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Urlaub mit dem Auto oder Camper: Verkehrsverstöße im Ausland - wann wirds teuer?

Du planst einen Urlaub mit dem Auto oder Camper im europäischen Ausland? Diese Verkehrsverstöße und ihre teils überraschenden Folgen solltest du kennen.
Wenn du mit dem Camper oder auch mit dem PKW im Ausland unterwegs bist, solltest du Unterschiede zur deutschen Straßenverkehrsordnung kennen.
Wenn du mit dem Camper oder auch mit dem PKW im Ausland unterwegs bist, solltest du Unterschiede zur deutschen Straßenverkehrsordnung kennen. Foto: CIVD
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  • Verkehrsverstöße im Ausland: Was ist wichtig zu wissen?
  • Das ist anders im Ausland 
  • Wo drohen harte Strafen?

Ob mit dem Auto, mit dem Camper oder mit dem Zweirad: Die deutsche Straßenverkehrsordnung und Gegebenheiten in der Bundesrepublik sollte jeder Verkehrsteilnehmer kennen. Schwieriger wird es bei Fahrten ins Ausland. Ob die "Blaulichtsteuer" in Österreich oder Besonderheiten beim Parken in Frankreich - einiges ist in andern Ländern anders. Das Mietwagenunternehmen Sunny Cars hat die überraschendsten Regelungen in anderen Ländern zusammengetragen.

Österreich: Vorsicht vor der "Blaulichtsteuer"

Experten raten dazu, bei einem Unfall mit Blechschaden die Polizei zu rufen. Dabei geht es vor allem darum, den Ablauf der Havarie und die Schuld zu klären, um versicherungsrechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

In Deutschland ist das kein Problem - lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Lage von der Polizei klären zu lassen.

Wer sich auf den eigenen vier Rädern auf nach Österreich macht, muss umdenken. Denn in der Alpenrepublik kostet das Anrücken der Polizisten. Wenn du die Polizei zu einem Unfall ohne Personenschaden rufst, erhebt diese die sogenannte Unfallmeldegebühr - landläufig "Blaulichtsteuer". Diese beträgt 36 Euro.

Schweiz: Von der 30er-Zone ins Gefängnis

In der Schweiz müssen Autofahrer*innen mit Hang zum Tempo besonders aufpassen, denn überhöhte Geschwindigkeit bestrafen die Eidgenossen besonders hart: Wer in einer Zone 30 über 70 Stundenkilometer fährt, kann sogar zu einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt werden.

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Außerhalb von 30er-Zonen droht Gefängnis, wenn mit über 80 Kilometer pro Stunde geblitzt wird.

In der Schweiz solltest du versuchen, Verkehrsverstöße zu vermeiden. Denn im Allgemeinen drohen hohe Geldstrafen.

Italien: Ab 1,5 Promille kann das Auto weg sein

Italien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Da hat auch die Corona-Krise nichts daran geändert. Ein Vino dort, ein Grappa da? Als Fahrer*in am besten nicht. Abgesehen davon, dass du generell komplett auf Alkohol verzichten solltest, wenn du hinter dem Lenkrad sitzt, kann ein positiver Alkoholtest jenseits des Brenners fatale Folgen haben. Bei mehr als 1,5 Promille drohen nicht nur hohe Geldstrafen, auch Haftstrafen und sogar die Beschlagnahmung des Autos mit anschließender Zwangsversteigerung sind möglich. Wie das Strafausmaß ausfällt, obliegt den Behörden.

Auch die Ahndung von Geschwindigkeitsübertretungen unterscheidet sich in Italien von der in Deutschland. Wenn du zwischen 22 und 7 Uhr zu schnell erwischt wirst, wird es besonders teuer. Nachts liegen die Geldstrafen ein Drittel über der regulären Strafen.

In Deutschland darfst du ganzjährig mit Winterreifen unterwegs sein. Ratsam ist es zwar nicht, weil ein Auto mit Winterreifen bei höheren Temperaturen mehr Sprit verbraucht, verboten ist es aber nicht. In Italien hingegen begehst du eine Ordnungswidrigkeit, wenn du zwischen dem 16. Mai und dem 15. Oktober mit der Winterbereifung erwischt wirst.

Dänemark: Hohe Strafen für Alkolenker - Gutverdiener bezahlen mehr

In Dänemark sehen die Gesetze ebenfalls hohe Strafen für Alkohol am Steuer vor. Geldbußen drohen ab 1,5 Promille

Die Höhe der Strafe richtet sich nach dem Verdienst. Dafür nutzen die dänischen Behörden eine Formel: Der gemessene Promillewert wird mit dem monatlichen Nettoeinkommen multipliziert.

Ab zwei Promille ist ein komplettes Monatsgehalt fällig. Zusätzlich drohen 20 Tage Haft auf Bewährung.

Frankreich: Beim Parken einen Blick auf den Boden werfen

Paris ist bekannt für viel Verkehr auf mehrspurigen Straßen, zum Beispiel am Arc de Triomphe. Wenn du die französische Hauptstadt oder eine andere Stadt mit dem PKW oder dem Camper besuchst, musst du auf eine französische Eigenart achten, was das Parken betrifft.

Weiße Linien zeigen gebührenpflichtige Parkplätze an, gelbe hingegen ein Parkverbot. Auch beim Bezahlen des Bußgeldes für Falschparker geht Frankreich einen besonderen Weg. Nachdem du ein Knöllchen bekommen hast, musst du in einem Tabakladen entsprechende Wertmarken kaufen.

Darf man im Urlaub alles fotografieren? Worauf du achten musst, erfährst du hier.

Griechenland: Kippe weg bei Kindern im Auto

In Deutschland wird seit Jahren debattiert, ob das Rauchen im Auto verboten werden sollte, wenn Kinder mit an Bord sind. In anderen EU-Ländern gilt dieses Verbot bereits. Neben Frankreich und Österreich konnte sich Griechenland dazu durchringen.

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Wenn du dich am Peloponnes nicht daran hältst, musst du mit hohen Strafen rechnen. Griechenland erhebt Bußgelder bis zu 1.500 Euro.

Bei der Einhebung von Geldbußen ist der südeuropäische Staat im Allgemeinen nicht zimperlich. Wenn du eine Strafe nicht innerhalb von 10 Tagen bezahlst, verdoppelt sich diese.

Spanien: Hände weg vom Navi - aber Frühzahlerrabatt

Ein Navi im Auto oder Camper ist zweifelsfrei praktisch. In Spanien solltest du auf die Bedienung während der Fahrt allerdings verzichten. Wenn du dabei erwischt wirst, wird eine Zahlung von bis zu 500 Euro fällig.

Anders als Griechenland unterstützt Spanien die Zahlungsmoral nicht mit einer Erhöhung der Strafe bei Säumigkeit, sondern mit Rabatten

Wer seine Strafe innerhalb von 20 Tagen begleicht, erhält 50 Prozent Rabatt.

Estland: Telefonieren während des Fahrens wird teuer

Handy am Steuer ist auch in Deutschland ein leidiges Problem. Während Unverbesserliche in der Bundesrepublik bis zu 200 Euro bezahlen, wenn sie erwischt werden, ist die Strafe in Estland doppelt so hoch.

Wer in dem baltischen Staat mit dem Handy am Ohr erwischt wird, muss 400 Euro berappen.

Andere Länder hingegen sehen das Thema lockerer. In Lettland werden 15 Euro fällig, in Bulgarien 25 Euro und in Island 40 Euro.

Qual der Wahl: Die beliebtesten Campingplätze Europas

Um verkehrsrechtliche Unsicherheiten so gut als möglich zu umgehen, kannst du deinen Camper einfach auf dem Platz abstellen und die Gegend zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Du planst einen Campingurlaub und weißt noch nicht, wohin die Reise gehen soll? Der Online-Campingführer camping.info kürt jährlich die beliebtesten Campingplätze. Die absoluten Top 10 des Jahres 2022 befinden sich alle in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darüber hinaus hat das Special Interest-Portal die beliebtesten Destinationen in 10 weiteren Ländern veröffentlicht. Entschieden hat nicht etwa eine Fachjury, gewählt haben Camper*innen.

  1. Campingpark Kühlungsborn, Kühlungsborn, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
  2. Grubhof, St. Martin bei Lofer, Österreich
  3. Rosenfelder Strand Ostsee Camping, Grube, Schleswig-Holstein, Deutschland
  4. Camping Hüttenberg, Eschenz, Schweiz
  5. Camp MondSeeLand, Tiefgraben, Österreich
  6. CampingPlatz Ecktannen, Heilbad Waren (Müritz), Deutschland
  7. Camping Murinsel, Großlobming, Österreich
  8. Ostseecamping Familie Heide, Kleinwaabs, Deutschland
  9. Campingpark Kalletal, Kalletal-Stemmen, Deutschland
  10. Naturisten FamilienSport- und NaturCamp Sonnensee, Hannover, Deutschland
  1. Polidor Family Camping Resort, Funtana, Kroatien
  2. Auto Camp Green Park, Mostar, Bosnien-Herzegowina 
  3. Långsjön Stugor & Camping AB, Ankarsrum, Schweden
  4. Camping Alexa****, Chłapowo, Polen
  5. Camping Beira Marvao Alentejo, Marvão, Portugal
  6. Camping Gythion Bay, Gythion, Griechenland
  7. Camping Rino, Struga, Mazedonien
  8. Camping La Ballena Alegre Costa Brava, Sant Pere Pescador, Spanien
  9. Skiveren Camping, Ålbæk, Dänemark
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