Die Corona-Pandemie führte im Jahr 2020 nicht nur zu einem langwierigen Lockdown, sondern auch zu einer erhöhten Nachfrage nach Haustieren. Allein in Deutschland fanden mehr als eine Millionen Haustiere ein neues Zuhause. Interessant ist dabei aber auch, mit welchen Kosten Tierfans im Laufe des Lebens ihrer Lieblinge rechnen müssen.

Die Entscheidung für ein Haustier sollte dabei aber gut durchdacht sein und nicht nur für den derzeit geltenden Corona-Lockdown getroffen werden. Viele Tierheime erwarten insbesondere seit der Pandemie eine hohe Rückgabewelle und verhängen teilweise Vermittlungsstopps, da viele Besitzer mit den Anforderungen eines Haustiers überfordert sind. Welche monetären Anforderungen Haustiere an ihre neuen Besitzer stellen, hat die Heimwerker.de-Redaktion recherchiert. 

Haustier-Kosten: Kleintiere sind am günstigsten 

Wer knapp bei Kasse ist und trotzdem ein Tier beherbergen möchte, macht mit Kleintieren nichts falsch. Kleintiere wie Wellensittiche, Hamster oder Fische sind aufs Leben gerechnet verhältnismäßig günstig. Die günstigste Option unter den gängigen Heimtieren ist der Hamster mit etwa 490 Euro. Ähnlich günstig ist ein Aquarienfisch mit etwa 570 Euro. Wellensittiche schlagen mit knapp 1.000 Euro zu Buche. 

Etwas teurer ist dahingehend die Haltung von Meerschweinchen. Mit insgesamt etwa 3.770 Euro sind die Kleintiere aber im Gegensatz zu den Kaninchen deutlich günstiger. Für die Haltung eines schnuffeligen Langohrs müssen Kaninchen-Fans mit bis zu 7.760 Euro rechnen. Der enorme Unterschied zwischen den Tieren ist auf die geringeren Futterkosten bei den Meerschweinchen zurückzuführen. 

Insgesamt sollte bei der artgerechten Haltung von Meerschweinchen, Wellensittichen und Fischen darauf geachtet werden, dass sie immer im Paar gehalten werden, da die Tiere sich sonst einsam fühlen und verkümmern könnten.

Hunde und Katzen: So teuer sind die beliebtesten Haustiere

Insbesondere im Lockdown spenden die beliebten Vierbeiner, wie der Hund und die Katze großen Trost und sorgen nachweislich für Stressreduktion. Für die Haltung eines Stubentigers sollte man sich bewusst sein, dass Katzen im Durchschnitt 15 Jahre alt werden und die Haltungskosten sich in dieser Zeit auf beinahe 10.000 Euro belaufen. Zu beachten ist vor allem bei Wohnungskatzen von Berufstätigen, dass die Tiere nicht allein gehalten werden sollen, da diese auf Dauer das für die Tiere wichtige Sozialverhalten verlernen und es sogar zu Verhaltensstörungen kommen kann. 

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Die Haltung eines Hundes ist im Gegensatz zu einer Katze noch kostenintensiver. Der beste Freund des Menschen kostet jährlich etwa 1241 Euro – inklusive Anschaffungskosten kommen so schnell 16.800 Euro über das gesamte “Hundeleben” zusammen, so das Onlineportal Heimwerker.de. Wenn es sich jedoch um eine besondere Rasse oder einen Kampfhund handelt, können schnell deutlich höhere Kosten entstehen.

Doch Hundehalter schrecken bisher nicht vor den hohen Summen ab. Laut Statista wurden im Jahr 2020 25 Prozent mehr Hunde als im Vorjahr angemeldet. Das ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass Hundehalter durch die täglichen Spaziergänge nicht nur fitter sind, sondern auch eine bessere psychische Verfassung haben und zudem schneller Kontakte knüpfen. Auch interessant: Geflügelpest: Schwan in Hof infiziert - drastische Folgen für Hunde- und Katzenhalter.

Das teuerste Haustier: Die Schildkröte

Die meisten Haustiere überleben kein gesamtes Menschenleben, doch die Schildkröte macht den Menschen in Sachen Lebensdauer ganz schön Konkurrenz. Mit einer Altersspanne von bis zu 120 Jahren kann die Schildkröte sogar mehrere Generationen in einer Familie überleben. Aus diesem Grund kommt das gemütliche Panzertier in der Auswertung der Kosten über die gesamte Lebenszeit eines Haustiers auf den ersten Platz!

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Schildkröte beträgt circa 95 Jahre. Mit den Anschaffungskosten von etwa 245 Euro und den jährlichen Unterhaltskosten von etwa 300 Euro ergeben sich insgesamt stolze 28.750 Euro. 

Wichtig ist beim Kauf eines Haustieres aber, dass die persönlichen sowie finanziellen Kapazitäten ausreichen, um den Lebewesen eine artgerechte und liebevolle Haltung zu ermöglichen.

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