• Ablauf der Studie
  • Ergebnisse der Studie
  • Mögliche Erklärungen
  • Fazit

Stress ist für viele ein Begleiter im Alltag. Einigen kann eine Umarmung in einem gestressten Zustand helfen; doch nicht jeder*m. Ob der Effekt bei dir eintritt, hängt laut einer universitären Studie davon ab, ob du ein Mann oder eine Frau bist. 

Umarmungen gegen Stress: Die Studie der Universität Bochum

Eine kurze Umarmung und schon ist der Stress wie weggeblasen; bist du eine Frau, konntest du dich sicher schon selbst einmal von diesem Effekt überzeugen. Als Mann könnte es dir eher schwerfallen, zu verstehen, wie Umarmungen beim Entspannen helfen sollen. Eine Studie der Universität Bochum ging der Frage nach, ob und warum es von dem Geschlecht abhängig ist, dass eine Umarmung als entspannend empfunden wird.

Für die Studie wurden 38 Paare als Proband*innen ausgewählt. Zu Beginn der Untersuchung musste jede*r eine Hand so lange wie möglich in eiskaltes Wasser halten. Die Wissenschaftler*innen überprüften im Anschluss anhand des Stresshormons Kortisol, wie hoch das empfundene Stresslevel war. Einige Paare umarmten sich vor diesem Test, andere nicht. Die Ergebnisse zeigten: Bei Frauen, die vorher umarmt wurden, steigt das Stresslevel nicht so hoch an wie bei jenen, die nicht umarmt wurden. Bei Männern hingegen ließ sich kein Unterschied im Anstieg des Kortisolspiegels feststellen. 

Die Forscher*innen gingen nicht davon aus, dass der Effekt davon ausgehe, dass die Personen unterschiedlich zufrieden in ihrer Beziehung waren. Eine potenzielle Erklärung sei dagegen die Sozialisierung der Geschlechter: Schon 2020 fasste eine Arbeit der Universität La Sapienza zusammen, dass Frauen Berührungen grundsätzlich in einem sozialen Kontext als schöner empfinden als Männer. Seinen Ursprung könne dies darin haben, dass der meist sehr intensive Körperkontakt zwischen einer Mutter und ihrem Neugeborenen dafür sorgt, dass Frauen für Kommunikation über den Körper empfänglicher sind. Die Forscher*innen schließen diese Erklärung nicht aus, vermuten aber, dass auch biologische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Eine Vermutung dazu ist, dass Frauen bei einer Umarmung mehr des den Kortisonspiegel senkenden Botenstoffes Oxytozin ausschütten als Männer.

Fazit

Abschließend konnte die Frage, weshalb Frauen Umarmungen als stresslindernder als Männer empfinden, aufgrund der raren Forschung zu dem Thema nicht eindeutig beantwortet werden. Sicher ist aber, dass du mit einer kurzen Umarmung schon viel bei deinen Mitmenschen bewirken kannst.

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