe Biden, der ebenfalls auf diese Weise am Münchner Flughafen begrüßt wurde.

Spott und Häme in den sozialen Medien

Söder verwies auf das Oktoberfest, wo vor Corona jedes Jahr sechs Millionen Menschen gekommen seien - dort habe sich auch niemand an den Menschen in Trachten gestört. "Wenn man nach Bayern kommt, dann gehört das einfach dazu. Bayern ist ein bisschen anders als anderswo. Deshalb kommt man ja auch so gerne zu uns." Söder dankte ausdrücklich allen Trachtlern, Gebirgsschützen und Kapellen, die die G7-Chefs in den vergangenen Tagen Willkommen geheißen hätten. "Wem es nicht gefällt, der klickt halt einfach was anderes an", empfahl er.

Söder postete am Wochenende Bilder vom Empfang der Staats- und Regierungschefs. Diese lösten in den Kommentarspalten eine Welle des Spottes aus. Vor allem an Söders Kleiderwahl störten sich offenbar zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer bei Instagram. "Das Outfit ist irgendwie komisch zusammen gestellt" oder "Der Janker und die Krawatte bast net zamm" sind noch die harmloseren Kommentare. Doch nicht nur am Janker störten sich einige Kommentatoren, sondern auch an Söders beiger Hose ließen sie kein gutes Haar. "Herr Söder, bei allem Respekt.. ich hätte an ihrer Stelle eine andere Hose gewählt", schreibt eine Nutzerin. 

"Lieber Herr Söder Ihre Garderobe ist sehr mangelhaft(immer) bitte schicker kleiden", fordert eine andere Userin bei Instagram. "Wer hat den Maggus denn angezogen? Der schaut vielleicht zerlumpt aus", fällt das harte Urteil einer anderen Kommentatorin aus.

red/dpa