• Welche Ängste gibt es nach einer Trennung?
  • Wie kann man sie überwinden?
  • Wie kann uns unser Bauchgefühl dabei helfen?
  • Umgang mit Vertrauensbrüchen

Viele Menschen können nicht alleine sein und sind ständig in einer Beziehung. Das geht jedoch mit wiederholten Trennungen und viel Herzschmerz einher. Wie du dabei deine Blockaden und Ängste auflösen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Welche Ängste gibt es nach der Trennung?

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Partnerschaft zerbricht. Vor allem romantische Beziehungen haben häufig viel mit Kontrolle, Ego, Bedürftigkeit und Heilen alter Wunden zu tun. Wird die Beziehung toxisch, ist es um so schwerer, sich davon loszulösen und mit dem Trennungsschmerz umzugehen. Dabei können emotionale Blockaden entstehen, die dich daran hindern, ganz du selbst zu sein.

Denn wenn man sich der Liebe öffnet, öffnet man sich automatisch auch den unverarbeiteten Problemen aus der Vergangenheit, die hochkommen und angeschaut werden dürfen. Doch leider endet diese Chance zu wachsen oft in bösen Trennungen, weil man selbst oder der Partner nicht damit umgehen kann. Hierbei ist wichtig, dass bestimmte Verhaltensmuster oder emotionale Reaktionen nicht mit der Person direkt zu tun haben, sondern aus alten Glaubenssätzen resultierend an die Oberfläche kommen.

Nach der Trennung wächst häufig die Angst vor Nähe, und man bildet eine emotionale Schutzmauer, um nicht verletzt zu werden. Das ist auf der einen Seite ein gesunder Schutzmechanismus, auf der anderen Seite erschwert es dir den tiefen Zugang zu deinen Gefühlen und Emotionen. Dieser Schutzwall aus Angst verletzt zu werden, führt zu negativen Glaubenssätzen wie beispielsweise: "Wenn ich meine Gefühle und mich zeige, werde ich verletzt." Diese hindern dich wiederum daran, dich in einer Beziehung so zu entfalten, wie du das eigentlich möchtest. 

Wie kann man sie überwinden?

Vertrauen sollte die Basis sein. Und damit ist vor allem Vertrauen ins Leben gemeint. Nicht, dass du dich blind auf einen Menschen einlässt, weil du nicht alleine sein willst. Aber wie wäre es, mit einer positiven Erwartungshaltung an das ganze Thema heranzugehen? Klar - Trennungen sind häufig sehr unschön und bleiben lange im Gedächtnis. Aber besinne dich darauf, was für ein Potenzial in dir schlummert, und wie glücklich es dich machen würde, das in einer gesunden Beziehung auch ausleben zu können. 

Kurz nach der Trennung ist es vor allem wichtig, sich nicht in eine emotionale oder gar psychische Abwärtsspirale zu begeben. Dabei tun Begegnungen mit Freunden oder Familie gut oder Ausflüge, die dich auf andere Gedanken bringen. Natürlich darfst du den Schmerz fühlen und das ist auch gut so. So verarbeitet deine Psyche das Geschehene.

"Ich gerate immer an den Falschen!", lautet ein typischer Spruch von Personen, die einfach immer wieder Trennungen durchleben. Doch das passiert aus dem Grund, dass immer wieder die gleichen Themen als Trennungsgrund oder Probleme in der Beziehung aufkommen. Das kann daran liegen, dass du dich mit diesem bestimmten Thema (beispielsweise der Angst vorm Verlassenwerden) näher beschäftigen solltest. Wie sah deine Kindheit aus? Hast du möglicherweise ein tiefer sitzendes Trauma oder wurdest du von einem Elternteil in frühen Jahren verlassen?

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Wie kann uns unser Bauchgefühl helfen?

Wenn sich Beziehungen aufgrund Blockaden trennen, kann es daran liegen, vorher sehr rational mit dem Verstand entschieden zu haben, ob diese beginnende Liebessituation Sinn ergibt oder nicht. Dabei ist es so viel wichtiger, nach dem (Bauch-) Gefühl zu entscheiden. 

Unser Bauchgefühl, auch Intuition genannt, hat immer recht. Daher macht es definitiv Sinn, diese innere Stimme bei neuen Begegnungen mit einzubeziehen. Wie fühlst du dich dabei? Ist es wirklich das, was du willst oder bedienst du nur einen alten negativen Glaubenssatz, um einer Angst aus dem Weg zu gehen?

Du kannst deine Intuition schulen, indem du einfach auf den ersten Impuls hörst, der in dir hochkommt. Es ist wie ein unschlagbares Frühwarnsystem. Und wenn du dir unsicher bist: Entscheide mit Verstand und sehe was passiert. Hast du nach einer Trennung schonmal die Stimme in dir hört, die sagt:

  • Ich habs dir doch gleich gesagt.
  • Hättest du mal früher auf dein Gefühl/innere Stimme gehört.

Insgeheim hast du genau gewusst und dich schon darauf eingestellt, dass diese Beziehung nicht halten wird (= selbsterfüllende Prophezeihung). Beziehungen heilen dich nicht, wenn du nicht selbst bereit bist zu heilen und alte Glaubenssätze aufzulösen, sodass du offen und authentisch in eine neue Beziehung starten kannst. 

Wie kann man mit Vertrauensbrüchen umgehen?

Nichts schmerzt mehr, als von jemandem hintergangen zu werden, den man liebt. Unaufrichtigkeit, Illoyalität oder Untreue sind die häufigsten Gründe. Die Konsequenzen sind für die Betroffenen emotional tiefgreifend und benötigen oftmals lange Heilungsprozesse. Beziehungen sind sehr unterschiedlich. Daher muss ein Vertrauensbruch nicht direkt das Ende bedeutet. Manchmal führen solche Vorfälle sogar dazu, dass die Bindung gestärkt wird. Hierbei geht es vor allem darum, ob vergeben werden kann. 

Diese Tipps solltest du jedoch beachten:

  • Vermeide es dich zu rächen. Gegenangriffe führen selten zu etwas Positivem und befriedigen dich höchstens für einen kleinen Moment. Es beschleunigt aber nicht deinen Heilungsprozess.
  • Beende den Kontakt: Vor allem, wenn dein Vertrauen zum wiederholten Male missbraucht wurde, solltest du dir Gedanken darüber machen, ob du diese Person in deinem Leben behalten möchtest.
  • Gib dir genug Zeit, um dich zu erholen. Nehme Abstand und achte auf dich.
  • Konzentriere dich auf die Zukunft, nicht auf die Vergangenheit. 
  • Vergib dir selbst. Du bist nicht schuld, wenn dein Partner dein Vertrauen missbraucht. 

Fazit: Niemand kann dir garantieren, dass dein Vertrauen nicht durch eine andere Person missbraucht wird. Allerdings kannst du diese schwere Situation als Herausforderung sehen, an dir selbst zu wachsen und dich besser kennenzulernen. Viele Trennungsgründe basieren auf Glaubenssätzen, die aus der Kindheit mitgenommen wurden und unbewusst abgespeichert sind und das solltest du dir immer wieder ins Gedächtnis rufen.

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