Alexa+ startet durch: Im Restaurant reservieren, Hund füttern und Co. - das kann die KI

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Amazon bringt seine neue KI-basierte Sprachassistentin Alexa+ nach Deutschland und verspricht natürlichere Gespräche sowie mehr Funktionen.

Amazon hat seine vollständig überarbeitete Sprachassistentin Alexa+ nun auch in Deutschland eingeführt. Die Software, die auf generativer KI basiert, soll laut dem US-Konzern in Berlin deutlich natürlicher kommunizieren und komplexe Aufgaben eigenständig bewältigen können.

Gleichzeitig verkündete der Autohersteller BMW, die Technologie als Grundlage für seinen neuen Sprachassistenten im Auto zu verwenden.

Im Restaurant reservieren und Hund füttern: Alexa+ revolutioniert Sprachassistenz

Wer bisher smarte Lautsprecher nutzt, kennt die Einschränkungen der Systeme. Um beispielsweise in einem Smart Home die Geräte per Sprache zu steuern, muss eine bestimmte Syntax beachtet werden. Andernfalls versteht das System die Befehle nicht. Mit Alexa+ verspricht Amazon, dass nun natürlich geführte Dialoge möglich sind.

Im Gegensatz zu traditionellen Chatbots soll die Amazon-KI nicht nur als Suchmaschine mit Sprachausgabe fungieren, sondern als echte Assistentin in der realen Welt agieren. Alexa+ kann etwa eigenständig Tische in Restaurants über Plattformen wie OpenTable reservieren. Um in einem vernetzten Zuhause nützlich zu sein, muss Amazons Software Informationen sammeln und auswerten.

Eine bedeutende Rolle sollen dabei die Sicherheitskameras der Amazon-Marke Ring spielen. So etwa im Beispiel mit der Fütterung des Hundes: Die Erinnerung funktioniert, weil eine Ring-Kamera auf den Napf gerichtet ist und erkennt, dass er noch kein Futter erhalten hat. Ebenso könnten Außenkameras von Ring in der Vision von Amazon auch feststellen, ob die blaue Papiertonne für die Müllabfuhr bereits an den Straßenrand gestellt wurde.

Zu teuer oder angemessen? Das kostet Alexa+

Während einer ab sofort startenden "Early Access"-Phase ist die Nutzung von Alexa+ in Deutschland kostenlos. Wer teilnehmen möchte, muss entweder ein neues Gerät (zum Beispiel den Echo Show 11 oder den Echo Dot Max) erwerben oder sich mit einem bereits vorhandenen, kompatiblen Echo-Gerät für eine Einladung registrieren.

Nach Abschluss der Testphase integriert Amazon den Dienst ohne zusätzliche Kosten in sein Prime-Abonnement. Wer kein Prime-Kunde ist, wird hingegen tief in die Tasche greifen müssen: Für sie fordert Amazon künftig einen vergleichsweise hohen monatlichen Preis von 22,99 Euro. 

Amazons neue Technologie beschränkt sich nicht auf die eigenen Echo-Lautsprecher. BMW verwies in Berlin auf eine umfassende Partnerschaft mit Amazon. Der bayerische Automobilhersteller bringt die deutsche Version seines neuen "Intelligent Personal Assistant" auf die Straße, dessen technologische Grundlage der "Alexa Custom Assistant" von Amazon ist.

BWM will Partnerschaft mit Alexa+

Dabei werden spezifische Funktionen der neuen KI-Technologie Alexa+ tief in die Fahrzeugsoftware integriert. Fahrer können künftig in natürlich formulierten Dialogen umfassende Fahrzeugfunktionen steuern oder Routen mit mehreren Zwischenzielen planen, für die das System sogar erklärende Hintergrundinformationen liefert.

Auf Wunsch lässt sich zudem das eigene Amazon-Konto verknüpfen, um nahtlos auf Musikstreaming-Dienste zuzugreifen. Der Startschuss für das System fiel bereits Mitte April 2026 im neuen BMW iX3 in Deutschland. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll die dialogfähige KI dann schrittweise in weiteren BMW-Modellen verfügbar gemacht werden.

Vorschaubild: © Jhon/AdobeStock