• Wichtige Änderung für Urlauber
  • Fingerabdruck im Personalausweis
  • Außerdem: NeueTV-Formate, Kinderfreizeitbonus, Uploadfilter und Bahnstreiks

Auch im August 2021 wird sich einiges für Verbraucher in Deutschland ändern. Neben den Temperaturen steigt auch die Corona-Inzidenz wieder leicht an. Das bedeutet Änderungen für alle Einreisende. Wer seinen Urlaub plant, sollte auch über die drohenden Bahn-Streiks Bescheid wissen. Außerdem dürfen sich Eltern auf den August freuen, denn es gibt einen Kinderfreizeitbonus. Alle wichtigen Neuerungen findest du hier auf einen Blick.

Corona-Urlaub: Neue Einreiseverordnungen - das ändert sich im August - Erweiterte Testpflicht

Anfang August soll eine neue Einreiseverordnung in Kraft treten. In Zukunft soll auf die Einreisekategorie "einfaches Risikogebiet" verzichtet werden. Stattdessen werden die beiden Bezeichnungen "Hochinzidenzgebiet" und "Virusvariantengebiet" eingeführt. Die Einreise in solche Gebiete soll über den Impfnachweis und Corona-Tests geregelt werden. Medienberichten zufolge müssen alle einreisenden Personen auf Nachfrage entweder eine vollständige Corona-Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorzeigen können.

Auch die Quarantänepflicht nach einer Einreise könnte sich ändern. Nicht-Geimpfte, die aus einem Hochinzidenzgebiet kommen, sollen nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test aus der Quarantäne entlassen werden, ansonsten gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. 

Ein Entwurf der Regierung sieht folgende Regelungen ab 1. August  vor: Grundsätzlich sollen laut dem Entwurf künftig alle Einreisenden ab sechs Jahren über einen negativen Testnachweis, Genesenennachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen - egal von wo und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll immer ein Testnachweis nötig sein - Nachweise als Geimpfter oder Genesener sollen dann nicht reichen.

Das könnte dich auch interessieren: Urlaub trotz Corona - Das geht in Europa

Einreisende aus einem Virusvariantengebiet müssen zehn Tage in Quarantäne. Es ist jedoch nicht möglich, sich aus dieser Quarantäne "freizutesten".

Kinderfreizeitbonus 2021: Unterstützung für arme Familien

Familien die Hartz IV, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder den Kinderzuschlag für Familien mit geringen Einkommen erhalten, dürfen sich im August über einen Kinderfreizeitbonus freuen. Einen einmaligen Zuschuss von über 100 Euro soll Eltern dabei finanziell unterstützen ihrem Nachwuchs Freizeitaktivitäten zu ermöglichen, die sonst nicht finanzierbar wären. Hartz-IV-empfangende Personen müssen den Kinderfreizeitbonus mit einem formlosen Schreiben beantragen.

Urheberrecht: EU-Richtlinie von 2019 kommt im August 2021

Nach Angaben der deutschen Presseagentur (DPA) soll die damals heftig umstrittene EU-Richtlinie zum Urheberrecht aus dem Frühjahr 2019 im August 2021 in die Tat umgesetzt werden. Nachdem das Gesetz auch eine Mehrheit im Bundestag erhielt, werden nun künftig Betreiberplattformen für urheberrechtliche Verstöße auf ihren Plattformen vermehrt zur Rechenschaft gezogen werden.

Comebacks und Neuerscheinungen: Im TV geht's wieder rund

Das deutsche Fernsehen darf sich im August über mehrere Comebacks freuen. Zum einen werden viele Polit-Talks aus ihren Sommerpausen zurückkehren. Die DPA berichtet: "Sandra Maischberger kommt am 4. August wieder, Frank Plasberg (hart aber fair) am 23., Maybrit Illner am 26. und Anne Will am 29. August. Bei Markus Lanz im ZDF ist die Sommerpause diesmal ganz kurz: Seine Pause beginnt am 5. August, am 24. August ist er schon wieder zurück."

Außerdem wird auch der Tatort am Sonntag, dem 29.08.2021 wieder erscheinen. Die Folge mit den Frankfurter Ermittlern wird den Titel "Wer zögert  ist tot" tragen.

Zuletzt wird ein alt-bekanntes Gesicht in einem neuen Format auftauchen: Der ehemalige Nachrichtensprecher für die Tagesschau, Jan Hofer, wird künftig für das neu aufgelegte "RTL Direkt" Format moderieren. Starten soll das neue Nachrichtenformat am Montag, dem 16.08.2021 und dann immer von  Montag bis Donnerstag um 22:15 ausgestrahlt werden.

Glyphosatverbot für private Nutzer

In den kommenden Wochen dürfen  private Nutzer noch Glyphosat verwenden: danach nicht mehr. So sieht es eine neue Regelung vor, nach welcher  Glyphosat künftig nur noch mit einer bestandskräftigen Zulassung verwendet werden darf.  Wie die DPA schreibt, ist ein nationales Totalverbot von Glyphosat allerdings vorerst europarechtlich nicht möglich.

Deutsche Bahn: Lokführer planen Streiks

Zug-Pendler*innen könnte der August Kopfschmerzen bereiten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) lässt in einer Urabstimmung darüber abstimmen, ob im August gestreikt werden soll. Die Auszählung läuft noch bis zum 9. August. Die Folge könnten Verzögerungen und Zugausfälle in ganz Deutschland sein. 

Die GDL und ihr Vorsitzender Claus Weselsky fordern eine Lohnerhöhung aller Bahn-Beschäftigten. Das Gehalt aller Angestellten soll um 3,2 Prozent erhöht werden und ein einmaliger Corona-Bonus von 600 Euro soll ausgezahlt werden. 

Fahrgäste, die von den Streiks betroffen sind, erhalten ab einer Verspätung von mehr als 60 Minuten einen Teil ihres Kaufpreises zurück. Dies kann in der App der Deutschen Bahn beantragt werden.

Neuer Personalausweis ab August: Es besteht Fingerabdruckpflicht

Aufgrund einer Datenspeicheränderung muss in Zukunft bei der Beantragung eines neuen Personalausweises auch der eigene Fingerabdruck abgegeben werden. Die Änderung tritt ab dem 2. August 2021 in Kraft und soll den Ausweis fälschungssicherer machen. Damit wird die EU-Verordnung umgesetzt, die bereits seit Ende 2007 für den Reisepass gilt. 

Doch Datenschützer sind sich unsicher und bezeichnen das Vorgehen als massiven Eingriff des Staates in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger. Wer seinen digitalen Fingerabdruck also nicht preisgeben möchte, der sollte seinen neuen Personalausweis noch vor dem 2. August beantragen.

Steuererklärung für 2020: Fristverlängerung bis Oktober

Die Steuererklärungen 2020 erwartet das Finanzamt nicht wie bisher bis zum 2. August 2021, sondern erst Ende Oktober 2021. Wer seine Steuererklärungen von einem Steuerberater oder von einem Lohnsteuerhilfeverein ausfüllen lässt, hat sogar Zeit bis Ende Mai 2022. Der Grund für diese automatische Fristverlängerung liegt wohl an den vielen Anträgen, die wegen Corona beim Finanzamt eingehen.