Ob Wasser-, Frucht- oder Schokoladeneis - während der heißen Sommerzeit ist ein leckeres Eis für viele  eine schöne Abkühlung. Doch manch einer fängt nach kurzem Eis-Genuss an zu husten. Für Menschen, die das Phänomen nicht kennen, klingt das erst einmal merkwürdig, doch tatsächlich ist es ganz normal.

Doch nicht nur beim Eisessen kann man diese Reaktion des Körpers beobachten. Das Phänomen des Hustenreflexes ist nämlich auch bei kalten Getränken oder beim Einatmen von eiskalter Luft bemerkbar.

Husten als Schutzreflex: Warum muss man beim Eisessen husten?

Dass Husten ein Schutzreflex ist, ist uns allen bekannt. Doch wieso sollte sich unser Körper vor einem leckeren, kühlen Eis schützen wollen? Beim Essen gelangt das Eis zuerst in den Rachenbereich, in dem Speise- und Luftröhre beginnen. Dort wird das Geschluckte aufgeteilt, in Luft und in Nahrung. Damit keine Lebensmittel oder Flüssigkeiten in die Luftröhre gelangen, braucht unser Körper Schutzreflexe. Tritt der Fall ein, dass etwas anderes als Luft in die Luftröhre gelangt, so löst unser Körper den Alarm zum Husten aus, um das Geschluckte aussortieren zu können.

Doch unser Körper schlägt nicht nur Alarm, sobald sich Nahrung oder Flüssigkeiten verirren, sondern auch bei stark abweichender Temperatur. Vor allem der Rachenbereich ist sehr temperatur- und somit auch kälteempfindlich. Kommt also etwas Kaltes im Rachen an, so besteht die Möglichkeit, dass es von unserem Organismus als Fremdkörper wahrgenommen wird und somit abgestoßen werden soll: Wir fangen das sogenannte "Eishusten" an.

Klar ist jedoch, dass das Eishusten nicht schlimm oder gefährlich ist. Dieser Reflex zeigt im Prinzip nur, dass der Körper in einer  Notsituation einen guten Schutzmechanismus besitzt. Außerdem legt sich der Eishusten meist binnen ein bis drei Minuten wieder von selbst. Tipp: Passen Sie die Menge und die Geschwindigkeit des Verzehrs von kalten Lebensmittel an und vermeiden Sie allzu kalte Speisen, um diesen Reflex zu umgehen.

Eishusten: Keine Verbindung zum Hirnfrost

Übrigens: Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Kälte. Deshalb sind auch nicht alle Menschen gleichermaßen vom Eishusten betroffen. Viele kennen beispielsweise den sogenannten Hirnfrost, einen Kopfschmerz, welcher durch den Schutzreflex gegen zu kalte Temperaturen entsteht. Hierbei versucht sich der Körper mit vermehrtem Pumpen von Blut vor einer Unterkühlung im Gehirn zu schützen. Auch das kann beim Eisessen vorkommen.

Falls Sie nicht vom Eishusten betroffen sind oder trotzdem Lust auf leckeres Eis haben, finden Sie hier leckere Eissorten zum Selbermachen.

Stefanie Negele