Maxxisun kombiniert Balkonkraftwerk und Profi-Montage zum Festpreis. Wir zeigen die Kosten und für wen sich das Konzept eignet.
Balkonkraftwerke sind beliebt wie nie. Doch spätestens wenn statt zwei Modulen am Balkongeländer eine größere Solaranlage auf dem Dach geplant ist, stoßen viele Eigentümer an ihre Grenzen. Dachmontage, Gerüst, Verkabelung und Elektroanschluss sind deutlich aufwendiger als die Installation eines klassischen Steckersolargeräts. Genau hier setzt ein neuer Installationsservice von Maxxisun* an: Das hauseigene Maxxicharge V2+ System lässt sich zusammen mit einer Komplettmontage buchen. Planung, Gerüst, Dachmontage und Elektroinstallation übernimmt laut Anbieter ein Fachbetrieb.
Doch lohnt sich dieses Rundum-sorglos-Paket wirklich? Oder fährt man mit einem klassischen Balkonkraftwerk zur Selbstmontage oder einer vollwertigen Dach-PV-Anlage vom Solateur besser? Wir ordnen Kosten, Leistung und rechtliche Rahmenbedingungen ein und zeigen, für wen welche Lösung die beste Wahl ist.
Balkonkraftwerk mit Installation: Was steckt hinter dem Maxxisun-Angebot?
Das Angebot verbindet ein speicherbasiertes Solarsystem mit einer Montage auf dem Dach oder an der Fassade. Kunden konfigurieren ihr System online selbst und wählen Speichergröße, Modulanzahl sowie Montagesystem aus. Optional kann direkt die professionelle Installation* hinzugebucht werden. Die Umsetzung übernimmt der Fachpartner 360 Energiesysteme.
Der Vorteil: Käufer müssen weder selbst aufs Dach steigen noch verschiedene Handwerksbetriebe koordinieren. Außerdem wird die Installation als Festpreis angeboten. Dadurch sollen die Montagekosten bereits vor dem Kauf transparent kalkulierbar sein. Die Montagepreise richten sich nach der Anzahl der Solarmodule.
Die Montage-Festpreise im Überblick:
Bis 4 Module: 3.063 Euro
Bis 6 Module: 3.466 Euro
Bis 12 Module: 4.463 Euro
Bis 18 Module: 5.279 Euro
Bis 24 Module: 6.360 Euro
Bis 30 Module: 6.805 Euro
Im Preis enthalten:
Vor-Ort-Aufmaß
Gerüst bis 4 Meter Dachrinnenhöhe
Montagesystem aus Aluminium und Edelstahl
Solarkabel bis 15 Meter Länge
Elektroinstallation
Inbetriebnahme
Übergabeprotokoll
Module, Speicher und weiteres Zubehör werden separat über den Konfigurator ausgewählt. Für Solarmodule, Speicher, wesentliche Komponenten und gegebenenfalls die Installation kann unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG der Nullsteuersatz gelten. Bezahlt wird in zwei Raten: 50 Prozent nach dem Aufmaß, die restlichen 50 Prozent nach abgeschlossener Installation und Inbetriebnahme.
Technische Basis des Angebots ist das Maxxicharge V2+ System*. Dabei handelt es sich um die aktuelle Speichergeneration von Maxxisun, entwickelt und hergestellt in Deutschland. Im Mittelpunkt steht hier die neue CCU V2+, die mithilfe der SynaptIQ-Technologie die Energieflüsse im Haus steuert. Nach Herstellerangaben reagiert die Einspeisesteuerung innerhalb von weniger als 0,4 Sekunden auf Änderungen beim Stromverbrauch. Dadurch soll möglichst viel selbst erzeugter Solarstrom direkt im Haushalt genutzt werden.
Besonders spannend: Dank der integrierten ready2plugin-Sicherheitssteuerung darf das System mit bis zu 2.300 Watt an der Schuko-Steckdose (Schutzkontakt-Steckdose) betrieben werden. Das ist jedoch nicht automatisch mit den vereinfachten EEG-Regeln für klassische Steckersolargeräte gleichzusetzen. Nach Angaben von Maxxisun kann die Voltage-Boost-Technologie den Kabelbedarf um bis zu 70 Prozent reduzieren und den Wirkungsgrad um bis zu 11 Prozent erhöhen.
Maxxicharge V2+ im Überblick:
LiFePO4- Batterietechnologie
Bis zu 8.000 Ladezyklen beim M-3.0 V2+ und 10.000 beim M-5.0 V2+
Schutzklasse IP65
10 Jahre Garantie (optional 15 Jahre)
Erweiterbar auf bis zu 16 Speicher
CCU V2+ (Steuereinheit): 599 Euro
Maxxicharge M-3.0 V2+ (3 kWh Speicher): 749 Euro
Maxxicharge M-5.0 V2+ (5 kWh Speicher): 1.249 Euro
Komplettsystem mit 3-kWh-Speicher: ab 1.348 Euro, je nach Konfiguration
Komplettsystem mit 5-kWh-Akku: ab 1.848 Euro, je nach Konfiguration
Rechtliche Einordnung: Ist das noch ein Balkonkraftwerk?
Die Frage ist berechtigt – denn ein System mit zehn oder mehr Modulen auf dem Dach sieht auf den ersten Blick nicht mehr nach einem klassischen Steckersolargerät aus. Entscheidend sind jedoch nicht allein die Zahl oder Fläche der Module, sondern die installierte Modulleistung und die höchste wählbare Wechselrichterleistung. Für die vereinfachten Regeln gelten maximal 2.000 Wattpeak bei den Modulen und 800 VA beim Wechselrichter. Werden diese Grenzen eingehalten, genügt grundsätzlich die Registrierung im Marktstammdatenregister, bei Speichersystemen sollten die konkreten Anschluss- und Anmeldeanforderungen zusätzlich geprüft werden.
Maxxisun gibt an, dass die ready2plugin-Steuerung die Ausgangsleistung an der Schutzkontaktsteckdose automatisch begrenzt. Überschüssige Solarenergie kann je nach Systemkonfiguration im Speicher genutzt werden. Wer die Freischaltung auf bis zu 2.300 Watt wählt oder diese Leistung maximal abrufbar ist, überschreitet jedoch die 800-VA-Grenze. Dann gelten die vereinfachten Regeln nicht: Eine reguläre Anmeldung und die Einbindung eines Elektrofachbetriebs können erforderlich sein.
Für wen lohnt sich das Komplettpaket – und für wen nicht?
Das Maxxisun-Installationspaket* richtet sich an eine klar definierte Zielgruppe: Eigenheimbesitzer, die eine leistungsstarke Solaranlage auf dem Dach wollen, aber weder Gerüst noch Werkzeug besitzen und die Dacharbeit nicht selbst übernehmen können oder wollen. Wer Wert auf ein Rundum-sorglos-Erlebnis mit Festpreis, Dokumentation und Gewährleistung legt, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Weniger sinnvoll ist der Service für alle, die nur ein kleines Steckersolargerät mit zwei bis vier Modulen am Balkon betreiben möchten – hier wäre der Montagepreis unverhältnismäßig hoch. Gleiches gilt für Personen, die ihre Anlage problemlos selbst montieren können. Auch wer bereits einen Solateur für eine klassische Dach-PV mit Einspeisevergütung im Blick hat, sollte genau vergleichen: Eine klassiche PV-Anlage mit 10 kWp kann deutlich höhere Gesamtkosten verursachen, bietet dafür aber eine reguläre EEG-Einspeisevergütung für überschüssigen Strom und höhere Gesamterträge.
Alternativen im Überblick: Balkon-PV oder Dach-Solaranlage?
Wer nicht zwingend den Installationsservice benötigt, hat zwei bewährte Alternativen. Die klassische Balkon-PV zur Selbstmontage ist der günstigste Einstieg in die Solarstromerzeugung. Komplettsets mit zwei bis vier Modulen, Mikrowechselrichter und Halterung gibt es bereits ab 300 bis 800 Euro. Die Montage am Balkongeländer, an der Fassade oder auf einem Flachdach ist in der Regel ohne Fachbetrieb machbar – ideal für Mieter und alle, die unkompliziert starten wollen.
Am anderen Ende steht die klassische Dach-PV-Anlage vom Solateur. Sie wird fest installiert, an einen Wechselrichter mit Netzanschluss gekoppelt und beim Netzbetreiber vollständig angemeldet. Dafür profitierst du von der EEG-Einspeisevergütung, kannst deutlich mehr Strom produzieren und erreichst eine höhere Autarkiequote. Der Nachteil: längere Planungszeiten, höhere Investitionskosten und Abhängigkeit vom Handwerker-Terminkalender. Maxxisun positioniert das Angebot als Alternative zwischen einem kleinen Steckersolargerät und einer klassischen Dach-PV. Wie hoch der Planungs- und Anmeldeaufwand ausfällt, hängt von der konkreten Konfiguration ab.
Das Maxxisun-Komplettpaket mit Installation* ist eine clevere Lösung für Eigenheimbesitzer, die eine leistungsstarke Solaranlage auf dem Dach wollen, ohne sich selbst um Gerüst, Dachmontage und Elektrik kümmern zu müssen. Die transparenten Montagepreise und das modulare Maxxicharge V2+ System* machen den Einstieg planbar. Wer hingegen nur ein kleines Steckersolargerät für den Balkon sucht, fährt mit einem günstigen Set zur Selbstmontage besser. Und wer maximale Erträge mit Einspeisevergütung anstrebt, sollte eine klassische Dach-PV vom Solateur in Betracht ziehen.
Maxxisun mit Installation: Ideal für Eigenheimbesitzer ohne handwerkliche Ambitionen, die eine große Stecker-PV mit Speicher zum Festpreis wollen
Klassisches Balkonkraftwerk: Günstigster Einstieg für Mieter und Selbstmontierer – ab rund 300 Euro
Dach-PV vom Solateur: Maximale Erträge mit EEG-Vergütung, aber höhere Kosten und längere Planungszeit
Maxxicharge V2+ ohne Montage: Flexibler Mittelweg für handwerklich Versierte, die ihr System selbst aufs Dach bringen
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