Kaffee: Warum täglichen Gewohnheiten Folgen haben könnten

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Kaffee ist fester Bestandteil vieler Tagesabläufe. Doch bestimmte Gewohnheiten können Schlaf, Herz und Magen beeinträchtigen.

Für zahlreiche Menschen ist eine heiße Tasse Kaffee ein unverzichtbarer Bestandteil des Morgens. Allerdings sind nicht alle Zubereitungsarten und Konsumgewohnheiten des beliebten Getränks unbedenklich. Ein übermäßiger Koffeingenuss, Kaffee am späten Tag oder süße Begleiter können Körper und Schlaf beeinträchtigen.

Deshalb lohnt es sich, beim Kaffeekonsum auch auf gesundheitliche Aspekte und das eigene Trinkverhalten zu achten. Zusätzlich ist es sinnvoll, regelmäßig auf die individuelle Verträglichkeit zu achten und den eigenen Konsum zu reflektieren. 

Wie viel Kaffee ist für die Gesundheit verträglich?

Kaffee gilt längst nicht mehr grundsätzlich als ungesund. In moderaten Mengen kann er Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist jedoch, wie viel Kaffee Sie trinken, zu welcher Tageszeit Sie ihn genießen und wie Ihr Körper auf Koffein reagiert.

Als grobe Orientierung gelten für gesunde Erwachsene laut BfR bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag als unbedenklich. Das entspricht – abhängig von Sorte und Zubereitung – ungefähr drei bis vier Tassen Filterkaffee. Schwangere sollten deutlich weniger Koffein aufnehmen. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Angststörungen oder Schlafproblemen sollten ihren Konsum kritisch prüfen.

Koffein kann laut NDR aber auch Nebenwirkungen haben und zu körperlichen Beschwerden führen. So kann Koffein unter anderem die Aufmerksamkeit steigern, zugleich aber Herzklopfen, Nervosität und Unruhe auslösen.

Warum kann Kaffee am Nachmittag den Schlaf stören?

Viele unterschätzen, wie lange Koffein im Körper aktiv bleibt. Selbst wenn Sie nach dem Spätnachmittags-Kaffee am Abend problemlos einschlafen, kann der Schlaf weniger erholsam ausfallen. Häufiges Aufwachen oder eine kürzere Tiefschlafphase bleiben dabei oft unbemerkt.

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Besonders empfindliche Personen sollten ihren letzten Kaffee deshalb mehrere Stunden vor dem Zubettgehen trinken. Wer bereits unter Einschlafproblemen leidet, kann testweise auf Kaffee nach dem Mittagessen verzichten. Auch Energy-Drinks, Cola und schwarzer Tee zählen zur täglichen Koffeinmenge.

Ein weiterer ungünstiger Effekt: Wer sich tagsüber müde fühlt und deshalb immer wieder zur Tasse greift, kann in einen Kreislauf geraten. Kurzfristig steigt die Wachheit, später folgen Müdigkeit und das Bedürfnis nach weiterem Koffein. So kann sich eine Gewohnheit mit Entzugssymptomen entwickeln.

Unterschiede im Koffeingehalt zwischen verschiedenen Kaffeegetränken

Wer den Kaffeekonsum im Blick behalten möchte, sollte wissen, dass nicht alle Kaffeegetränke gleich viel Koffein enthalten. Ein Espresso enthält in der Regel weniger Koffein als eine große Tasse Filterkaffee, liefert aber aufgrund der kleineren Menge einen stärkeren Koffeinschub. Cappuccino und Latte macchiato beinhalten durch den Milchanteil oft weniger Koffein pro Tasse als ein schwarzer Kaffee derselben Menge.

Kaffee mit Milch – drei simple Worte, hinter denen sich eine erstaunliche Vielfalt verbirgt. Latte macchiato, Milchkaffee und Café au lait mögen auf den ersten Blick identisch erscheinen, unterscheiden sich aber fundamental in Herkunft, Zubereitung und Servierung.

Auch andere Faktoren wie die Bohnensorte und Röstung können den Koffeingehalt beeinflussen. Robusta-Bohnen enthalten beispielsweise mehr Koffein als Arabica-Bohnen. Ist man bei einem Besuch im Café auf der Suche nach einem Getränk mit weniger Koffein, könnte ein Getränk auf Arabica-Basis die bessere Wahl sein.

Welche Zubereitung ist für Kaffee empfehlenswert?

Auch die Brühmethode beeinflusst die Verträglichkeit. Bei Filterkaffee hält das Papier bestimmte Inhaltsstoffe zurück, die den Cholesterinspiegel erhöhen können. Ungefilterter Kaffee aus der French Press oder türkischer Kaffee enthält davon mehr. Achten Sie außerdem auf frische Bohnen, saubere Geräte und eine hygienische Zubereitung. Besonders Kaffeevollautomaten müssen regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. In feuchten, warmen Bereichen können sich sonst Rückstände und Keime sammeln.

Trinken Sie Kaffee bewusst und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Herzrasen, Zittern, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schlafprobleme können Hinweise darauf sein, dass Sie Koffein reduzieren sollten. Wichtig ist außerdem, Kaffee nicht als Ersatz für Schlaf, Wasser oder eine ausgewogene Mahlzeit zu verwenden. Ein Glas Wasser zum Kaffee kann helfen, die Flüssigkeitszufuhr im Blick zu behalten.

Wichtig: Wer den Konsum verringern möchte, sollte die Menge schrittweise reduzieren, um Kopfschmerzen und Müdigkeit abzumildern. Für viele Menschen gilt daher: Kaffee ist in Maßen meist kein Problem. Entscheidend sind die persönliche Verträglichkeit, die Tageszeit sowie die Zubereitung. In einem separaten Artikel erläutern wir, warum schwarzer Kaffee physiologisch und gesundheitlich vorteilhafter ist als die Variante mit Milch.

Vorschaubild: © Clay Banks / Unsplash