Deutschland
Lebensmittel-Knappheit

Reis-Boom bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Was steckt dahinter?

Nudeln, Mehl, Speiseöl: Die Liste von Lebensmitteln, die aufgrund des Ukraine-Kriegs knapp oder teurer werden, wird immer länger. Jetzt sind bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. teilwiese die Reis-Regale leer. Warum das so ist und was die Konsequenzen sein könnten, erfährst du hier.
Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co.: Reis-Verkauf steigt
Warum kaufen immer mehr Menschen Reis ein? Marktforscher haben festgestellt, dass die Verkaufszahlen bei Aldi, Lidl und Co. um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Bei Aldi, Lidl, Edeka und Co.: So viel Reis verkauft wie nie
  • Steigerung um 74 Prozent: Im Vergleich zu 2021 wird viel mehr vom Grundnahrungsmittel verkauft
  • Leere Regale im Supermarkt: Grund könnten Engpässe bei Nudeln und Co. sein
  • Wird damit bald das nächste Grundnahrungsmittel knapp?

In Supermärkten und Discountern wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. stehen Kunden in den vergangenen Wochen immer wieder vor leeren Regalen. Vor allem Speiseöl gehörte zu einem der gefragtesten Lebensmitteln der letzten Zeit. Grund dafür sind zum einen fehlende Rohstoffe aufgrund des Ukraine-Kriegs, zum anderen aber auch Hamsterkäufe aus Angst vor Lebensmittel-Engpässen.  Das Marktforschungsinstitut IRI hat nun festgestellt, dass derzeit so viel Reis verkauft wird wie nie. Aber woran liegt das?

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Sind bald die Reis-Regale leer?

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde in der Woche vom 07. bis 13. März 2022 doppelt so viel Öl als vor dem Beginn des Ukraine-Krieges gekauft. Bei Mehl habe sich der Verkauf sogar verdreifacht. Auch Reis könnte in den Regalen im Supermarkt bald knapp werden. Das hängt allerdings nicht direkt mit Rohstoffmängeln zusammen.

Für viele Menschen ist Reis einfach eine gute und günstigere Alternative zu Nudeln, Brot und anderen Getreideprodukten. Reis ist lange haltbar und liefert wichtige Vitamine und gesunde Kohlehydrate. Deshalb greifen derzeit wohl so viele Kund*innen wie nie auf das Produkt zurück.

In der zweiten Märzwoche wurde laut des Manager Magazins 74 Prozent mehr Reis gekauft als 2021. Das zeigen Daten des Marktforschungsinstituts IRI. 

Verbaucher*innen hamstern Reis: Das sind die Konsequenzen

Von Hamsterkäufen ist allerdings deutlich abzuraten. Auch Expert*innen warnen Verbaucher*innen: In der Konsequenz werden langfristig auch die Preise für Reis steigen. Sollte Reis weiter gehamstert werden, könnte das außerdem dazu führen, dass Aldi, Lidl, Edeka und Co. auch den Verkauf von Reis reglementieren müssen. Lebensmittel-Preise in Supermärkten sind ohnehin angestiegen. Reis könnte im Supermarkt also auch teurer werden. Dabei ist mehr als genug für alle da. 

Kurz vor Ostern gibt es aber auch gute Nachrichten: Immerhin Eier sollen in naher Zukunft nicht knapp werden.