Auch im Restaurant gibt es Änderungen: Mayo-Tütchen, Ketchup-Packungen und Portionsmilch werden ab 2030 ebenfalls verboten – alle Einwegverpackungen aus Kunststoff für einzelne Portionen sind betroffen.
Was stattdessen in Hotelbädern stehen wird
Ganz ohne Pflegeprodukte müssen Gäste natürlich nicht auskommen. Viele Hotels setzen schon heute auf Alternativen, die deutlich weniger Abfall verursachen. Dazu zählen vor allem nachfüllbare Spender, die direkt in Dusche oder Waschbereich installiert sind.
Diese können regelmäßig gereinigt und neu befüllt werden, wodurch deutlich weniger Plastikmüll entsteht.
Tatsächlich haben viele Hotelketten diesen Schritt bereits freiwillig umgesetzt – aus Umwelt- oder Kostengründen. Nachhaltigkeit wird auch bei Reisetrends immer wichtiger. Spanien setzt verstärkt auf nachhaltige Resorts mit lokalen Produkten und erneuerbaren Energien, während TUI das Angebot an umweltfreundlichen Unterkünften stetig ausbaut.
Warum die EU gerade Hotels ins Visier nimmt
Der Hintergrund ist schlicht: Die Menge an Müll ist enorm. Branchenangaben zufolge werden weltweit Millionen kleiner Hotel-Seifen täglich entsorgt, häufig sogar unbenutzt. Die vielen kleinen Plastikflaschen und Verpackungen tragen zusätzlich zu diesem Problem bei. Die EU möchte daher stärker auf Wiederverwendung und größere, nachfüllbare Behälter setzen.
Betrifft das auch Reisegrößen aus der Drogerie?
Für Reisende gibt es eine wichtige Entwarnung: Die neuen Regeln richten sich hauptsächlich an Hotels und andere Beherbergungsbetriebe.
Kleine Shampoo-Flaschen oder Reisegrößen, die im Handel verkauft werden, sind nach aktuellem Stand nicht Teil des Verbots. Wer also eigene Produkte im Handgepäck mitnimmt, kann das weiterhin tun.
Übrigens: An vielen Flughäfen gelten mittlerweile gelockerte Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Am Flughafen Frankfurt sind dank modernerer Scanner größere Flüssigkeitsmengen erlaubt – allerdings nur auf ausgewählten Kontrollspuren mit den neuen CT-Scannern.
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