Der Iran-Krieg macht sich nicht nur an der Zapfsäule bemerkbar. Lebensmittel und andere Energiekosten schnellen in die Höhe. Ein Umdenken in der Politik gibt es kaum.
Die Inflation in Deutschland könnte erneut steigen – und diesmal ist es ein geopolitischer Konflikt, der die Bundesbank aufhorchen lässt. Die Notenbank warnt ausdrücklich vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts für Deutschland. Steigende Energiepreise und gestörte Lieferketten könnten die Teuerungsrate spürbar in die Höhe treiben.
"Infolgedessen dürfte die Inflationsrate bald deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen." Die weitere Entwicklung sei stark vom Verlauf des Konflikts abhängig, so die Bundesbank. Eine lang anhaltende Blockade der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr könnte die Energieversorgung beeinträchtigen und die Inflationsrate über einen längeren Zeitraum erheblich erhöhen. Im Februar betrug die Teuerungsrate in Deutschland 1,9 Prozent.
Iran-Krieg: Verbraucher spüren die Folgen besonders an der Tankstelle und beim Einkauf
Auch für die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft habe der Iran-Konflikt ernste Konsequenzen, schreibt die Bundesbank. Haushalte und Unternehmen würden belastet, insbesondere durch höhere Energiepreise. In einer Yougov-Erhebung im Auftrag der Postbank äußerte im März jeder Achte (12,8 Prozent) der 2.028 befragten Erwachsenen, dass er kaum noch die laufenden Ausgaben für den täglichen Lebensunterhalt decken könne.
In Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro gibt dies sogar fast jeder vierte Befragte (23,5 Prozent) an. Die Besorgnis über eine neue Preiswelle ist erheblich.
"Was wir tun müssen, ist, so schnell wie möglich wegzukommen von der fossilen Energie", sagt Ökonomin Claudia Kemfert im Deutschlandfunk. "Wenn wir nicht so stark abhängig wären von den fossilen Energien, dann würden wir auch die hohen Kosten so nicht tragen müssen. Und da geht die Regierung ja auch leider in die falsche Richtung und will uns einreden, dass die Energiewende teuer ist. Aber wir sehen jetzt wieder einmal, dass die Nicht-Energiewende enorm teuer ist", ergänzt Harald Lacher, Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
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