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Die miesen Tricks der ebay-Betrüger - so schützt man sich

Wer nicht aufpasst, kann beim Kauf auf eBay schnell Geld verlieren. Mit fiesen Tricks versuchen Betrüger, ahnungslose Käufer um ihr Geld zu bringen. Wie Sie sich am besten davor schützen, erklären wir in diesem Artikel.
 
Betrüger auf eBay
Als eine der größten Online-Verkaufsplattformen ist eBay auch ein beliebter Ort für Betrugsmaschen geworden. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

eBay gehört wohl zu den größten und beliebtesten Online-Shoppingportalen der Welt. Immerhin hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast 11 Millionen US-Dollar. Im Juni 2019 feierte eBay Deutschland seinen 20. Geburtstag mit mittlerweile 18 Millionen aktiven Käufern, weltweit sind es sogar 183 Millionen.

Aber wo viel gekauft und verkauft wird, tummeln sich auch gerne Schwarze Schafe. Das ZDF veröffentlichte 2019 die Dokumentation "Achtung eBay" und zeigte dort, die gängigsten Betrugsmaschen auf der Plattform. Hier finden Sie die fünf häufigsten Abzocke-Tricks der Betrüger auf eBay:

1. Der Käuferschutz-Trick

Normalerweise garantiert eBay den Kunden einen sogenannten Käuferschutz. Dieser besagt, dass Artikel im Falle von Fehlern oder Defekt, zurückgegeben werden können und ein Umtausch oder eine Rückzahlung des Kaufpreises vonstattengeht.

Es gab jedoch bereits Kunden, deren Verkäufer den Umtausch so lange herauszögerten, bis die Frist von 30 Tagen verstrichen war. Sowohl eBay als auch PayPal schritten in diesem Fall nicht ein. 

Wie Sie sich schützen: Erhalten Sie einen fehlerhaften Kauf, sollte dieser schnellstmöglich gemeldet werden. Hilfreich kann es sein, den Fehlkauf vorerst an PayPal zu melden, falls über diesen Dienst bezahlt wurde. PayPal hat nämlich einen Käuferschutz von 180 Tagen und damit sechsmal so lange wie eBay. Auch sollten immer klare Fristen im Dialog genannt werden. Allerdings gibt es auch auf PayPal eine Betrugsfalle, weswegen Sie diese Bezahlungsoption nur ausnahmsweise nutzen sollten.

2. Schnäppchen-Falle bei Marken-Produkten

Manche Angebote auf eBay wirken verführerisch günstig. Hier ist aber Vorsicht geboten: vermeintliche Marken-Produkte mit unschlagbarem Preis-Angebot sind meistens Fälschungen. Und diese Falle gibt es immer wieder. Alexander Dröge vom Markenverband warnt vor den zahlreichen Schnäppchen-Fallen.

Der jährliche Verlust durch Marken- und Produktpiraterie liegt allein in Deutschland im zweistelligen Millionenbereich.

Wie Sie sich schützen: Immer besser den Preis vergleichen. Ist das Produkt auf eBay deutlich günstiger als auf anderen Plattformen, handelt es sich meistens um eine Fälschung. Außerdem können abgeänderte Produktanzeigen ein Indiz für einen Betrug sein. Ebenso sollte man sich die Bewertungen sorgfältig durchlesen, falls welche vorhanden sind.

3. Der heimtückische Abhol-Trick auf Ebay-Kleinanzeigen

Auch auf Ebay-Kleinanzeigen, einem weiteren Produkt des großen Konzerns, lauern Gefahren. Diesmal aber für den Verkäufer selbst. Ein Interessent bietet eine Zahlung über PayPal an und meldet, dass ein Freund das gekaufte Produkt dann abholt.

Später behauptete der angebliche Käufer, das Produkt nie erhalten zu haben. Das Problem ist, dass der Verkäufer nicht beweisen kann, das Produkt übergeben zu haben.

Wie Sie sich schützen: Bei Verkäufen mit Selbstabholung ist es sinnvoller auf Bargeld oder eine Überweisung zu beharren. Eine Alternative wäre, sich die Übergabe schriftlich bestätigen zu lassen. Oder aber, man hat einen Zeugen vor Ort, der im Extremfall aussagen könnte.

4. Der Dreiecks-Betrug auf Ebay-Kleinanzeigen

Verkäufer auf eBay-Kleinanzeigen könne auch dem Dreiecks-Betrug zum Opfer fallen. Der Verkäufer wird von dem Kunden gebeten, für die Zeit der Bezahlung etwas Zeit einzuräumen. Willigt der Verkäufer ein und nimmt das Produkt bereits aus dem Netz, beginnt der Dreiecks-Betrug.

Der Interessierte erstellt eine eigene Anzeige mit dem gleichen Produkt, welches er eben vermeintlich kaufen wollte. Erhält er dann Kaufanfragen leitet er die Daten des echten Anbieters weiter, welcher dann auch sein Geld erhält. Den Artikel schickt der Verkäufer jedoch nach wie vor an die erste Person, den Betrüger, welcher für sein Produkt schließlich nie bezahlt hat.

Wie Sie sich schützen: Immer auf die angegebene Adresse des PayPal-Kontos achten und nur dorthin die Produkte verschicken. Außerdem ist es wichtig, den Versandhinweis aufzubewahren, um im Fall der Fälle nachweisen zu können, dass der Artikel wirklich versandt wurde. Wenn bereits Eigenartigkeiten im Verhalten des Käufers auffallen, lieber auf Selbstabholung und Barzahlung bestehen.

5. Die Umtausch-Falle

Wird ein Produkt auf eBay gewerblich verkauft, erhält der Käufer ein Widerrufsrecht von 14 Tagen und eine Gewährleistung von 24 Monaten bei Neuwaren und 12 Monaten bei Gebrauchtwaren. Weist der Artikel eines privaten Verkäufers Mängel auf, ist er jedoch nicht zum Umtausch verpflichtet. Das Problem besteht darin, dass viele Nutzer nicht eindeutig unterscheiden können, ob der Verkäufer gewerblich oder privat auf der Plattform tätig ist.

Wie Sie sich schützen: Immer einen Blick auf das Profil des Verkäufers werfen. Denn gewerbliche Verkäufer sind dort an ihrem Status in der Anzeige zu erkennen. Außerdem sollte man sich dem Risiko eines Privatkaufs bewusst sein.