69,99 Euro bei Lidl oder 459 Euro für die KitchenAid Artisan: Bei den Grundfunktionen liegen die beiden Maschinen näher beieinander, als der Preis vermuten lässt.
KitchenAid / Lidl / KI-bearbeitet
Die Silvercrest Retro 1973 hat eine fünf Liter große Edelstahlschüssel. Knethaken, Rühr- und Schneebesen sind bereits dabei.
Lidl / KI-bearbeitet
Die KitchenAid Artisan besitzt eine 4,7-Liter-Edelstahlschüssel und lässt sich mit zahlreichen Vorsätzen erweitern.
Silvercrest für 69,99 Euro oder KitchenAid für 459 Euro? Unser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede liegen und für wen sich der hohe Aufpreis lohnt.
Hefeteig kneten, Kuchenteig verrühren oder Sahne aufschlagen: Wer regelmäßig backt oder kocht, kommt an einer Küchenmaschine kaum vorbei. Doch muss es wirklich eine Premium-Maschine für mehrere Hundert Euro sein, oder erledigt auch ein günstiges Modell die wichtigsten Aufgaben zuverlässig?
Genau diese Frage stellt sich aktuell besonders: Lidl bietet die Silvercrest Retro 1973 für nur 69,99 Euro an, während die KitchenAid Artisan5KSM125 beim Hersteller 459 Euro kostet. Der Preisunterschied beträgt satte 389,01 Euro. Doch rechtfertigen Verarbeitung, Leistung und Ausstattung den Aufpreis der KitchenAid wirklich oder ist die günstige Lidl-Küchenmaschine die bessere Wahl für preisbewusste Käufer?
Küchenmaschinen-Vergleich: Lidl-Schnäppchen gegen KitchenAid-Klassiker
Beide Küchenmaschinen kneten, rühren und schlagen auf. Die größten Unterschiede liegen bei der Teigmenge, den Geschwindigkeitsstufen und bei der Frage, wie vielseitig die Maschine später noch genutzt werden soll.
Silvercrest Retro 1973 vs. KitchenAid Artisan 5KSM125: Die wichtigsten Unterschiede
Preis: 69,99 Euro vs. 459 Euro
Motorleistung: 600 Watt vs. 300 Watt
Schüssel: 5 Liter vs. 4,7 Liter
Maximale Teigmenge laut Hersteller: 1,6 kg Hefeteig vs. 2 kg Brotteig
Geschwindigkeit: 8 Stufen plus Turbo vs. 10 Stufen
Erweiterbar: keine Erweiterung vorgesehen vs. zahlreiche Vorsätze erhältlich
Während die Silvercrest* beim Preis, der Motorleistung und dem Schüsselvolumen punktet, bietet die KitchenAid* mehr Ausbaumöglichkeiten und ist laut Hersteller für größere Teigmengen ausgelegt. So richtet sich die Lidl-Küchenmaschine eher an Gelegenheitsbäcker, die KitchenAid dagegen an Nutzer mit höheren Ansprüchen und langfristigen Erweiterungsplänen.
Silvercrest Retro 1973: Was bietet das Lidl-Modell für 69,99 Euro?
Die Silvercrest Retro 1973* bringt eine fünf Liter große Edelstahlschüssel mit und verarbeitet laut Lidl bis zu 1,6 Kilogramm Hefeteig. Für Pizza, Hefezopf, Kuchen oder kleinere Brotmengen ist damit ordentlich Platz vorhanden.
Zum Lieferumfang der Silvercrest Retro 1973 gehören:
Knethaken
Rührbesen
Schneebesen
Spritzschutz mit Einfüllöffnung
8 Geschwindigkeitsstufen
Turbofunktion
Planetenrührwerk
Damit sind die wichtigsten Werkzeuge fürs Backen schon dabei. Das Planetenrührwerk bewegt das eingesetzte Werkzeug durch verschiedene Bereiche der Schüssel und verarbeitet die Zutaten dadurch gleichmäßig.
600 Watt gegen 300 Watt: Was sagt die Leistung wirklich aus?
Auf dem Papier wirkt der Unterschied deutlich: Silvercrest gibt 600 Watt an, KitchenAid 300 Watt. Daraus folgt aber nicht, dass die Lidl-Maschine doppelt so kräftig knetet. Die Wattzahl beschreibt zunächst die Leistungsaufnahme des Motors. Beim Kneten kommt es auch darauf an, wie Motor und Getriebe zusammenarbeiten.
Ein sinnvollerer Anhaltspunkt ist deshalb die maximale Teigmenge. KitchenAid* nennt bis zu zwei Kilogramm Brotteig, Silvercrest bis zu 1,6 Kilogramm Hefeteig. Für normale Mengen beim Backen dürfte die Silvercrest damit gut ausreichen. Wer häufig große oder schwere Teige verarbeitet, hat bei der KitchenAid mehr Reserve.
KitchenAid Artisan im Check: Was bringt der hohe Aufpreis?
Der höhere Preis zeigt sich vor allem bei Material, Erweiterbarkeit und langfristiger Nutzung. Die Artisan besitzt ein Gehäuse aus Spritzgussmetall und kann mit zahlreichen separat erhältlichen Vorsätzen erweitert werden. Damit lassen sich zum Beispiel Nudeln herstellen oder Gemüse verarbeiten.
Dazu kommen zehn Geschwindigkeitsstufen, fünf Jahre Garantie und ein Reparaturversprechen über 15 Jahre. Wer die Maschine häufig nutzt oder später mehr damit machen möchte als kneten, rühren und aufschlagen, bekommt bei KitchenAid also deutlich mehr Möglichkeiten. Für gelegentliches Backen sind diese Extras allerdings nicht zwingend nötig.
Silvercrest oder KitchenAid: Welche Küchenmaschine lohnt sich mehr?
Für gelegentliches Backen spricht vor allem der Preis für die Silvercrest*. Für 69,99 Euro gibt es eine große Schüssel, die wichtigsten Rührwerkzeuge und genug Kapazität für viele typische Kuchen-, Pizza- und Hefeteige. Die KitchenAid* kostet fast 390 Euro mehr. Dafür verarbeitet sie laut Hersteller größere Teigmengen, besitzt ein Metallgehäuse und lässt sich mit weiterem Zubehör deutlich vielseitiger einsetzen.
Wer ein paar Mal im Monat backt und vor allem kneten, rühren und aufschlagen möchte, dürfte mit der Silvercrest wenig vermissen. Bei häufiger Nutzung, größeren Teigmengen oder dem Wunsch nach zusätzlichen Vorsätzen bietet die KitchenAid dagegen Vorteile, die den höheren Preis nachvollziehbarer machen.
Unterm Strich entscheidet also weniger der Markenname als die Nutzung: Für die klassischen Backaufgaben deckt die Lidl-Maschine bereits viel ab. Die KitchenAid lohnt sich vor allem dann, wenn ihre zusätzlichen Möglichkeiten auch tatsächlich genutzt werden.
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