Besonders empfindliche Personen sollten ihren letzten Kaffee deshalb mehrere Stunden vor dem Zubettgehen trinken. Wer bereits unter Einschlafproblemen leidet, kann testweise auf Kaffee nach dem Mittagessen verzichten. Auch Energy-Drinks, Cola und schwarzer Tee zählen zur täglichen Koffeinmenge.
Ein weiterer ungünstiger Effekt: Wer sich tagsüber müde fühlt und deshalb immer wieder zur Tasse greift, kann in einen Kreislauf geraten. Kurzfristig steigt die Wachheit, später folgen Müdigkeit und das Bedürfnis nach weiterem Koffein. So kann sich eine Gewohnheit mit Entzugssymptomen entwickeln.
Unterschiede im Koffeingehalt zwischen verschiedenen Kaffeegetränken
Wer den Kaffeekonsum im Blick behalten möchte, sollte wissen, dass nicht alle Kaffeegetränke gleich viel Koffein enthalten. Ein Espresso enthält in der Regel weniger Koffein als eine große Tasse Filterkaffee, liefert aber aufgrund der kleineren Menge einen stärkeren Koffeinschub. Cappuccino und Latte macchiato beinhalten durch den Milchanteil oft weniger Koffein pro Tasse als ein schwarzer Kaffee derselben Menge.
Kaffee mit Milch – drei simple Worte, hinter denen sich eine erstaunliche Vielfalt verbirgt. Latte macchiato, Milchkaffee und Café au lait mögen auf den ersten Blick identisch erscheinen, unterscheiden sich aber fundamental in Herkunft, Zubereitung und Servierung.
Auch andere Faktoren wie die Bohnensorte und Röstung können den Koffeingehalt beeinflussen. Robusta-Bohnen enthalten beispielsweise mehr Koffein als Arabica-Bohnen. Ist man bei einem Besuch im Café auf der Suche nach einem Getränk mit weniger Koffein, könnte ein Getränk auf Arabica-Basis die bessere Wahl sein.
Welche Zubereitung ist für Kaffee empfehlenswert?
Auch die Brühmethode beeinflusst die Verträglichkeit. Bei Filterkaffee hält das Papier bestimmte Inhaltsstoffe zurück, die den Cholesterinspiegel erhöhen können. Ungefilterter Kaffee aus der French Press oder türkischer Kaffee enthält davon mehr. Achten Sie außerdem auf frische Bohnen, saubere Geräte und eine hygienische Zubereitung. Besonders Kaffeevollautomaten müssen regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. In feuchten, warmen Bereichen können sich sonst Rückstände und Keime sammeln.
Trinken Sie Kaffee bewusst und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Herzrasen, Zittern, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schlafprobleme können Hinweise darauf sein, dass Sie Koffein reduzieren sollten. Wichtig ist außerdem, Kaffee nicht als Ersatz für Schlaf, Wasser oder eine ausgewogene Mahlzeit zu verwenden. Ein Glas Wasser zum Kaffee kann helfen, die Flüssigkeitszufuhr im Blick zu behalten.
Wichtig: Wer den Konsum verringern möchte, sollte die Menge schrittweise reduzieren, um Kopfschmerzen und Müdigkeit abzumildern. Für viele Menschen gilt daher: Kaffee ist in Maßen meist kein Problem. Entscheidend sind die persönliche Verträglichkeit, die Tageszeit sowie die Zubereitung. In einem separaten Artikel erläutern wir, warum schwarzer Kaffee physiologisch und gesundheitlich vorteilhafter ist als die Variante mit Milch.
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