DETTELBACH

Holzhalle muss weg

Bei Schwarzbauten bleiben die Dettelbacher Stadträte hart.
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Am Donnerstagabend bewilligte der Bauausschuss für eine ohne Genehmigung gebaute Holzhalle in Neusetz keine Duldung, das Bauwerk muss entfernt werden.

Die Halle liegt, so die Auskunft der Verwaltung, eindeutig im Außenbereich. Laut Aussagen des Landratsamts könnte die Stadt die Genehmigung für die Holzliege zwar ablehnen, aber für längstens zehn Jahre dulden.

„Das würde Tür und Tor öffnen“, sagte Bürgermeisterin Christine Konrad, denn dann könnten auch andere Bauherren auf eine Duldung spekulieren, nachdem sie illegal gebaut haben.

Auch Marcel Hannweber sah eine Duldung kritisch, so dass am Ende alle Ausschussmitglieder die Halle ablehnten - sie muss nun in „angemessener Frist vollständig“ zurückgebaut werden.

Weitere Punkte der Sitzung:

Ein größeres Mehrfamilienhaus für betreutes Wohnen soll im Bereich der Scherenbergstraße in Dettelbach gebaut werden. Geplant sind insgesamt 31 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

Prinzipiell sieht der Bebauungsplan dort „Bauen für den Gemeinbedarf“ vor, ausreichend Stellplätze weist der Bauwerber in einer Tiefgarage unter dem Gebäude nach. Da einst quer über das Grundstück eine zwischenzeitlich abgebaute 20-Kilovolt-Stromleitung führte, mussten die Räte von der ehemals im Bebauungsplan geforderten Schutzfläche befreien.

Ein Discounter will in seinem Eingangsbereich „Am Sportplatz 1“ eine „Backvorbereitung mit Tiefkühlzelle und neuem Eingagskoffer“ bauen. Dem stimmten die Räte ebenso zu, wie der Errichtung einer neuen Einkaufswagenbox.

Schon im Juni 2016 hatte der Ausschuss beschlossen, in städtischem Besitz befindliche sanierungsbedürftige Bildstöcke zu restaurieren. An der Sanierung des Bildstockes an der Straße nach Neuses am Berg will sich Dieter Ofenhitzer finanziell beteiligen, so dass die Stadt nun die Sanierung dieses Objektes, das zudem umzustürzen droht, in Angriff nimmt. Die Kosten belaufen sich auf rund 4600 Euro.

Für den Lauf der Dettel zwischen der Bundesstraße und der Mündung im Main soll demnächst zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt ein Pflegekonzept erstellt werden.

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