ViVi rechnet Immobilienangebote durch
Vor allem für Kapitalanleger interessant ist ViVi. Die Browser-Erweiterung übernimmt Angaben aus Immobilienanzeigen und berechnet daraus Kennzahlen wie Kaufpreisfaktor, Rendite und Cashflow. Auch Kaufnebenkosten können berücksichtigt werden.
Weitere einfache Add-ons zeigen direkt in den Suchergebnissen den Quadratmeterpreis eines Angebots an. So lassen sich mehrere Immobilien schneller miteinander vergleichen.
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Wie werden Browser-Add-ons installiert?
Die Installation dauert meist nur wenige Minuten. In Chrome oder Edge öffnet man den jeweiligen Erweiterungs-Shop, sucht nach dem gewünschten Tool und klickt auf „Hinzufügen“ beziehungsweise „Installieren“. Anschließend läuft die Erweiterung beim Besuch unterstützter Immobilienportale automatisch oder lässt sich über das Erweiterungssymbol neben der Adressleiste aktivieren.
Vorher sollte allerdings geprüft werden, welche Berechtigungen das Add-on verlangt und auf welche Browserdaten es zugreifen darf.
Was die Add-ons nicht verraten
So praktisch die digitalen Helfer sind: Ob eine Immobilie tatsächlich günstig ist und ins eigene Budget passt, können sie nicht abschließend beurteilen. Deshalb sollten Käufer die Ergebnisse gegenchecken. Der Preisatlas von ImmoScout24 liefert beispielsweise regionale Daten zur Entwicklung von Kauf- und Mietpreisen. Auch Immowelt bietet eine kostenlose Immobilienbewertung anhand von Objekt- und Marktdaten an.
Und selbst ein günstig angebotenes Haus kann am Ende teuer werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, mehrere Finanzierungsangebote miteinander zu vergleichen und neben dem Kaufpreis auch Kaufnebenkosten, notwendige Modernisierungen und einen finanziellen Puffer einzukalkulieren. Als grundsätzliche Orientierung nennt sie Eigenkapital in Höhe von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises zuzüglich der Kaufnebenkosten.
Auch auf Prognosen über künftig steigende oder fallende Bauzinsen sollten sich Käufer nicht verlassen: Die Zinsentwicklung lasse sich laut Verbraucherzentrale nicht seriös vorhersagen. Sinnvoll seien stattdessen passende Zinsbindungen und flexible Kreditbedingungen, beispielsweise Sondertilgungsmöglichkeiten.
Bausachverständige bei älteren Häusern fast ein Muss
Ein Makler mit guter Kenntnis des örtlichen Marktes kann zusätzlich bei der Einschätzung des Kaufpreises helfen. Bei älteren Häusern oder erkennbarem Sanierungsbedarf kann sich außerdem ein unabhängiger Bausachverständiger oder Energieberater auszahlen.
Fazit: Rote Kapsel, immodog und ViVi können Immobilienkäufern einen Informationsvorsprung verschaffen. Besonders sinnvoll ist jedoch die Kombination: Browser-Tools zeigen Preisverläufe und erleichtern Vergleiche, Marktdaten helfen bei der Preiseinschätzung – und eine solide Finanzierung entscheidet letztlich darüber, ob aus einem vermeintlichen Schnäppchen tatsächlich ein guter Immobilienkauf wird.
Vorschaubild: © Soeren Stache (dpa-Zentralbild)