Ab sofort müssen Verbraucher beim Einkaufen noch genauer ausrechnen, was sie sich leisten können – und was sie ihrem Geldbeutel zuliebe besser im Regal stehen lassen sollten. Denn die steigende Inflationsrate treibt auch die Preise für Lebensmittel, Kosmetik und Haushaltswaren nach oben.

Strom, Heizöl, Sprit: Während die Energiekosten bereits gestiegen sind, steht nun auch im Supermarkt eine Preisexplosion bevor. Im August dieses Jahres haben sich die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Sommer 2020 um 4,6 Prozent erhöht. Dabei gibt es aber preisliche Unterschiede – je nachdem, welche Produktgruppen im Einkaufswagen landen.

Gemüse besonders stark von Preiserhöhungen betroffen

Die Preise für Obst steigen um 2,5 Prozent an, bei Fleisch sind es schon 3,5 Prozent und beim Gemüse sogar neun Prozent. Davon betroffen sind beispielsweise Tomaten, Kopfsalat, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Eier, Toast, Beeren, sowie Sonnenblumen- und Rapsöl. Aber auch Kosmetikprodukte wie Haarspray und Haargel werden teurer. Wer seine Wäsche gerne besonders kuschelig hat, muss außerdem beim Weichspüler mehr zahlen.

Doch damit soll es mit den Erhöhungen noch nicht zu Ende sein: In diesem Jahr soll die Inflationsrate noch um bis zu fünf Prozent steigen. Schuld daran sind die Mehrwertsteuersätze, die während der Pandemie im Juli 2020 gesenkt wurden. Seit Anfang 2021 wurden jedoch wieder die alten Steuersätze eingeführt, wodurch sich die Preise für Waren und Dienstleistungen demensprechend erhöht haben.

Hinter den Preissteigerungen steckt aber nicht nur die Inflationsrate, sondern auch mangelnde Rohstoffe, schlechte Ernten, gestiegene Transportkosten oder neue Vertragsbedingungen mit Herstellern. Laut der „The Food and Agriculture Organization“ (FAO) der Vereinten Nationen ist der sogenannte „Food Price Index“ auf einen Wert von 130 angestiegen, womit er sich im Vergleich zum Vorjahr um 32,8 Punkte erhöht hat. Grund für den Anstieg ist, dass Milch, Zucker, pflanzliche Öle und Getreide – allen voran Weizen – teurer geworden sind.

Nudeln werden wegen Weizenknappheit teurer

Das wird sich in den Supermarktregalen auch im Nudelangebot widerspiegeln. Aber auch bei Pizza und Schokolade sind Erhöhungen wahrscheinlich. Sollten die Supermarktketten jedoch nicht auf die geforderten Preissteigerungen der Hersteller eingehen, könnten diese mit Lieferstopps reagieren. Die Folge: leere Reale bei den Discountern.