Ende des Tankrabatts: Wie teuer wird der Sprit ab 1. Juli – wann nochmal volltanken?

Tankrabatt und Spritpreise: Ab Juli wird Tanken wieder teurer, denn der staatliche Rabatt läuft aus. Experten erwarten einen spürbaren Preisanstieg für Diesel und Benzin.

Zum 30. Juni endet der Tankrabatt in Deutschland. Rund 17 Cent sollten Verbraucher dadurch die letzten zwei Monate pro Liter Sprit an der Zapfsäule sparen. 

Allerdings ist laut Schätzungen des Ifo-Instituts München bei den Verbrauchern vor allem für Diesel eine Weitergabe von nur 12 Cent berechnet worden. Bei Super E5 und E10 seien die 16 bis 17 Cent dagegen weitergegeben worden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Tankrabatt endet: Wie teuer wird der Sprit ab 1. Juli?

Der ADAC geht davon aus, dass Diesel und Benzin schnell wieder um 17 Cent teurer werden. Obwohl die Spritpreise in den letzten Wochen etwas zurückgegangen sind, ist das derzeitige Preisniveau dennoch recht hoch. 

"Wie hoch es geht, wird vor allem von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Da dieser zuletzt gesunken ist, haben auch die Kraftstoffpreise nachgegeben", erläutert Ramona Schmid, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, gegenüber der dpa.

Wer tanken muss, sollte den Tankrabatt bis zum 30. Juni noch nutzen und den Tank nochmals vollfüllen – am besten vor dem Preissprung um 12 Uhr. Diese Regelung bleibt vorerst auch weiterhin bestehen.

Regelung bleibt: Preissprung an der Zapfsäule ab 12 Uhr

Somit bleibt das Tanken am Morgen und Vormittag günstiger als am Nachmittag oder Abend, prognostiziert der ADAC. Der Tankrabatt habe den Bund rund 1,6 Milliarden Euro gekostet und sei eine teure Maßnahme gewesen. 

Die Preisentwicklungen an den Tankstellen haben dazu geführt, dass E-Autos erneut boomen. Zum Start der neuen E-Auto-Prämie im Mai sind in den ersten Tagen über 20.000 Anträge dazu gestellt worden. Bis zu 6000 Euro Zuschuss sind bei der Anschaffung eines E-Autos möglich. 

Um weiterhin Rohöl sicherzustellen, suchen Exportländer derzeit nach anderen Möglichkeiten als den Weg über die Straße von Hormus. 

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