Vanguard FTSE Global All Cap ETF: Experten mit Einschätzung zum Rekord-ETF
Autor: Christoph Eberle
Deutschland, Freitag, 02. Oktober 2026
Ein neuer Vanguard-ETF brach jüngst Rekorde - und klingt nach dem perfekten Rundum-Weltportfolio. Doch was unterscheidet ihn von FTSE All-World und MSCI World?
Der Vanguard FTSE Global All-Cap UCITS ETF (WKN: A42B1M, ISIN: IE000VAHT5T0) wurde Mitte August aufgelegt – und legte gleich einen Raketenstart hin. Innerhalb von nur drei Wochen sammelte er mehr als eine Milliarde US-Dollar von Anlegern ein. Inzwischen hat er die Zwei-Milliarden-Marke deutlich überschritten.
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Was ist der Vanguard FTSE Global All-Cap ETF und was macht ihn so besonders?
Mit dem neuen ETF setzen Anleger auf die Wertentwicklung von 10.000 Aktien weltweit – sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern. Ebenfalls mit dabei sind sogenannte "Small Caps", also kleinere Firmen, die beispielsweise im MSCI World oder im FTSE All World nicht enthalten sind. Zudem lockt der Fonds mit niedrigen jährlichen Kosten von nur 0,07 Prozent.
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Das sagen Experten von Finanztip und Stiftung Warentest zum Rekord-ETF
Die Mediengruppe Bayern bat Experten von Finanztip und Stiftung Warentest um eine Einordnung des neuen Vanguard-ETF. Finanztip-Geldanlage-Experte Timo Halbe und Yann Stoffel, ETF-Experte bei Stiftung Warentest Finanzen antworteten auf unsere Fragen:
Wie ist die Gesamtkostenquote von 0,07 Prozent pro Jahr im Vergleich zu anderen breit gestreuten Welt-ETFs einzuordnen? Wie groß fällt der Kostenvorteil für Anleger aus?
Timo Halbe: "Mit einer TER von 0,07 Prozent pro Jahr ist der neue Vanguard-ETF günstig. Zum Vergleich: Von Finanztip empfohlene breit gestreute Alle-Länder-ETFs liegen derzeit beispielsweise bei 0,17 Prozent für den SPDR MSCI ACWI IMI, 0,14 Prozent für den Vanguard FTSE All-World oder 0,20 Prozent für den iShares MSCI ACWI. Die Kosten sind also ein Stück geringer, aus unserer Sicht aber kein Grund, einen bereits vorhandenen guten Welt-ETF zu verkaufen. Dabei könnten Handelskosten und gegebenenfalls Steuern auf bisherige Kursgewinne anfallen.
Außerdem sollte man die TER nicht isoliert betrachten: Entscheidend ist am Ende auch, wie gut ein ETF seinen zugrunde liegenden Index tatsächlich abbildet. Genau dafür fehlen beim neuen Fonds bislang noch längere Erfahrungswerte. Unsere Analysen zeigen immer wieder, dass ein ETF mit etwas höherer Kostenquote einen ETF mit niedrigerer in der Performance schlägt."