Die Preise steigen in Deutschland wieder schneller. Nach vorläufigen Angaben der Deutschen Bundesbank lag die Inflationsrate im September 2026 auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex bei 3,3 Prozent. Im August waren es noch 2,9 Prozent. Die endgültigen September-Daten sollen am 16. Oktober veröffentlicht werden.
Besonders stark verteuerte sich demnach Energie. Bereits im August lagen die Energiepreise laut Statistischem Bundesamt 10,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtinflation betrug damals 2,9 Prozent.
Wichtig: Eine sinkende oder steigende Inflationsrate bedeutet nicht, dass Produkte wieder auf ihr früheres Preisniveau zurückfallen. Wenn ein Artikel zunächst von 100 auf 120 Euro teurer geworden ist, bleibt er meist bei diesem Preis. Eine niedrigere Inflation bedeutet lediglich, dass die Preise langsamer steigen.
Deutsche sparen wieder stärker
Die angespannte Lage zeigt sich auch beim Konsumklima. Für Oktober 2026 fiel der Wert auf minus 30,6 Punkte. Dies ist im Vergleich zum Vormonat (revidiert −26,8 Punkte) ein Minus von 3,8 Punkten. Gleichzeitig erreichte die Sparneigung den höchsten Stand seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008.
Viele verschieben deshalb größere Anschaffungen
Viele Menschen verschieben deshalb größere Anschaffungen, vergleichen Angebote intensiver und überprüfen laufende Verträge. Eine Befragung von idealo und Kantar mit mehr als 2.000 Personen zeigt ebenfalls: Sparen wird strategischer. Verbraucher kaufen bewusster und recherchieren länger.
Diese Ausgaben sollten Haushalte prüfen
Strom- und Gasvertrag: Nicht nur den Arbeitspreis, sondern auch Grundgebühr, Vertragslaufzeit, Preisgarantie und mögliche Bonuszahlungen vergleichen. Als Grundlage sollte der tatsächliche Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung dienen.
Versicherungen: Kfz-, Hausrat-, Rechtsschutz- und Zusatzversicherungen regelmäßig überprüfen. Manche Verträge sind inzwischen unnötig oder doppelt vorhanden. Der günstigste Tarif ist jedoch nicht automatisch der beste – entscheidend bleibt der Leistungsumfang.
Abonnements: Streamingdienste, Apps, Fitnessstudios, Cloudspeicher und Lieferdienste summieren sich schnell. Alle Abbuchungen der vergangenen drei Monate auflisten und wenig genutzte Angebote kündigen.