Wiesentheid/Ochsenfurt Beim Blick auf die neue Basketball-Saison ergeben sich so manche Parallelen, wenn man die Männer des TSV Wiesentheid und die Frauen des TV Ochsenfurt vergleicht. Beide sehen ihr zukünftiges Potenzial im eigenen Nachwuchs. Beide sind nun dabei, nach einigem Personalwechseln eine neue Mannschaft zu formen. Ein Lehrjahr gestehen die Trainer Gabriele Ilg (Ochsenfurt) und Klaus Perneker (Wiesentheid) ihren talentierten Schützlingen zu.

In Wiesentheid atmeten die TSV-Verantwortlichen auf, dass "Mister Basketball", Klaus Perneker, dem Lockruf des Zweitligisten aus Würzburg widerstand, dort als Trainer einzusteigen. "Das wäre schon eine reizvolle Geschichte gewesen", gibt Perneker zu, "aber nicht unter den Voraussetzungen." Bevor er sich auf das Wagnis in Würzburg einließ, erschien dem Studienrat für Chemie und Sport am Wiesentheider Gymnasium die Sache in Wiesentheid als vernünftigere Lösung. Dennoch, ein eventueller Einstieg in Würzburg hätte keinesfalls das Aus für den Basketball in der Gemeinde am Steigerwald bedeutet, das als Projekt mit dem Gymnasium verknüpft ist.

Perneker darf dort im Bereich der Männer-Mannschaft einen Neuaufbau starten, der ihn reizt. Denn nicht nur U20-Nationalspieler Dominik Schneider verließ den Verein. Auch Manuel Behringer, Johannes Geiger, Sebastian Hafner und noch einige andere werden aus Studiengründen nicht mehr eingreifen. Geblieben ist neben Perneker auch Christian Recker, der mit seinen Anfang 20 bereits eine erfahrene Stütze für die vielen jungen Talente sein soll. Darunter sind etliche, denen Perneker zutraut, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten.

Die Oberliga hält er mit den Frischlingen in näherer Zukunft für möglich. Er nennt Pascal Kraus, Alexander Behringer, die Martin Beck oder Rodelio Arcilla als Hoffnungsträger. Dahinter stehen noch weitere Talente in den Jugendmannschaften. Einen Vorteil wähnt Perneker, der die Truppe als Spielertrainer führt, darin, dass die Heimspiele nun wieder in der Trainingshalle am Gymnasium ausgetragen werden.

Ochsenfurts Trainerin Gabriele Ilg wollte nicht so recht in der Bezirksliga antreten. Ihre sportlich im Vorjahr eigentlich abgestiegene Mannschaft durfte aber dennoch drin bleiben, weil von oben niemand abstieg. Mit ganz jungen Kräften ging sie bereits am letzten Wochenende an den Start, der viel besser ausfiel, als erwartet. Trotz einiger Handicaps schlug sich die Mannschaft beim 40:54 gegen Marktheidenfeld ordentlich. "Wir haben ein Durchschnittsalter weit unter 20 Jahren. Drei Spielerinnen dürfen noch für die U16 spielen, der Rest ist noch für die U20 spielberechtigt." Als Talente nennt sie die erst 14-jährige Antonia Olschowa oder Anna und Lisa Friedrich, die schon bei den Frauen mitmischen. Ein Aufbau für die Zukunft ist auf dem Weg, bei dem "das Lehrgeld schon eingeplant ist."

Möglichst viel Erfahrung sammeln sollen die jungen Kräfte, wünscht sich Trainerin Ilg. Vor allem körperlich werde es für ihre Schützlinge schwierig werden, mitzuhalten. Als Ziel ist der Klassenerhalt vorgegeben. Die Richtung werde das Spiel gegen Aufsteiger Grombühl weisen.