VOLKACH

Mobilfunkmast in Volkach abgelehnt

Der beantragte Funkturm für den Mobilfunk im Bereich der Stadt Volkach fand im Bauausschuss des Stadtrates keine Freunde. Die deutsche Funkturm GmbH, die unter anderem für den Mobilfunkanbieter Vodafone Sendetürme betreibt, wollte an der Dr.-Carl-Friedrich-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Post einen neuen, 30 Meter hohen Betonmast aufstellen. Samt Aufbauten wäre der Mast dann 36,5 Meter hoch.
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Der beantragte Funkturm für den Mobilfunk im Bereich der Stadt Volkach fand im Bauausschuss des Stadtrates keine Freunde. Die deutsche Funkturm GmbH, die unter anderem für den Mobilfunkanbieter Vodafone Sendetürme betreibt, wollte an der Dr.-Carl-Friedrich-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Post einen neuen, 30 Meter hohen Betonmast aufstellen. Samt Aufbauten wäre der Mast dann 36,5 Meter hoch.

„Stimmen wir dem zu, haben wir das Ding für die nächsten 35 Jahre dort stehen“, sagte Bürgermeister Peter Kornell. Es regt sich auch reichlich Widerstand bei den Anwohnern, die darauf hinweisen, dass es sich um einen neuen Mast handelt, für den es keinen Bestandsschutz gibt. Im Bauantrag hatte die Funkturm GmbH gleich um die Befreiung von Festsetzungen gebeten. Die Baugrenze sollte um neun Meter nach Westen verschoben werden und die maximale Firsthöhe von neun Metern bei Gebäuden sollte aufgehoben werden.

In Obervolkach fündig geworden

Allein das sorgte bei den Ausschussmitgliedern für Stirnrunzeln. Gleichzeitig war ihnen bewusst, dass die Bevölkerung mit mobilem Telefonnetz zu versorgen ist. Deshalb hatte der Bürgermeister nach alternativen Standorten gesucht und ist in Obervolkach fündig geworden. Dort soll in Richtung Krautheim auf einer Anhöhe ein 45 Meter hoher Sendemast errichtet werden. Dort könnte sich auch die Funkturm GmbH einbringen und ihre Module für den Mobilfunk anbringen. Möglich sei laut Kornell auch der Standort Gaibacher Berg oder ein kleines Waldstück im Bereich des Trimm-dich-Pfades.

Letztlich aber hatte der Ausschuss nur über den Antrag der Funkturm GmbH zu befinden: Einstimmig versagte das Gremium diesem Antrag sein Einvernehmen.

Einstimmig hingegen winkte das Gremium den Bauantrag der Firma Aldi auf Neubau der Filiale samt dm-Drogeriemarkt durch. Letztlich war dies eine Formsache, war doch in mehreren öffentlichen Ratssitzungen der Bau besprochen worden. Aldi wird sich auch finanziell am Bau des Kreisverkehrs an „seiner“ Kreuzung beteiligen. Ein Arm der Kreuzung führt direkt auf den Parkplatz von Aldi und von dort ohne Unterbrechung weiter ins Industriegebiet „Am Seelein“. Diese Straße gehört Aldi, ist aber öffentlich gewidmet und darf jederzeit befahren werden. Um den Aldi- und den Drogeriemarkt zu bauen, muss das Gebäude des leerstehenden Sanitärgroßhandels abgerissen werden. Es ist im Besitz von Aldi.

Sobald dort alles fertiggestellt ist, wird das bestehende Aldi-Gebäude abgerissen und macht Platz für 101 Parkplätze, bei denen schon der normale Platz 2,75 Meter breit sein wird.

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