Eintritt der Altersteilzeit soll ebenfalls angehoben werden: Blockmodell soll entfallen
Auch bei der Altersteilzeit empfiehlt die Kommission Änderungen. Vorgeschlagen wird, die Altersgrenze von derzeit 55 auf 58 Jahre anzuheben. Zudem soll das sogenannte Blockmodell entfallen. Dabei arbeiten Beschäftigte in der ersten Hälfte der Altersteilzeit weiterhin voll, erhalten aber nur einen Teil ihres Gehalts. In der zweiten Hälfte werden sie bei fortlaufender Vergütung von der Arbeit freigestellt.
Die Kommission bewertet dieses Modell kritisch. In dem Bericht heißt es, das Blockmodell entspreche faktisch nicht einer klassischen Teilzeitbeschäftigung, sondern eher einer Form des vorgezogenen Ausscheidens aus dem Berufsleben. Zudem könne es sich negativ auf die individuellen Rentenanwartschaften auswirken. Auch aus Sicht der Arbeitgeber setze das Modell aus Sicht der Experten nur begrenzte Anreize, Arbeitsbedingungen stärker an ältere Beschäftigte anzupassen.
Der Bericht der Rentenkommission soll am Dienstag (23. Juni 2026) offiziell vorgestellt werden. Mehrere zentrale Vorschläge waren bereits vorab bekannt geworden und werden seitdem öffentlich diskutiert.
Selbstständige und Politiker sollen künftig in die Rentenkasse einzahlen
Dazu gehören unter anderem Pläne zur langfristigen Stabilisierung des Rentenniveaus über eine Kapitalrente, eine schrittweise weitere Anhebung des Rentenalters in den kommenden Jahrzehnten sowie steigende Rentenbeiträge.
Zudem soll die Möglichkeit des abschlagsfreien Renteneintritts nach 45 Beitragsjahren entfallen. Vorgesehen ist außerdem eine kapitalgedeckte, beitragsfinanzierte Säule, die insbesondere jüngeren Generationen höhere Renten ermöglichen soll als nach geltendem Recht. Auch Selbstständige und Politiker sollen nach den Vorschlägen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.
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