WhatsApp will Geld mit deinen Chats verdienen - das ist geplant

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Meta hat eine neue Idee, mit WhatsApp Geld zu verdienen - und diesmal trifft es deine Chats. Was der eigene Cloud-Speicher kostet und was er kann.

WhatsApp ist der beliebteste Messenger der Welt. Mehr als drei Milliarden Menschen nutzen die App monatlich, wie Meta-Chef Mark Zuckerberg im Mai 2025 erklärte. Lange Zeit kostete die App nach einem Gratisjahr 89 Cent pro Jahr - seit 2016 ist die Nutzung kostenlos. Doch der Konzern sucht seit Jahren nach Wegen, mit dem Messenger Geld zu verdienen.

Jetzt will WhatsApp mit der Speicherung deiner Daten Geld verdienen. In einer aktuellen Beta-Version für Android wurden Hinweise auf einen eigenen Cloud-Speicher von WhatsApp entdeckt.

Eigener Cloud-Speicher: So will WhatsApp mit Backups Geld verdienen

Bisher landen WhatsApp-Backups auf Google Drive oder in der iCloud von Apple. Das soll sich in Zukunft ändern. Laut WABetaInfo arbeitet WhatsApp an einer Funktion namens "WhatsApp Chat Backup Provider", mit der Nutzer ihre Chat-Sicherungen direkt auf Servern von WhatsApp ablegen können.

Zum Start soll es zwei Gigabyte kostenlosen Speicherplatz geben. Für viele Nutzer dürfte das allerdings nicht ausreichen, da WhatsApp-Backups mit Chatverläufen inklusive Fotos und Videos schnell deutlich größer werden. Wer mehr Platz braucht, soll laut WABetaInfo 50 Gigabyte für rund 99 Cent im Monat dazubuchen können. Die endgültigen Preise könnten sich aber noch ändern, da sich die Funktion noch in der Entwicklung befindet. Noch sei unklar, ob die kostenlosen zwei Gigabyte allen Nutzern zur Verfügung stehen oder nur denjenigen, die das neue kostenpflichtige Abo WhatsApp Plus abgeschlossen haben.

Neben dem Abo-Modell und der Schnittstelle für Unternehmen wäre der Cloud-Speicher eine weitere Einnahmequelle für Meta. Einen konkreten Starttermin für den neuen Dienst gibt es laut WABetaInfo bisher nicht. Die Funktion wird wohl zunächst in mehreren Stufen mit ausgewählten Beta-Testern erprobt werden.

Automatische Verschlüsselung: Warum der neue Speicher sicherer sein soll

Ein großer Vorteil des neuen Cloud-Speichers wäre die Sicherheit. Wer seine Backups auf den WhatsApp-Servern ablegt, bekommt eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie bei den Chats selbst. Das bedeutet: Niemand außer dem Nutzer selbst würde die gesicherten Chats lesen können - auch WhatsApp nicht. Bei Google Drive und iCloud ist die Verschlüsselung von WhatsApp-Backups bisher nur eine freiwillige Option.

Als Verschlüsselungsmethode schlägt WhatsApp demnach sogenannte Passkeys vor. Dabei handelt es sich um eine moderne Alternative zu herkömmlichen Passwörtern. Statt sich ein Passwort zu merken, entsperrt der Nutzer seine Backups einfach per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Wer das nicht möchte, könne alternativ ein klassisches Passwort oder einen 64-stelligen Schlüssel verwenden.

Auch abseits der Speicher-Pläne tut sich bei WhatsApp einiges. So hat Meta eine große Änderung bei den Nutzernamen angekündigt. Außerdem sollten Besitzer älterer Handys prüfen, ob ihre WhatsApp-Version bald nicht mehr unterstützt wird.

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