Schwabach
Großeinsatz

Substanz sorgt für Großeinsatz in Franken

In Schwabach ist ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage von inFranken.de. Acht Menschen wurden durch eine unbekannte Substanz verletzt.
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Update vom 18.08.19: Unbekannte Substanz analysiert

Wie nachfolgender Meldung berichtet, kam es am vergangenen Mittwoch (14.08.2019) in Schwabach zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr, weil im Zuge eines Nachbarschaftsstreits eine unbekannte flüssige Substanz für mehrere Verletzte gesorgt hatte. Inzwischen wurden genommene Proben untersucht und analysiert.

Die Kriminalpolizei Schwabach ließ entsprechende Proben der verschütteten Flüssigkeit beim Bayerischen Landeskriminalamt auf deren Zusammensetzung untersuchen. Die Fachleute teilten nun mit, dass die Flüssigkeit ausschließlich Inhaltsstoffe eines handelsüblichen Haushaltsreinigers beinhalte.

Die Ermittlungen der Kripo Schwabach zu den Hintergründen des Ereignisses dauern noch an. Die verletzten Personen sind inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung.

Ursprüngliche Meldung vom 14.08.19: Großeinsatz in Schwabach

Bei einem Nachbarschaftsstreit sind acht Menschen mit einer unbekannten Flüssigkeit verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde am Tatort in Schwabach nahe Nürnberg eine unbekannte Substanz gefunden - fünf Anwohner, zwei Polizeibeamte und ein Feuerwehrmann kamen mit Atemwegsreizungen und Übelkeit am Mittwoch ins Krankenhaus.

Einen Tag nach dem Vorfall war noch unklar, um welche Substanz es sich gehandelt hatte. "Die Flüssigkeit wurde vollständig sichergestellt, nun muss im Labor ermittelt werden, was es war", sagte Polizeisprecher Michael Hetzner am Donnerstag. "Mit dem Ergebnis rechnen wir erst in den nächsten Tagen."

Auch was sich genau am Tatort abgespielt hatte, war zunächst noch Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchung. "Wir ermitteln aber gegen einen Mann wegen gefährlicher Körperverletzung."

Die Feuerwehr hatte nach dem Vorfall das Areal großräumig abgesperrt. Insgesamt waren 150 Einsatzkräfte vor Ort. Primäre Aufgabe war es, die Substanz zu sichern und die Stellen, die mit dieser in Berührung kamen, zu dekontaminieren. "Das ist jetzt geschehen und ein zweiter Feuerwehr-Trupp wird das noch einmal kontrollieren. Wenn die Überprüfung abgeschlossen ist, läuft der Einsatz vor Ort so langsam aus", erklärt Michael Hetzner die Lage vor Ort.

Polizei wird zu Nachbarschaftsstreit gerufen

Der Einsatzgrund war laut Polizei Schwabach ein Nachbarschaftsstreit, zu dem die Polizei gerufen wurden. Daraus entwickelte sich aber mehr: Eine unbekannte Substanz wurde während des Einsatzes versprüht. Die Dämpfe der Substanz führten zu den Verletzungen.

Ob der Mann die Substanz hätte besitzen dürfen und wie diese auf sein Grundstück gelangen konnte - die Antworten auf diese Fragen, "wären zum aktuellen Zeitpunkt reine Spekulation", sagt der Pressesprecher der Polizei Mittelfranken. Gegen den tatverdächtigen Mann wird jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Er wird auch von der Kriminalpolizei verhört. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mit großem Aufwand versucht die Feuerwehr vor Ort die Substanz zu bergen. Da man bei der Bergung nicht genau wusste, um welche Substanz es sich bei der Flüssigkeit handelt, mussten die Einsatzleute mit großer Vorsicht agieren.

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