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Kostenlose Infoveranstaltung: Experten geben Einblicke zum Thema Nierentumor

9 Min
Die Fachärzte des Klinikums Kulmbach erklären moderne Diagnoseverfahren bei Nierentumoren – verständlich, präzise und auf dem neuesten Stand der Medizin. Fotos: Klinikum Kulmbach
Leitende Ärzte des Klinikums Kulmbach geben Einblicke in moderne Therapieoptionen bei Nierentumoren – von schonenden OP‑Verfahren bis zur individuellen Behandlungsplanung. Fotos: Klinikum Kulmbach
 
Wieder beweglich: Moderne Knie-Endoprothetik im Klinikum Kulmbach. Foto: Klinikum Kulmbach
 
Beim Klinikum Kulmbach erklären Fachärztinnen und Fachärzte komplexe medizinische Themen verständlich und auf Augenhöhe. Foto: Klinikum Kulmbach
 
Der Vortrag informiert über das neue Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm, das ab April 2026 erstmals als Kassenleistung für Raucherinnen und Raucher verfügbar ist. Foto: Klinikum Kulmbach
 
Kopfschmerzen: häufig harmlos, in seltenen Fällen jedoch ein wichtiges Alarmsymptom Foto: Adobe Stock
 
Medizin mit Herz und Fachkompetenz – die Ärzte des Klinikum Kulmbach arbeiten jeden Tag mit Empathie, Erfahrung und Verantwortung. Fotos: Klinikum Kulmbach
 
Wird eine Auffälligkeit in der Lunge festgestellt, führt das Fachpersonal eine Bronchoskopie durch. Foto: Klinikum Kulmbach
 
Die Infoveranstaltung gibt einen verständlichen Überblick über aktuelle Diagnoseverfahren und schonende Behandlungsmöglichkeiten bei Nierentumoren. Foto: Klinikum Kulmbach
 
Leitender Arzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kulmbach Dr. Thomas Hüttner. Foto: Klinikum Kulmbach
 

Rund um Gesundheitsthemen bleiben oft Fragen offen. Verständlich aufbereitete Informationen helfen, medizinische Inhalte besser zu verstehen und einzuordnen - im Juli rückt das Krankheitsbild "Nierentumor" in den Fokus.

Gerade bei komplexen Krankheitsbildern entsteht schnell ein Informationsbedarf, der über kurze Arztgespräche hinausgeht. Patientenveranstaltungen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Sie schaffen Raum für Austausch, Transparenz und Verständnis – jenseits von Fachjargon und Zeitdruck. Medizinisches Wissen wird hier eingeordnet, erklärt und in einen größeren Zusammenhang gestellt.

Wer gut informiert ist, kann Ängste abbauen, Risiken realistischer einschätzen und gesundheitliche Entscheidungen bewusster treffen. In den kommenden Monaten bietet das Klinikum Kulmbach mehrere kostenlose medizinische Vorträge an, die genau diesen Anspruch verfolgen. Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

Im Mittelpunkt der Mensch: Das ist das Klinikum in Kulmbach

Im Mittelpunkt der Mensch – nach dieser Maxime arbeiten das Klinikum Kulmbach und die Fachklinik Stadtsteinach. Als modernes kommunales Gesundheitsunternehmen stellen beide Einrichtungen die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten konsequent in den Vordergrund. Medizinische Qualität, persönliche Zuwendung und ein verantwortungsvolles Miteinander prägen den Alltag.

Mit einer über 200‑jährigen Geschichte und kontinuierlicher Modernisierung bietet das Klinikum Kulmbach heute eine medizinische Versorgung auf aktuellem technischem und fachlichem Stand. Als Krankenhaus der Versorgungsstufe II verfügt es über 540 Betten, spezialisierte Zentren sowie zertifizierte Einheiten – von der Notfallmedizin bis zur Geburtshilfe. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch medizinische Versorgungszentren und die Fachklinik Stadtsteinach mit Schwerpunkt auf geriatrischer und orthopädischer Rehabilitation.

Als akademisches Lehrkrankenhaus ist das Klinikum zudem fest in Ausbildung, Fortschritt und regionaler Verantwortung verankert.

Die verschiedenen Veranstaltungen: Wissen, das Sicherheit schafft

Ob Vorsorge, moderne Therapieansätze oder neue Screening-Programme - die Patientenveranstaltungen im Klinikum Kulmbach greifen gesundheitliche Themen auf, die viele Menschen bewegen. Fachärzte und Fachärztinnen erläutern medizinische Hintergründe verständlich und beantworten Fragen aus dem Publikum.

Nierentumor verstehen - Moderne Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

Montag, 06.07.2026 | ab 18:00 Uhr

Unter dem Titel „Nierentumore: Moderne Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten“ informieren Expertinnen und Experten über aktuelle Diagnoseverfahren, moderne Behandlungsmöglichkeiten und den Einsatz des DaVinci-Operationssystems. Darüber hinaus wird erläutert, welche Therapiekonzepte bei fortgeschrittener Erkrankung heute zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Ziel ist es, über das Krankheitsbild und aktuelle medizinische Entwicklungen zu informieren, Ängste abzubauen und Orientierung bei wichtigen Entscheidungen zu geben.

Besucherinnen und Besucher haben zudem die Möglichkeit, mit den Referentinnen und Referenten persönlich ins Gespräch zu kommen und individuelle Fragen zu stellen. Durch die Gründung des Onkologischen Zentrums am Klinikum Kulmbach konnten die Voraussetzungen für eine noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit geschaffen werden. Davon profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit einer Tumorerkrankung.

Nierentumore treten zwar vergleichsweise selten auf, sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Rund 85 % der diagnostizierten Nierentumore sind bösartig. Da die Erkrankung häufig über Jahre hinweg ohne erkennbare Beschwerden verläuft, kommt einer frühzeitigen Diagnose eine besondere Bedeutung zu.

Das Klinikum Kulmbach lädt am Montag, den 6. Juli 2026, von 18 bis 20 Uhr zu einem Informationsabend rund um das Thema Nierentumore in das große Foyer des Klinikums ein.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung bis zum 30. Juni 2026 wird gebeten. Diese ist telefonisch unter 09221 / 98-1935, per E-Mail an uoz@klinikum-kulmbach.de oder über das Online-Anmeldeformular auf der Homepage des Klinikums möglich.

Hier kannst du dich zum Nierentumor-Infotag anmelden

Was du über Nierentumore wissen solltest

Die Niere ist weit mehr als ein reines Filterorgan. Sie entzieht dem Blut Gift- und Abfallstoffe, reguliert den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers und produziert lebenswichtige Hormone wie Erythropoetin zur Blutbildung sowie Renin zur Blutdruckregulation. Darüber hinaus trägt sie wesentlich zum Säure-Basen-Gleichgewicht bei und sorgt dafür, dass Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen können. Genau deshalb kann ein Tumor der Niere schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus haben.

Rund 85 % der diagnostizierten Nierentumore sind bösartig und bedürfen einer entsprechenden Behandlung. Besonders tückisch ist, dass die Erkrankung häufig über Jahre hinweg ohne erkennbare Beschwerden verläuft. Erst in späteren Stadien können Symptome wie Blut im Urin, unerklärlicher Gewichtsverlust, anhaltende Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Fieber auftreten. Auch nächtliche Schweißausbrüche sowie Schmerzen in der Flanke, im Rücken oder Oberbauch können Hinweise auf eine Erkrankung sein. In manchen Fällen lässt sich sogar eine Verhärtung oder Schwellung im Bereich der Niere ertasten.

Mit zunehmender Tumorgröße steigt das Risiko, dass der Tumor aggressiver wächst oder bereits Tochtergeschwülste gebildet hat. Wird die Erkrankung erst spät erkannt, kann unter Umständen die vollständige Entfernung der betroffenen Niere erforderlich werden. Umso wichtiger ist die frühzeitige Diagnose. Dank moderner Bildgebung werden heute rund 70 % der Nierentumore bereits in einem frühen Stadium entdeckt – häufig zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen oder bei der Abklärung anderer Beschwerden.

Bereits eine Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt oder Urologen kann Hinweise auf eine Raumforderung in der Niere liefern. Für eine genaue Diagnostik wird anschließend meist eine Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel durchgeführt. Sie ermöglicht eine präzise Beurteilung von Größe, Lage und Ausdehnung des Tumors sowie die Abklärung möglicher Metastasen. Alternativ kann auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden.

Ergänzend werden Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt, um die Nierenfunktion zu beurteilen und weitere Hinweise auf die Erkrankung zu erhalten. Wird ein Nierentumor frühzeitig erkannt, sind die Behandlungsmöglichkeiten heute vielfältig und die Heilungschancen oft sehr gut.

Diese Veranstaltungen haben bereits stattgefunden:

Moderne Konzepte in der Endoprothetik

Dienstag, 16.06.2026 | ab 18:00 Uhr 

Gelenkverschleiß gehört zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen und eingeschränkte Mobilität im Alltag. Moderne Endoprothetik bietet heute vielfältige Möglichkeiten, diese Beschwerden gezielt zu behandeln. Dank präziser Diagnostik, innovativer Operationsverfahren und hochwertiger Implantate können Gelenke individuell ersetzt und Funktionen nachhaltig verbessert werden.

Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit zurückzugewinnen und die Lebensqualität deutlich zu steigern. Welche medizinischen Konzepte dabei heute zum Einsatz kommen und wie moderne Gelenkchirurgie konkret aussieht, steht im Mittelpunkt der Patientenveranstaltung.

Rund 51% aller Deutschen leiden unter Muskel- oder Gelenkbeschwerden. Nach aktuellen Datensätzen des RKI litten allein in den vergangenen 24 Stunden rund 30% aller Frauen und 25% aller Männer an akuten Gelenkschmerzen. In Deutschland liegt die Ursache bei gut 20% der Bevölkerung an Arthrose, also dem Verschleiß von Gelenken.

Arthrose lässt sich mit vielen Methoden behandeln: Angefangen bei der Physiotherapie mit gezielten Bewegungen, die Muskelaufbau fördern, um zugleich Knorpelabbau vorzubeugen, über etwaige Gewichtsreduktion, sowie Schmerztherapien durch entzündungshemmende Gele, Salben oder Tabletten, bis hin zu physikalischen Therapien, Injektionen oder Ernährungsumstellungen. Ist das Gelenk jedoch stark verschlissen, bleibt meist nur ein operativer Eingriff. In diesen Fällen kommen dann oft künstliche Ersatzgelenke zum Einsatz, die wieder eine umfangreiche Bewegungsfähigkeit herstellen können. 

Moderne Gelenkprothesen sind aus langlebigen Materialien, wie Titan, oder Chrom-Cobalt-Molybdän-Stahl hergestellt und sind bis zu 30 Jahre haltbar. Auch die operativen Verfahren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt. Knie-Prothesen werden am Klinikum Kulmbach darum mit High-Tech-Unterstützung des ROSA Knie-Roboters eingesetzt. So kann eine hohe Präzision bei der Einpassung des Gelenks garantiert werden.

Neben den computergestützten Therapiemethoden gibt es jedoch weitere Fortschritte und Neuerungen in der Endoprothetik: Neuerungen, die das Klinikum Kulmbach nun der breiten Bevölkerung vorstellen möchte.

Aus diesem Grund findet am Dienstag, den 16. Juni 2026, von 18 bis 20 Uhr im Foyer des Klinikum Kulmbach wieder eine große Info-Veranstaltung statt, die sich mit den aktuellen Entwicklungen in der Endoprothetik beschäftigt. 

In spannenden Vorträgen, allesamt gehalten von Leitenden Ärzten und Oberärzten der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, sowie des Endoprothetik-Zentrums am Klinikum Kulmbach, soll Neues vorgestellt und Fragen beantwortet werden. Leitender Arzt Dr. Gerhard Finkenzeller sowie Leitender Oberarzt Dr. Axel Wilhelm erklären dann, wie Arthrose diagnostiziert wird, und verschaffen einen Überblick über die modernen Diagnostik-Methoden.

Dabei möchten die Referenten auch zeigen, wie sich Gelenk-„Verschleiß“ therapieren lässt und es soll erläutert werden, warum eine Knie-OP mit Roboter-Unterstützung so präzise ist. Zugleich soll die Hüft-Endoprothetik thematisiert und im Zuge dessen neue OP-Techniken vorgestellt werden, mit denen muskel- und weichteilschonend ein Zugang zur Hüfte geschaffen werden kann. Aber auch um die Revisionsendoprothetik soll es gehen; also wie mögliche Probleme gelöst und Wechseloperationen durchgeführt werden können.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist telefonisch unter der 09221/98-1751, per Mail an Barbara.Boer@klinikum-kulmbach.de oder über das Online-Anmeldeformular auf der Homepage des Klinikums Kulmbach möglich.

Aneurysma im Kopf - Zeitbombe oder Neufund? 

Dienstag, 28.04.206 | 18:00 bis 20:00 Uhr

Ein Aneurysma ist nicht nur ein medizinsicher Begriff, der schwer auszusprechen ist, sondern vor allem eine ernst zu nehmende Erkrankung. Darunter versteht man eine krankhafte Aussackung an einer Arterie, die grundsätzlich in jedem Blutgefäß des menschlichen Körpers auftreten kann.

"Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine ballonartige Ausdehnung einer Arterie. Diese kann durch Schwachstellen in der Gefäßwand entstehen. Das geht so lange, bis es letztendlich zur Ruptur, also zum Platzen, kommt, und dann wird es lebensgefährlich", erläutert Leitender Arzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kulmbach Prof. Dr. Schulte-Altedorneburg.  Besonders gefährlich wird es, wenn ein Aneurysma wächst und plötzlich reißt. Eine sogenannte Aneurysmaruptur kann lebensbedrohliche Folgen haben - insbesondere dann, wenn die Hauptschlagader oder Arterien im Gehirn betroffen sind.

Aneurysmen erkennen - auf diese Warnzeichen solltest du achten

Trotz des oft unbemerkten Wachstums gibt es Anzeichen für ein Aneurysma, die auf das gefährliche Krankheitsbild hinweisen können: So kann es zu Sehstörungen wie Doppelbilder, unscharfem Sehen oder Pupillenerstarrung kommen. Außerdem können Schmerzen hinter dem Auge oder einseitige Kopfschmerzen auftreten sowie Schwäche oder sogar eine einseitige Gesichtslähmung.

Ist ein Aneurysma im Kopf geplatzt, bringt dies ebenso warnende Anzeichen für einen Notfall mit sich: "Es wird häufig ein plötzlicher, extremer Kopfschmerz verspürt. Der Nacken kann ebenso versteifen und Schmerzen in dieser Region bis in den Rücken ausstrahlen. Dabei sind ebenso Verwirrtheit oder Schläfrigkeit sowie Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit möglich. Zuletzt genannte Symptome sind tückisch, da sie genauso auch auf eine Migräne hinweisen könnten," erläutert der Leitende Arzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Kulmbach Dr. Christian Konhäuser.

Spezialisten-Team vor Ort: in besten Händen im Klinikum Kulmbach

Gerade bei Hirnarterienaneurysmen ist eine frühzeitige und fundierte Einschätzung entscheidend. Am Klinikum Kulmbach erfolgt die Diagnostik und Behandlung durch ein spezialisiertes Team aus Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie. Mit Dr. Amer Haj steht dem Klinikum Kulmbach seit dem 1. April ein sehr erfahrener Aneurysma‑Operateur als Leitender Arzt der Neurochirurgie zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt er über umfangreiche Erfahrung in der operativen und minimalinvasiven Wirbelsäulenchirurgie und stellt damit eine große fachliche Bereicherung für das Klinikum dar.

Gemeinsam mit Professor Dr. Gernot Schulte‑Altedorneburg, Leitender Arzt der Neuroradiologie, und Dr. Christian Konhäuser, Leitender Arzt der Neurologie, werden moderne mikrochirurgische und minimalinvasive Behandlungsverfahren angeboten und im Rahmen der Patientenveranstaltung am 28. April 2026 verständlich erläutert.

Neu in Deutschland: Lungenkrebs-Screening für Raucher und Ex-Raucher

Mittwoch, 13.05.2026 | 18:00 bis 19:30 Uhr

Das Lungenkrebs-Screening gilt als wichtiger Schritt in der Früherkennung. Für Raucherinnen, Raucher und ehemalige Raucher kann dies entscheidend sein. Ab April 2026 wird in Deutschland erstmals ein solches Angebot eingeführt und ist als Kassenleistung damit auch für gesetzlich Versicherte verfügbar. Ziel ist es, Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen und dadurch die Behandlungschancen deutlich zu verbessern. Der Vortrag informiert über den Ablauf, für wen es geeignet ist und welche Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen.

Lungenfachärzte atmen auf - so auch der Leitende Arzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin Dr. (Univ. Damaskus) Joseph Alhanna, der in den neuen Screenings eine Chance sieht, Lungenkrebs nun bald noch früher zu entdecken: "Lungenkrebs-Symptome treten erst sehr spät auf, da die Lunge wenig Schmerzrezeptoren hat. Aus diesem Grund kommen Patienten mit Lungenkrebs leider oft erst mit fortgeschrittenem Stadium, in dem meist nicht mehr operiert werden kann. Für einen Betroffenen, ohne medizinisches Wissen, ist es jedoch schwer, die Symptome eines Lungenkrebses auch eindeutig diesem Krankheitsbild zuzuordnen."

Für wen kommt das Lungenkrebs-Screening in Frage?

Alle starken Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre lang Tabak konsumiert oder 15 "Packungsjahre" gesammelt haben, sollen alle 12 Monate ihre Lunge mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) untersuchen lassen können. Laut G-BA-Definition entspricht 1 Packungsjahr dabei rund 20 Zigaretten jeden Tag über ein gesamtes Jahr hinweg.

Beim Screening selbst handelt es sich um eine CT-Untersuchung mit niedriger Röntgenstrahlung. Leitender Arzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kulmbach Dr. Thomas Hüttner erklärt: "Die notwendigen Fort- und Weiterbildungen unseres Teams haben bereits begonnen, sodass wir zum deutschlandweiten Start bereit sind."

Was passiert, wenn im Screening etwas entdeckt wird?

Besteht der Verdacht auf eine bösartige Veränderung, folgt eine histologische Sicherung durch die Untersuchung einer Gewebeprobe. Am Klinikum Kulmbach werden Lungenspiegelungen, sogenannte Bronchoskopien, zur Probenentnahme durch die Lungenabteilung mit modernsten diagnostischen Methoden, wie dem Lungen-Navigationssystem "ARCHIMEDES", durchgeführt.

Mit solchen Verfahren können sogar die kleinsten Veränderungen in der Lunge gezielt lokalisiert und Proben entnommen werden. Die Auswertung der Gewebeprobe findet ebenfalls vollumfänglich am Klinikum Kulmbach statt, da der Leitende Arzt des Institutes für Pathologie am Klinikum Kulmbach Prof. Dr. univ. Andreas Gschwendtner als Spezialist für Lungenkrebs überregional bekannt ist.

Nach jedem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Referenten werden im Anschluss an die Vorträge für weitere Fragen zur Verfügung stehen.

Informiert entscheiden - Dialog mit Experten

Die Patientenveranstaltungen im Klinikum Kulmbach bieten die Möglichkeit, medizinische Themen verständlich einzuordnen und aktuelle Entwicklungen kennenzulernen. In persönlicher Atmosphäre erhalten Besucher fundierte Informationen aus erster Hand und können Fragen stellen, die im Alltag oft offenbleiben. Der offene Austausch, die fachliche Expertise und der klare Fokus auf den Menschen machen die Veranstaltungen zu einer wertvollen Orientierungshilfe. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.


Kontakt

Klinikum Kulmbach 

Albert-Schweitzer-Straße 10
95326 Kulmbach 

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E-Mail: Service@klinikum-kulmbach.de