Bei einem schlechten Bauzustand kann eine höhere Raumtemperatur nötig sein. Kühle Wände begünstigen Kondenswasser – und damit das Risiko von Schimmel. Gerade in wenig genutzten Zimmern sollten Verbraucher die Temperatur daher nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad fallen lassen.
Wie warm es sein muss, hängt auch von Ihrer Tätigkeit ab. Wer am Schreibtisch sitzt, braucht tendenziell mehr Wärme als jemand, der sich bewegt. Sinnvoll ist es deshalb, die Temperatur je nach Raum und Nutzung anzupassen, statt alle Räume gleich stark zu heizen.
Schimmel vermeiden: Warum die Luftfeuchtigkeit beim Heizen so wichtig ist
Neben der Temperatur ist die relative Luftfeuchtigkeit entscheidend. Ideal sind laut Verbraucherzentrale 40 bis 60 Prozent. Ein günstiges Thermo-Hygrometer zeigt Ihnen beide Werte an und hilft, Feuchtigkeit früh zu erkennen. Die Geräte sind bereits für wenige Euro erhältlich.
Steigt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent, sollte gelüftet werden. Besonders in kalten Räumen kann die relative Feuchtigkeit schnell ansteigen, weil kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dann kondensiert Wasser bevorzugt an kalten Außenwänden und Fensterflächen.
Am besten lüften Sie mehrmals täglich kurz und stoßweise, etwa fünf bis zehn Minuten bei weit geöffneten Fenstern. Drehen Sie die Heizung währenddessen herunter, damit Sie nicht unnötig Wärme nach draußen geben.
Heizperiode in Mietwohnungen: Welche Pflichten haben Mieter und Vermieter?
Eine bundesweit gesetzlich festgelegte Heizperiode gibt es nicht. Häufig ist in Mietverträgen dennoch der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April vereinbart. Nach Auffassung des Deutschen Mieterbunds sollte die Heizung spätestens zu diesem Zeitpunkt einsatzbereit sein.
Für Sie als Mieter gibt es keine Pflicht, Ihre Wohnung auf eine bestimmte Temperatur hochzuheizen. Sie sind jedoch verpflichtet, ein so starkes Auskühlen zu vermeiden, dass Feuchte- oder Frostschäden entstehen. Wer bewusst sparsam heizt, sollte die Luftfeuchtigkeit daher besonders regelmäßig kontrollieren. Übrigens verändert sich für viele Mieter noch in diesem Jahr die Art, wie ihr Heizverbrauch erfasst und mitgeteilt wird.
Wird die Wohnung trotz eingeschalteter Heizung nicht warm, dokumentieren Sie die gemessenen Temperaturen. Informieren Sie anschließend Vermieter oder Hausverwaltung schriftlich. So lassen sich Mängel nachvollziehbar geltend machen.
Heizkosten senken: Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich Energie sparen
Schon mit wenigen Schritten lässt sich erkennen, ob die Heizung für die Heizperiode gerüstet ist und wo sich Energie sparen lässt. Wichtig sind dabei die richtige Einstellung der Thermostate, die Prüfung der Heizkörper und die fachgerechte Wartung durch Experten.
Eine weitere Möglichkeit, um die Heizkosten zu senken, ist die Installation von Zugluftstoppern an Türen und Fensterrahmen. Diese verhindern, dass kalte Luft ins Haus dringt und warme Luft entweicht. Zusätzlich kann das Entlüften der Heizkörper helfen, die Effizienz zu steigern, denn Luft in den Heizkörpern kann den Wärmefluss blockieren und somit den Energieverbrauch erhöhen.
Dichte Vorhänge und gut isolierte Fenster tragen ebenfalls dazu bei, den Wärmeverlust zu minimieren, besonders in den kalten Abendstunden. Mit diesen einfachen Maßnahmen schafft man ein besseres Raumklima und reduziert gleichzeitig die Heizkosten.
Vorschaubild: © CC0 / Pixabay / geralt