Herzogenaurach
Flag-Football

Herzogenaurach von Wombats und Widdern bezwungen

Die Herzo Rhinos verloren ihre Premierenspiele, ziehen aber ein positives Fazit ihres ersten Auftritts in der Sportart.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hannes Staiger (li.) von den Herzo Rhinos wird von einem Spieler der Forstenried Deers attackiert, der versucht, dem Balltragenden eines der beiden Bänder aus der Hüfte zu ziehen.  Fotos: herzopress
Hannes Staiger (li.) von den Herzo Rhinos wird von einem Spieler der Forstenried Deers attackiert, der versucht, dem Balltragenden eines der beiden Bänder aus der Hüfte zu ziehen. Fotos: herzopress
+20 Bilder
Mit (Kevin) Kraft und (Daniel) Stark gingen die Herzo Rhinos in ihr erstes Flag-Football-Turnier, das die neu gegründete Mannschaft auf dem Sportplatz des ASV Herzogenaurach ausrichtete, doch trotz guter Athletik reichte es in drei Partien nicht für einen Sieg. "Wir haben uns nicht schlecht geschlagen", sagt Kevin Kraft (22) dennoch zufrieden. "Ich denke, dass die Erfahrung den Unterschied gemacht hat", erklärt der "Safety", der also nur zum Einsatz kommt, wenn der Gegner in Ballbesitz ist.

Immerhin unterlagen die Rhinos den Deers (Hirschen) aus Forstenried (12:13) und den Rams (Widdern) aus Nürnberg (12:19) knapp. Lediglich die Würzburger Wombats zeigten dem Neuling beim 47:18 in drei Mal 20 Minuten die Grenzen auf. Sechs Punkte gibt es wie beim Football für einen Touchdown. Anschließend hat die erfolgreiche Mannschaft die Chance, einen (von der Fünf-Yard-Linie) oder zwei Zähler (zehn Yards) nachzulegen.

Im Gegensatz zur Ursprungsvariante wird der balltragende Spieler nicht zu Boden geworfen. Ziel ist, ihm eines der beiden Bänder aus dem Hosenbund zu reißen. Einen Helm brauchen die jeweils fünf auf beiden Seiten Flag-Footballer deshalb nicht. Diesen Umstand nutzte Daniel Stark, um seine Gegner mit einer martialischen Gesichtsbemalung rund um die Augen einzuschüchtern.

Auch wenn das ergebnistechnisch nicht klappte, für die Zuschauer war es sicher ein Hingucker. "Es waren mehr Leute da, als wir gedacht hatten", berichtet Kraft. Für ihre erstmalige Organisation eines solchen Turniers - Daniel Stark kommentierte die anderen Partien sogar per Mikrofon - erhielten die Rhinos sowohl vom Publikum als auch von den Teilnehmern Lob. Um das Spielfeld von 45 Metern Länge (plus neun Meter Endzone) und 23 Metern Breite zu markieren nutzten die Herzogenauracher Kreide und Hütchen der Fußballer, die sonst am Weihersbach 4 zugange sind.

Obwohl Flag-Football die körperschonendere Form ist und als Einstieg in die Tackle-Variante gilt, mischten in Herzogenaurach nur drei Frauen mit. Die "Nashörner" sind bislang alle männlich. Aber das könnte sich bis zum nächsten Turnier ändern, denn das Team sucht noch Verstärkung. Training ist Montag und Mittwoch um 19 Uhr.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren