Neuhaus
neuhaus.inFranken.de  Fünf ehrenamtliche Einsatzkräfte aus Anina-Steierdorf in Rumänien besuchten ihre Kollegen in Neuhaus.

Feuerwehren schließen Freundschaft

Osvaldo Nechita, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus, ist gebürtiger Rumäne. Bei seinem letzten Besuch in seiner alten Heimat hat er so von der Feuerwehr Neuhaus geschwärmt, dass der Kommandan...
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Bei einer geeminsamen Übung lernten die Rumänen für sie ungewohnte Werkzeuge kennen.
Bei einer geeminsamen Übung lernten die Rumänen für sie ungewohnte Werkzeuge kennen.
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Osvaldo Nechita, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus, ist gebürtiger Rumäne. Bei seinem letzten Besuch in seiner alten Heimat hat er so von der Feuerwehr Neuhaus geschwärmt, dass der Kommandant aus Anina-Steierdorf diese gerne kennenlernen wollte und eine Einladung nach Rumänien ausgesprochen hat. Die Führungskräfte aus Neuhaus haben diese Einladung zum Anlass genommen, die Feuerwehrleute aus Rumänien erst mal nach Deutschland einzuladen.

Neben dem Kommandanten Cristian-Liviu Mosoreceanu nahmen noch vier weitere Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Anina-Steierdorf die Einladung an. Die Begrüßung in Franken erfolgte traditionell rumänisch mit Brot und Salz und einem Gläschen Schnaps.

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Bei der Besichtigung des Hauses und der Fahrzeuge erfuhren die Neuhauser im Gegenzug sehr viel vom Alltag ihrer rumänischen Kollegen. Am Samstagvormittag standen die Besichtigung des Fischereimuseums und des Schlosses auf dem Programm sowie ein Mittagessen mit der fränkischen Spezialität "Schäuferle". Danach traf man sich beim Feuerwehrhaus mit der restlichen Mannschaft. Nachdem für jeden der Gäste die passende Schutzausrüstung gefunden war, konnte man mit der gemeinsamen Einsatzübung beginnen. Angenommen war ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person.

Unbekannter Unterflurhydrant

Die Feuerwehrler aus Anina haben zu Hause mehr mit Bränden zu kämpfen. Da sie auch nicht über das Werkzeug verfügen, das die Neuhauser verwenden, war für sie diese Übung etwas ganz Besonderes. Sie waren mit Feuereifer dabei und ließen sich alle Abläufe ganz genau erklären. Später am Abend bestand dann auch noch die Möglichkeit, einen Unterflurhydranten zu bedienen. Auch das war etwas Besonderes, da es diese in Anina-Steierdorf nicht gibt und die jüngeren Aktiven noch keinen gesehen hatten.

Nach der Übung und dem gemeinsamen Aufräumen ging es kurz nach Hause bzw. ins Hotel zum Umziehen. Gemeinsam zog man dann vom Feuerwehrhaus in die Kirche, voran die Vereinsfahne - flankiert von der deutschen und der rumänischen Flagge. Der ökumenische Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Jens Arnold und Pfarrer Thomas Ringer, griff natürlich das Thema des barmherzigen Samariters auf. Pfarrer Arnold schloss seine Predigt mit den Worten: "Wo auch immer die Feuerwehr hinfährt, seid gewiss, Jesus sitzt bei euch zwischen Fahrer und Beifahrer."

Nach dem Gottesdienst ging es wieder zurück ins Feuerwehrhaus, wo bereits eine fränkische Brotzeit wartete. Bevor man zum gemütlichen Teil überging, überbrachte Kommandant Erwin Bergner noch die Grüße des Bürgermeisters, der krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte, und übergab den Gästen als Geschenk seitens der Gemeinde jeweils eine Jacke mit Feuerwehr-Aufdruck. Vom Feuerwehrverein gab es noch ein Feuerwehr-Käppi dazu. Bevor die Kameraden nach dem Frühstück am Sonntag die lange Heimreise antraten, luden sie nochmals ganz herzlich zum Gegenbesuch ein. Waltraud Burkhardt



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