Vor dem Dschungel konnte ich Ariel nicht leiden - jetzt finde ich sie genial

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Wie kann aus einem Ariel-Hasser ein Ariel-Fan werden? Die Antwort ist ganz einfach: Eine Woche Dschungelcamp. Unser Autor Florian Hauner schildert seinen Wandel.

Sie ist 22 Jahre alt, kommt aus der Schweiz und dominiert die Sendezeit im Dschungelcamp 2026. Kaum ein anderer Star polarisiert in der diesjährigen Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" wie Ariel - außer vielleicht noch der umstrittene Musiker und Schauspieler Gil Ofarim. Doch während die junge Schweizeren im Netz viel Hass erntet, ist es bei mir genau umgekehrt. Mittlerweile bin ich ein richtiger Ariel-Fan geworden, dabei konnte ich sie früher kein bisschen leiden.

Wenn es so weiter geht, könnte Ariel meinen bisherigen Favoriten Hubert Fella ablösen. Mit dem durfte ich sogar ein Interview vor dem Aufbruch in den australischen Dschungel führen. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass ich Ariel im Dschungelcamp mag? Das möchte ich kurz versuchen zu erklären.

Wieso ich Ariel ursprünglich nicht ausstehen konnte

Meinen ersten Berührungspunkt mit Ariel hatte ich bei "Prominent getrennt - Die Villa der Verflossenen". Die Staffel von 2025 habe ich damals nur wegen Yeliz Koc und ihrem Ex Jannik Kontalis geschaut. Im Vergleich zur eher ruhgien Yeliz ist Ariel der absolute Kontrast. Ihr schrilles Geschrei und das ganze Drama wirkte auf mich gekünstelt und war mir einfach zu viel - allerdings habe ich dadurch eine ihrer größten Qualitäten übersehen.

Ariel konfrontiert ihr gegenüber direkt und ohne Rücksicht auf Verluste - und das schafft Unterhaltung. Aus gutem Grund wird mehr Material von Ariel als von anderen Stars in der aktuellen Dschungelstaffel gesendet. Während es Teilnehmer wie Hardy Krüger nicht schaffen zu unterhalten, hat Ariel das Dschungelcamp fest im Griff. Ohne sie wäre die Staffel meiner Meinung nach nur halb so lustig.

Eine andere Qualität ist die Wahl ihrer "Opfer" - denn so stellen sich die Personen dar, die von Ariel verbal konfrontiert werden. Gil Ofarim beispielsweise will sich im Dschungel so präsentieren "wie er wirklich ist" und versucht dabei krampfhaft seinen Skandal thematisch zu vermeiden. Genau das lässt Ariel nicht zu und erinnert damit die Zuschauer immer wieder daran, dass Gil kein unbeschriebenes Blatt ist. Gleiches gilt für Eva Benetatou.

Ariel vs. Gil - wer kommt weiter im Dschungel?

Ohne Frage ist an Ariel nicht alles perfekt und auch sie gibt ab und zu Schwachsinn von sich. Der beste Beweis dafür sind ihre Aussagen zur "flachen Erde" und der Mondlandung. Was ernst gemeint und was davon Show ist, weiß nur sie mit Sicherheit. Aber immerhin nutzt sie die Leidensgeschichte der jüdischen Gemeinschaft nicht aus, um auf sich aufmerksam zu machen.

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Ob es für die Dschungelkrone langt, wird sich noch zeigen. Aufgrund ihrer polarisierenden Wirkung, ist es denkbar, dass Ariel den Titel nicht bekommt. Mir ist es nur wichtig, dass sie länger dabei ist als Gil Ofarim. Denn wer hat es mehr verdient im deutschen Fernseher zu punkten, eine junge Frau, die Probleme direkt anspricht oder ein Lügner? Für mich ist die Antwort klar. Und wer noch eine Erinnerung braucht, hier sind Gils Worte vor Gericht: "Die Vorwürfe treffen zu. Ich möchte mich entschuldigen. Es tut mir leid. Ich habe das Video gelöscht."

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