Nie mehr Flaschen schleppen, weniger Plastikmüll und jederzeit spritziges Wasser im Haus: Was nach einem Traum für Freunde von Sprudelwasser klingt, ist nicht immer die Realität. Wer einen Wassersprudler kaufen möchte, sollte ganz genau hinsehen. Denn der Test aktueller Wassersprudler von Stiftung Warentest zeigt, dass nur drei getestete Modelle für die gewünschte spritzige Erfrischung sorgen. Die übrigen Modelle machen ziemlich schnell schlapp. Getestet wurden neben Einsteigergeräten und Modellen des Marktführers Sodastream auch teure Designerprodukten von Aarke und Kitchenaid.

Wassersprudler im Test: Lediglich ein "sanftes Sprudeln"

Wer sein Wasser gerne mit viel Kohlensäure trinkt, dürfte von vielen Wassersprudlern enttäuscht sein: Von insgesamt sieben Sprudlern im Test sorgen nur drei für wirklich spritziges Wasser. Von den restlichen Testgeräten schafften drei Modelle höchstens "medium" und eines sogar nur "sanft". Wie vermeidet man also eine Fehlinvestition?

Die aufgezählten Vorteile treten in den Hintergrund, wenn das Wasser nicht genug prickelt. Bei klassischem Mineralwasser aus der Flasche enthalten Produkte mit viel Kohlensäure rund 4,2 bis 6,2 Gramm CO2 je Liter. Das ist mehr, als die meisten Sprudler schaffen. Im Test sprang oft das Überdruckventil vorher an, das maximale Prickeln war somit erreicht, bevor es wirklich "spritzig" wurde. Für Gaumen, die sehr spritziges Wasser gewöhnt sind, ist das möglicherweise zu lasch. Der Wassersprudler My Sodapop* schneidet im Test am schlechtesten ab: Er mache das am wenigsten spritzige Wasser, so die Prüfer von Stiftung Warentest. Mit nur einer minimal besseren Bewertung schneidet der KitchenAid Artisan* ab.

Darin unterscheiden sich die Wassersprudler

Alle Sprudlermodelle funktionieren ähnlich: Einfach Leitungswasser in die Flasche füllen, in den Sprudler einsetzen und einen Knopf drücken. Das Gerät presst Kohlendioxid in die Flasche, das dort zu Kohlensäure wird, und fertig ist das Sprudelwasser.

Im Labor zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede: Manche Wassersprudler lassen sich einhändig bedienen, andere wackeln. Bei einem Gerät spritzte beim Sprudeln sogar Wasser aus der Flasche. Vier Geräte wurden von der Stiftung Warentest als insgesamt gut bewertet, wobei sie sich neben der Sprudelstärke vor allem im Preis und Design unterscheiden.

Stiftung Warentest kürt vier Favoriten

Das spritzigste Wasser bereitete im Test der Soda Trend Style* zu. Er ist mit 80 Euro Preis-Leistungssieger. Der berühmte Sodastream schneidet als Klassiker mit dem Gesamturteil "Gut" ab. Im Test waren dabei der SodaStream Crystal 2.0, der SodaStream Easy und der Soda Trend. Auch der Levivo Wassersprudler landete unter den besten Bewertungen.

Wassersprudler: Lieber Glasflasche oder doch Plastikflasche?

Kaufinteressierte können zwischen Wassersprudlern mit Glas- oder Kunststoffflasche wählen. Erstere sind spülmaschinenfest, altern nicht und sehen auf dem Tisch geschmackvoller aus als Plastik.

Stürze überleben sie allerdings in der Regel nicht, Kunststoffflaschen sind somit robuster, dürfen aber nur per Hand gereinigt werden. Die Sodastream-Variante mit Glasflasche schneidet nur mit "Befriedigend" ab: Die Tester bemängeln die schlechte Reinigung des Glasbehälters und die Höhe des Geräts. Plastikflaschen sollten im Gegenzug bis zum Ablauf des aufgedruckten Verfallsdatums ausgetauscht werden, spätestens nach vier Jahren.

Übrigens: Wenn Sie wiederverwertbare Trinkflaschen aus Glas verwenden, haben wir einige wichtige Tipps und Tricks für Sie. So reinigt und pflegt man wiederverwendbare Trinkflaschen richtig.

Fazit der Stiftung Warentest: Wer seinen Sprudel selbst macht, spart zweifelsohne Müll und Aufwand. Und: Beim Trinkwasser aus dem Hahn stimmt die Qualität. Das zeigen verschiedene Proben der Stiftung Warentest. Im Vergleich kostet das Selbstgesprudelte meist allerdings mehr als die günstigsten Mineralwässer mit Kohlensäure aus dem Supermarkt. Den kompletten Test mit allen Testurteilen finden Sie kostenpflichtig auf der offiziellen Webseite der Stiftung Warentest.

Erst kürzlich hat die Stiftung Warentest 32 stille Mineralwässer unter die Lupe genommen und die Qualität mit der von Leitungswasser verglichen - das Ergebnis überrascht.


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