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Erster Urlaub mit dem Wohnmobil oder Camper: Die besten Tipps für Einsteiger

Der Campingtourismus boomt. Dabei ist es für jeden möglich, einen Camping-Urlaub mit Wohnmobil oder Camper zu planen. Wir geben dir als Einsteiger*in hilfreiche Tipps.
Eine Reise mit dem Wohnmobil verspricht Freiheit und Spontanität.
Eine Reise mit dem Wohnmobil verspricht Freiheit und Spontanität. Foto: CC0 / Pixabay / Glavo
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  • Urlaub mit Camper oder Wohnmobil planen
  • Wahl des Campingplatzes & der Übernachtung
  • Die richtige Vorbereitung
  • Fahrt und Ankunft

Der eigene Camping-Urlaub ist für Einsteiger*innen immer besonders aufregend. Einige Tipps helfen dir, deine erste Reise zu einem vollen Erfolg zu machen.

Erstes Campen: Die Vorbereitung

Seit 2020 setzen immer mehr Menschen auf Camping. Der Grund dafür war unter anderem die Corona-Pandemie und ihre notwendigen Einschränkungsmaßnahmen, welche Urlauber*innen zwang, auf Alternativen auszuweichen. Dementsprechend gab es im Jahr 2020 41,4 % mehr Wohnmobil-Neuzulassungen als im Vorjahr. Statistiken zeigen, dass es allein in Deutschland mehr als 2.800 geöffnete Campingplätze gibt; als Einsteiger*in hast du also eine Vielzahl an Optionen. Die Top 3 Bundesländer bei der Anzahl von Stellplätzen zum Campen sind Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Auch interessant: 10 schöne Campingplätze in Franken - Tipps für uns für deinen nächsten Urlaub.

Bei der Wahl eines Campingplatzes in oder außerhalb von Deutschland kannst du dich danach richten, was du gerne in der Umgebung haben möchtest. Dies könnte ein Wald sein, eine bestimmte Region oder auch ein See. Eine Hilfe bei der Auswahl kann beispielsweise das Camping-Portal PiNCAMP sein. Reist du mit Kindern oder mit Tieren, solltest du sichergehen, dass der Campingplatz kinderfreundlich ist, beziehungsweise, dass Tiere erlaubt sind; andernfalls könnte es zu unangenehmen Situationen kommen.

Wichtig: Bei der ersten Reise solltest du dich mit der Länge der Route nicht überschätzen. Es ist besser, mit einer kleineren Tour zu beginnen und erste Camping-Luft zu schnuppern.

Zelten oder Wohnmobil?

Hast du dir ein Ziel ausgesucht, musst du dich entscheiden, ob du lieber zelten oder in einem Wohnmobil übernachten möchtest. Hast du es lieber etwas komfortabler, passt vielleicht ein Camper besser zu dir; sind die Flexibilität und Spontanität wichtig, könnte das Zelt die richtige Wahl sein. Je nach Vorliebe gibt es verschiedene Möglichkeiten von geräumigen Bullis über Autos mit Dachzelt hin zu Campervans.

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Du solltest bedenken, dass du bei Autos mit Dachzelt sowie Zelten meist mehr spezielles Campingequipment brauchst. Bist du dir nicht sicher, ob dir das Campen gut gefällt, könnte für die erste Reise ein gemieteter Camper oder Wohnwagen sinnvoll sein. Mietest du dir ein Wohnmobil, ist es wichtig, dass du dich von einer*m Mitarbeiter*in beraten lässt: Damit es während der Fahrt nicht zu Komplikationen kommt, solltest du genau wissen, wie alles funktioniert.

Es bietet sich an, auch eine kurze Probefahrt mit dem Wagen zu machen. Du solltest über die Seitenspiegel alles sehr gut sehen können. Ungewohnt wird es zunächst sein, auf die Höhenangaben bei Unterführungen zu achten und verstärkt auch auf Dachvorsprünge oder hervorragende Äste.

Packliste für Camping und Wohnwagen

Abschließend geht es an das Packen. Vorab solltest du wissen, dass jeder Camper und Wohnwagen ein bestimmtes Maximalgewicht hat. Beim Beladen muss dieses bedacht werden. Die benötigte Ausrüstung kannst du größtenteils sicherlich schon in deinem Haushalt finden:

  • Typisch für eine Reise sind Campingstühle oder andere Klappstühle,
  • Picknicksachen,
  • Vorratsdosen,
  • ein tragbarer Grill,
  • Schüsseln sowie
  • Schwimmsachen und eine Luftmatratze.

Lebensmittel und Getränke kannst du in der Regel in einer Stadt oder Ortschaft in der Nähe des Campingplatzes kaufen. Planst du eine Fahrradtour, solltest du auf einen Fahrradträger am Wohnmobil achten, auf welchem du deine Räder befestigen kannst. Eine detaillierte Checkliste kann dir dabei helfen, dass du nichts vergisst. Zuerst solltest du alle Papiere und Dokumente, darunter den Ausweis, den Führerschein und eventuelle Vignetten, einpacken. Des Weiteren dürfen eine Reiseapotheke, Hygieneartikel, Küchenutensilien, Haushaltsartikel, etwas Verpflegung für die Fahrt sowie benötigte Elektronik und Kleidung nicht fehlen. Was genau du in welcher Kategorie benötigst, hängt natürlich von deinem individuellen Bedarf ab. Bei einer Reise mit Kindern oder Tieren musst du auch an die speziell von diesen benötigten Dinge, wie beispielsweise ein Hundenapf oder Wickelsachen, denken. Für die Fahrstabilität solltest du schweres Gepäck nach unten laden und leichtere Sachen darauf stellen. Video zum Thema: Die besten Gadgets für deinen Campingurlaub.

Weiterführende Tipps rund um das Campen

Je nach Reiseland könnte es sein, dass Mautkosten, Fährenkosten oder Kosten für eine Vignette anfallen können. Informiere dich am besten im Voraus über mögliche Zusatzkosten, sodass du nicht während der Fahrt unangenehm überrascht wirst.

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Mithilfe verschiedener Apps kannst du dir die Fahrt selbst angenehmer gestalten. Die digitalen Helfer können dir beispielsweise Staus anzeigen, die aktuell günstigste Tankstelle oder die nächste Raststätte. Während der Fahrt kann somit viel Zeit und Stress gespart werden.

Bevor du am Campingplatz ankommst, solltest du dir der geltenden Platzordnungen und Campingregeln bewusst sein. Diese können sich von Platz zu Platz stark unterscheiden. Damit der Aufenthalt sowohl für dich als auch für deine Camping-Nachbarn möglichst angenehm wird, ist ein freundlicher und respektvoller Umgang das Fundament. Beim Ankommen auf dem Platz kann schon ein netter Gruß das Eis brechen und zu einer entspannten Urlaubsstimmung für alle beitragen.

Fazit

Zusammengefasst kann Camping je nach Campingplatz, ausgesuchtem Wagen und sonstigem Bedarf sehr preisgünstig gestaltet werden. Zudem hast du sowohl in Deutschland als auch im Ausland ein vielfältiges Angebot, wenn es um die Wahl der Plätze geht. Ist es deine erste Reise mit deinem Camper, bietet es sich an, erst einmal eine kürzere Tour zu starten und sich anschließend an längere Reisen zu wagen.

Lesetipp: Wenn du es noch komfortabler willst, ist vielleicht Glamping für dich eine Alternative.

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