Randersacker
Schwerer Autobahnunfall

Lkw-Fahrer blockiert A3-Rettungsgasse, weil er pinkeln muss - Junge (1) bei Unfall schwer verletzt

Auf der A3 ist es am Dienstagvormittag zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem drei Menschen schwer verletzt wurden. Die Autobahn war auf beiden Seiten voll gesperrt. Erst am späten Nachmittag war jeweils eine Fahrspur wieder befahrbar.
Artikel drucken Artikel einbetten

Schwerer Unfall auf der A3 in Franken - Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden: Am Dienstagvormittag (4. Juni 2019) ist es auf der A3 bei Würzburg (Unterfranken) zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Vier Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Laut Informationen der örtlichen Polizei krachten dabei ein Lkw und ein Wohnmobil ineinander. Der Sattelzug durchbrach daraufhin die Mittelleitplanke und kollidierte mit einem Auto. Der schwere Unfall ereignete sich gegen 11.45 Uhr zwischen den A3-Anschlussstellen Würzburg-Heidingsfeld und Würzburg-Randersacker.

Update vom 5. Juni 2019: Lkw blockierte die Rettungsgasse

Im Nachgang des Unfalls berichtet die Polizei Unterfranken auf Facebook über einen frustrierenden Zwischenfall in der Rettungsgasse. Dass keine richtige Rettungsgasse gebildet wurde, sei leider fast alltägliches Bild, wie die Beamten resigniert feststellten. Zu Fuß mussten sich die Feuerwehr-Kräfte zur Unfallstelle vorarbeiten und die Fahrzeugführer direkt ansprechen, bis sie endlich zur Seite fuhren.

"Was jedoch dann passierte, war an Dreistigkeit nicht zu überbieten", schimpfen die Beamten. Ein Lkw erkannte die Gelegenheit und nutzte die gerade gebildete Rettungsgasse, um schneller zur nächsten Rastanlage zu kommen. Mit seinem 38-Tonner blieb er aber in der Rettungsgasse stecken und blockierte diese wieder.

Sein Grund: Laut dem Bericht der Beamten wollte er auf die Toilette gehen und sah es deswegen gerechtfertigt, die Rettungsgasse für sich zu nutzen - von Reue keine Spur.

A3 bei Würzburg: Lkw kracht nach Wohnmobil-Crash in Gegenverkehr

Der Zusammenprall zwischen dem Sattelzug und dem Wohnmobil passierte in Fahrtrichtung des mittelfränkischen Nürnbergs. Durch den Crash im Gegenverkehr wurde das Auto von der A3 abgedrängt und stürzte eine Böschung hinab. Der Wagen landete schließlich auf dem Dach. Der Lkw kam gerade noch vor der steilen Böschung zum Stehen. Laut Polizei drohte der Lkw zwischenzeitlich die Böschung hinabzustürzen.

Familie aus Mittelfranken schwer verletzt: Chaos auf der A3

Im verunglückten Auto saß eine Familie aus dem mittelfränkischen Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim: Der 41-jährige Fahrer, eine 35-jährige Frau sowie ein einjähriger Junge wurden schwer verletzt. Sie wurden mit einem Rettungshubschrauber beziehungsweise einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht, um dort medizinisch versorgt zu werden. Wie die örtliche Feuerwehr berichtet, konnten sich zwei der drei Verunglückten selbst aus dem Wagen befreien. Eine Person musste durch die Einsatzkräfte befreit werden.

Im Wohnwagen, der mit dem Lkw kollidierte saß ein Ehepaar aus dem Landkreis Rosenheim. Der 76-Jährige und die 70-Jährige kamen mit dem Schrecken davon. Auch der Lkw-Fahrer (39), der aus dem niedersächsischen Cloppenburg stammt, kam mit dem Schrecken davon. Er kam vorsorglich in ein Krankenhaus und wird doch beobachtet.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis in den späten Dienstagnachmittag hinein. Laut Informationen der Polizei wurde gegen 16.45 Uhr in beiden A3-Fahrtrichtungen jeweils ein Fahrstreifen wieder freigegeben.

Mehr lesen Sie auf inFranken.de: Oberfranken: Mann hat Schwächeanfall und fährt in Gegenverkehr

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.