Sicherheitslücke: Zahlreiche Webseiten offline – BSI stuft Lage als "kritisch" ein

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Aufgrund einer weltweit schwerwiegenden Sicherheitslücke haben Behörden in Franken und Bayern sowie Institutionen ihre Webseiten vorübergehend offline genommen.

Eine neu entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke bringt weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken.

Die Homepages mehrerer Ministerien und der Polizei waren am Nachmittag nicht mehr erreichbar. "Aus sicherheitstechnischen Gründen ist dieses Webangebot aktuell leider nicht verfügbar", war dort teilweise als Hinweis zu lesen. Auch andere Behörden und Einrichtungen in Franken, wie das Landratsamt Rhön-Grabfeld, das Landratsamt Kitzingen und das Klinikum Nürnberg, waren nicht erreichbar.

Entwickler kündigten Sicherheitspatch an

Der Hintergrund ist eine neu entdeckte, ernsthafte Sicherheitslücke. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des Internets basiert – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das bayerische Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) hatten Alarm geschlagen und Warnungen herausgegeben. Das LSI stuft die Schwachstelle als "kritisch" ein. Die Entwickler des PHP-Projektes kündigten für Mittwochnachmittag die Veröffentlichung eines Sicherheitspatches an. Das BSI empfahl Betreibern von Internetangeboten jedoch ausdrücklich, ihre Server im Zweifel komplett vom Netz zu nehmen.

Das bayerische Innenministerium bestätigte am Nachmittag, dass man den eigenen Internetauftritt auf Empfehlung von BSI und LSI vorsorglich offline genommen habe. Das Update laufe bereits, die Internetseite solle danach wieder online sein. Man gehe davon aus, dass die Unterbrechung etwa eine Stunde dauern werde.

Vorschaubild: © Nicolas Armer/dpa