Sauberkeit im ganzen Haus - dafür sind nicht mehr als vier wesentliche Putzmittel notwendig. Welche Reiniger im Haushalt ausreichen, lesen Sie hier.
Die Regale in Drogerien und Supermärkten sind voll mit allerlei Putzmitteln für Küche, Bad, Fenster oder Böden - Spezialreiniger, Mittel mit extra Putzkraft und andere Wirkversprechen. Doch ein großer Putzschrank ist für einen sauberen Haushalt nicht unbedingt notwendig. Im Gegenteil: wenige, gezielt eingesetzte Reiniger sind für die meisten alltäglichen Verschmutzungen vollkommen ausreichend. Das spart nicht nur Platz im Putzschrank, sondern auch Geld und kann zugleich die Belastung für die Umwelt reduzieren. Welche vier Putzmittel im Grunde schon ausreichend sind, können Sie hier nachlesen.
Was im Putzschrank stehen kann – aber nicht muss
Fensterreiniger stehen in fast jedem Putzschrank, dabei sind sie nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern nicht unbedingt notwendig. Es reichen oftmals Wasser, ein Fensterabzieher und ein sauberes, trockenes Mikrofasertuch zum Nachpolieren aus. Bei fettigen Verschmutzungen kann eine kleine Menge Allzweckreiniger ins Wasser gegeben. Wer zu viel Reinigungsmittel nimmt, produziert dagegen oftmals eher die gefürchteten Streifen und Schlieren.
Auch ein gesonderter Küchen-, Bad-, Boden- und Fensterreiniger bedeutet nicht, dass sich Sauberkeit einfacher einstellen lässt. Entscheidend dafür sei vielmehr die Art der Verschmutzung, das Material und die richtige Anwendung. Das Verbraucherportal Bayern empfiehlt, zunächst mit Wasser und Tuch oder Bürste zu arbeiten und erst dann Reinigungsmittel einzusetzen, wenn die Verschmutzung das tatsächlich erfordert.
Für die üblichen Verschmutzungen in Küche, Bad und WC reichen klassische Reinigungsmittel nach Angaben des Umweltbundesamtes normalerweise aus. Auch Desinfektionsmittel gehören nicht unbedingt zur Grundausstattung. Desinfektionsmittel können in besonderen Situationen sinnvoll sein, etwa wenn eine entsprechende Infektionsgefahr besteht, Haustiere oder Menschen mit geringem Immunsystem im Haushalt leben. Dann ist ein Gebrauch im Einzelfall angemessen.
Weniger Reiniger bedeutet nicht weniger Sauberkeit
Sauberkeit im ganzen Haus hängt nicht allein vom Einsatz der Putzmittel ab. Beim Putzen wirken vier Faktoren zusammen: Reinigungsmittel, mechanische Unterstützung, Temperatur und Zeit. Sie können zum Beispiel eine Verschmutzung zunächst einweichen lassen oder mit Bürste und Tuch mechanisch lösen, um die Menge des Reinigers zu reduzieren. Am besten ist es, frische Verschmutzungen gar nicht erst eintrocknen zu lassen. Das empfiehlt auch das Umweltbundesamt.
Bei der Auswahl der Reinigungsmittel lohnt sich außerdem ein Blick auf die Kennzeichnung. Laut Umweltbundesamt erkennen Sie umweltfreundlichere Reinigungsmittel unter anderem am Blauem Engel oder EU-Ecolabel. Gleichzeitig sollten auch umweltverträglichere Produkte entsprechend der Dosieranleitung verwendet werden. Denn auch hier gilt: Mehr Reiniger führt nicht automatisch zu mehr Sauberkeit.
Wer auf die Umweltbilanz der Reinigungsmittel achten möchte, sollte auch bei der Anwendung von Hausmitteln vorsichtig sein. Das Umweltbundesamt warnt beispielsweise davor, Essigessenz als vermeintlich universellen Reiniger einzusetzen. Essigessenz kann ätzend wirken und empfindliche Materialien, zum Beispiel verchromte Armaturen, beschädigen.