Marktgraitz

Marktgraitzer wollen nicht Lückenbüßer für die Marktzeulner sein

Unzufrieden zeigten sich Bürgermeister und die Gemeinderäte nicht bei der Marktgraitz Bürgerversammlung. Dennoch wird bei einigen geplanten oder gewünschten Projekten die Möglichkeit von Zuschüssen üb...
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Bürgermeister Jochen Partheymüller in der Diskussion mit den Bürgern von Marktgraitz  Foto: Roland Dietz
Bürgermeister Jochen Partheymüller in der Diskussion mit den Bürgern von Marktgraitz Foto: Roland Dietz

Unzufrieden zeigten sich Bürgermeister und die Gemeinderäte nicht bei der Marktgraitz Bürgerversammlung. Dennoch wird bei einigen geplanten oder gewünschten Projekten die Möglichkeit von Zuschüssen über das weitere Vorgehen mit bestimmen. Fast 40 Besucher waren gekommen, um über den Stand der gemeindlichen Belange zu reden.

Da in den letzten Jahren sehr sparsam gewirtschaftet wurde, besteht Optimismus. 2018 sei "ein zähes Jahr" gewesen, gab Bürgermeister Jochen Partheymüller zu bedenken. Trotz hoher bürokratischer Hürden sei einiges bewegt worden.

Demografisch schaut es nicht gut aus: Marktgraitz altert. Positiv wertete der Bürgermeister aber zum Beispiel die Tatsache, dass von der Straßenausbaubeitragssatzung betroffene Bürger nicht belangt wurden.

Das Wasserleitungsnetz müsse dringend überprüft werden und es seien Straßenerneuerungen angestrebt. Wegen der Unterbringung einer Arztpraxis in der alten Schule stehe man mit einer Arbeitsgruppe der Uni Erlangen und Ärzten in Kontakt.

Obwohl die Möglichkeiten schon durchgeplant wurden (Planungen der Räumlichkeiten oder Barrierefreiheit) erweise sich das Ganze als schwieriges Unterfangen.

Natürlich war auch ein möglicher Dorfladen Gesprächsthema bei der Bürgerversammlung. Aus den bisherigen Bemühungen, Gesprächen und Überlegungen gehe klar hervor, dass dieser nur Sinn mache, falls die gesamte Bevölkerung den Dorfladen haben wolle, stellte der Bürgermeister fest. Die Meinung der Bevölkerung war dazu, den Laden funktionell aufzubauen. Lottoannahmestelle, Café und Post zu integrieren, wäre sinnvoll. Laut Heinrich Geßlein gebe es die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der Caritas.

Klare Positionierung

Einmal mehr bezogen die Marktgaitzer ganz klar Stellung gegen die Stromtrasse P44mod, direkt an Marktgraitz vorbei. Die wird inzwischen nicht einmal mehr vom Betreiber Tennet gewollt, da keine Wirtschaftlichkeit gegeben sei.

Als weiteres Ärgernis zeigte sich die Verkehrssituation. Es könne nicht sein, dass in Marktzeuln die Ortsdurchfahrt auf zwölf Tonnen beschränkt werde und der Schwerlastverkehr donnere nun durch Marktgraitz, machte Bernd Müller seinem Unmut Luft. Genauso sah Claudia Denk die Situation am Kirchweihplatz, wo trotz Schulbusverkehr Raser unterwegs seien. Georg Herold vom Landratsamt will dazu Überprüfungen einleiten.

Angesprochen wurden einmal mehr die Probleme in der Stein achstraße. Die oftmals angesprochene Parkmoral verbessere sich überhaupt nicht.

Außerdem ärgern sich die Markgraitzer über freilaufende Hunde und deren Hinterlassenschaften.

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